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Barbara Festtag: 4. Dezember Sie ist die Bergbauheilige schlechthin! Weiterhin ist die Heilige Barbara eine der bedeutendsten Heiligen, und zählt zu den vierzehn Nothelfern. Neben vielem anderem ist sie die Patronin der Gießer und Glöckner, der Artillerie, der Bauern, der Dachdecker, der Steinmetze, der Schmiede und der Gefangenen. Wegen ihrer Schönheit wurde sie von ihrem Vater, einem Christenhasser, in einen Turm gesperrt. Aus ihrem Gefängnis schrieb sie sich mit mehreren Philosophen und wurde aus den daraus gewonnenen Erkenntnissen Christin. Als sie sich ihrem Vater offenbarte, wollte er sie erschlagen, sie entkam aber durch die sich öffnende Mauer. Ihr späteres Versteck wurde verraten und nach langen Foltern starb sie 306 als Märtyrerin. Ihre Reliquien befinden sich auf der Insel Torcello vor Venedig. Die Verehrung erreichte sehr volkstümlichen Charakter (z. B. das Schneiden der Barbarazweige vor Weihnachten)
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Bartholomäus Festtag: 24. August Bartholomäus war einer der zwölf Jünger Jesu. Nach Jesu Himmelfahrt missionierte er vor allem in Indien, in Nahen Osten und in Armenien. Weil er den armenischen König bekehrte, wurde er von dessen Bruder gemartert und starb um 51. Seine Reliquien befinden sich in Rom und in Frankfurt am Main. Er ist Schutzpatron der Bergleute, Gerber, Buchbinder, Winzer u.a..
Benedikt (von Nursia) Festtag: 11 Juli Er ist Patron der Lehrer, Kupferschmiede, und natürlich der Bergleute, seit 1957 sogar speziell der Höhlenforscher! Er wurde um 480 in Nursia geboren. Nach Beginn des Studiums in Rom schloß er sich einer Asketengemeinschaft an und zog sich in eine Höhle zurück. In der Folgezeit gründete er mehrere Klöster und gilt als Vater des abendländischen Mönchtums ("Benediktiner"). Unzählige Wunderlegenden umranken seine Person. 547 starb er in Monte Cassino. Seine Reliquien befinden sich an mehreren Orten in der Schweiz, Frankreich, Italien und Bayern.
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Christophorus Festtag: 25. Juli Christophorus ist sicherlich einer der volkstümlichsten Heiligen. Mehrere Legenden werden ihm zugeschrieben. Die populärste ist sicherlich die, daß er das Christuskind über ein Gewässer getragen hat. Ihm werden überdurchschnittliche Kräfte nachgesagt. Wohl deshalb ist er auch Patron der Bergleute, wie auch der Radfahrer, Schatzgräber, Athleten, Fährleute, Lastenträger usw. geworden. Er starb im Jahre 249 in den Zeiten der Christenverfolgungen den Märtyrertod. |
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Daniel Er ist der einzige vorchristliche Bergbaupatron, als solcher aber umso mehr bekannt. Daniel war ein jüdischer Prophet zur Zeit der babylonischen Gefangenschaft unter Nebukadnezar II. (605 - 562 v. Chr.). Wegen seiner Fähigkeit als Traumdeuter gelangte er am babylonischen Hof zu großem Ansehen. Über Daniel werden viele Geschichten im Alten Testament erzählt, die zum Teil recht volkstümlich geworden sind (Susanna im Bad, vom Bel zum Babel, der Drachen zu Babel, Asarjas Gebet, die drei Männer im Feuerofen und natürlich Daniel in der Löwengrube). Wegen letzterer Geschichte erlangte er wohl besondere Bedeutung für Bergleute (Gefahren unter Tage). |
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Dorothea von Kappadokien Festtag: 6. Februar Über diese Heilige ist lediglich bekannt, daß sie unter Kaiser Diokletian um das Jahr 305 den Märtyrertod starb. Sie wurde gesotten, gebrannt und enthauptet. Dorothea ist ebenfalls Schutzheilige der Brauer, Gärtner und Wöchnerinnen und bei Armut.
Eligius Festtag: 1. Dezember Er wurde um 588 in Mittelfrankreich geboren und wurde unter den Königen Chlotar II. und Dagobert I. Goldschmied und Münzmeister. Eligius ließ mehrere Kirchen und Klöster errichten, kaufte Sklaven frei und stiftete Spitäler. Nach Dagoberts Tod wurde er Prister und später Bischof in Nordfrankreich. Er missionierte die Germanen in Nordfrankreich und Flandern. Eligius starb um 660 in Noyon, wo auch seine Gebeine ruhen. Weitere Reliquien befinden sich in Paris. Weiterhin ist er der Schutzpatron der Goldschmiede, Münzschläger, Numismatiker, Metallarbeiter im weiteren Sinne, Kutscher und anderes.
