Freitag, 10. Februar 2012  
 
Home
Neues und Aktuelles
Publikationen
Schwarzbuch
Befahrerhandbuch
Presseschau
Bildergalerien
Fotowettbewerb
Downloads
Links
Forum
Gästebuch
Rettungsteam (SAR)
Tagungen
 
Mitglieder
Kontakt
Impressum
 
SiteMap
Newsletter
Intern






Home arrow Publikationen arrow Zeichen, Tafeln, Inschriften im Bergbau arrow 2. Markscheiderische Zeichen, Tafeln und Markierungen, Grubenfeldgrenzen

2. Markscheiderische Zeichen, Tafeln und Markierungen, Grubenfeldgrenzen Drucken E-Mail
Geschrieben von Dr. Thomas Witzke   
Freitag, 20. Mai 2005



2.5. Andere markscheiderische Tafeln und Zeichen

Eine sehr schöne Markscheidetafel findet sich im Bereich des 12. Stollenortes auf dem Tiefen Georg Stollen (getrieben 1777 - 1799) im Oberharz. Bis zur Fertigstellung des Ernst August Stollens war er der wichtigste Erbstollen für den gesamten Oberharz. Die Tafel stammt aus der Zeit um 1779 und zeigt die Krone für den königlichen Stollen und die Nameskürzel der für den Stollenbau bedeutendsten Männer: HCFVRBH = Herr Claus Friedrich Von Reden Berg Hauptmann, sowie HGAST = Herr Georg August Stelzner (Oberbergmeister).


Bild 2.5.01: Markscheidetafel mit Nameskürzeln. Tiefer Georg Stollen, Harz, Niedersachsen. Foto Michael Kitzig.









Bild 2.5.02: Markscheidetafel mit Nameskürzeln (?). Thelersberger Stollen, Brand-Erbisdorf, Sachsen. Foto Michael Pfefferkorn.









sonstige markscheiderische Zeichen


Das in folgenden Bild dargestellte Zeichen sieht zwar aus wie der in Kapitel 1 beschriebene Quartalswinkel für das Nachreißen der Firste, hat aber hier eine völlig andere Bedeutung. Es findet sich unmittelbar neben einem Wetterüberhauen und markiert dieses zweifellos. Das Zeichen kann als schematische Darstellung des Überhauens gedeutet werden.


Bild 2.5.03: Zeichen, das ein WetterÜberhauen markiert. Peterstollen, Revier Holzappel, Lahn. Foto Thomas Witzke.










Eine vermutlich ähnliche Markierungsfunktion hat das sorgfältig in einen Stein geschlagene Zeichen aus dem Schlebuscher Erbstollen, Wetter, Ennepe-Ruhr-Kreis. Es befindet sich am gegenüberliegenden Stoß von Lichtloch 1. Dieses Lichtloch ist eine Treppe, die mit einer Sandsteinplatte abgedeckt ist. Nach einer vorläufigen Deutung symbolisiert der kleine senkrechte Strich das Mundloch, der waagerechte den Stollen und der Schrägstrich die Treppe. Unverständlich mutet jedoch die sorgfältige Ausführung und der Nutzen des Zeichens an.

Bild 2.5.04: Zeichen, das vermutlich ein Lichtloch markiert. Schlebuscher Erbststollen, Wetter, Nordrhein-Westfalen. Foto Carsten Säckl.










Im Stüblbau der Goldlagerstätte Schellgaden, Salzburg in Österreich findet sich ein Markscheidezeichen, eine Art Doppelkreuz, an einem geschrämten Aufbruch als Verbindung zu höheren Teilen der Grube. Es ist von dem einfachen Markscheidekreuz abgeleitet und mit einem zusätzlichen Querstrich versehen, um den Aufbruch zu kennzeichnen.

Bild 2.5.05:
Markscheidezeichen, wahrscheinlich 16. Jahrhundert. Stüblbau der Goldlagerstätte Schellgaden, Lungau, Salzburg, Österreich. Foto Christian Auer.











© Thomas Witzke und die jeweiligen Bildautoren


Letzte Aktualisierung ( Freitag, 20. Mai 2005 )
 
< zurück   weiter >

 

 
     

 



         © GAG 1997 - 2008

 

Questions, Critics, Information and Contacts? E-Mail to GAG - Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können
By browsing this site you indicate you have read and fully accept our use agreement and disclaimer



           
Passwort vergessen?
Advertisement

 
Bildergalerien
zufallsbedingt

Praktische Workshops
Meist gelesen...
Die neusten Artikel
Newsletter
Name:
Email:


Links