Georg von Kappadokien Festtag: 23. April Der heilige Georg ist zweifellos eine der populärsten Heiligengestalten. Auf zahlreichen Bildern ist er meist als Drachentöter dargestellt. Er ist einer der Vierzehn Nothelfer und neben anderem Schutzpatron der Bauern, Reiter, Sattler, Schmiede, Soldaten, Wanderer und Bergleute. Seine Lebensgeschichte ist weitestgehend legendär. Er soll als römischer Legionär Christ geworden sein und unter Kaiser Diokletian das Martyrium erlitten haben. Über seinen Tod gibt es verschiedene Versionen: Mit Nägeln gespickt, von Pferden zerrissen, glühende Eisenkrallen, flüssiges Blei... Sein Grab wird in Lod (Israel) vermutet. Interessanter weise wird Georg auch im Islam verehrt.
Gregor der Große Festtag: 3. September Aus einer römischen Senatoren Familie entstammend (geboren um 540), schlug er zunächst die politische Laufbahn ein und wurde Stadtpräfekt von Rom. Nach dem Tod des Vaters wurde aus dem Palast ein Benediktinerkloster, in das er sich zurückzog. Ab 579 war er als Diplomat für den Papst tätig und wurde 580 als Gregor I. selbst zum Papst gewählt. Durch seine guten Beziehungen zu verschiedenen Königen verstärkte der die Christianisierung Europas. Durch seine Intelligenz wurde er zu einem der bedeutendsten frühen Kirchenführern. Er festigte den inneren Zusammenhalt der Kirche, schuf eine neue Form der Kirchenmusik (gregorianischer Gesang) und verfasste viele theologische Schriften. 604 starb er und wurde im Petersdom beigesetzt. Neben den Schutzherrn der Bergwerke ist er Patron der Musiker, Gelehrten, Maurer und Knopfmacher.
Helena Festtag 18. August Über ihre Herkunft gibt es unterschiedliche Legenden: Stallmagd, Schankwirtstochter oder Königstochter. Sie wurde um 257 geboren und lebte seit 275 mit einem römischen Offizier zusammen. Diesem gebar sie um 280 einen Sohn Konstantin. Dieser wurde 306 zu Kaiser erhoben und er verlieh seiner Mutter ebenfalls den Titel "Augusta". Helena lieh sich 312 taufen und stiftete mehrere berühmte Kirchen und Klöster. Bekannt ist die Legende von der Kreuzauffindung durch Helena. Sie starb um 336 in der heutigen Türkei. Ihre Reliquien befinden sich unter anderem in Rom, Trier und Frankreich. Die Bergleute, Schatzsucher, Färber und Nadler verehren sie als Schutzpatronin.
Ingenuin Festtag: 5. Februar Er war Bischof in Südtirol und starb um 605 vielleicht als Märtyrer bei einem Langobartenüberfall. Seine Gebeine ruhen noch heute im Brixener Dom. Ingenuin wird wohl vor allem regional in Südtirol als Schutzpatron der Bergleute geehrt.
Klemens Festtag: 23. November Klemens wurde von den Aposteln Barnabas und Petrus bekehrt. Petrus bestimmte ihn zu seinem Nachfolger, er wurde jedoch erst der dritte Papst nach Petrus. Als solcher erwarb er besondere Verdienste bei der Vermittlung zwischen Heidenchristen und Judenchristen. Gegen Ende des ersten Jahrhunderts wurde er auf die Krim verbannt. Dort wurde er der Zauberei bezichtigt, als er eine Quelle entspringen ließ, und wurde im Jahr 97 oder 101 im Meer ertränkt. Sein Leichnam wurde später gefunden und ruht heute in Rom. Er ist weiterhin Schutzheiliger der Steinmetzen, Hutmacher, Seeleute und Kinder.
Leonhard Festtag: 6. November Über sein Leben ist nicht viel genaues bekannt. Der Legende nach entstammt er einem fränkischen Adelsgeschlecht und wurde vom Bischof zu Reim erzogen. In Mittelfrankreich soll er eine Einsiedelei gegründet haben. Nach seinem Tod um das Jahr 559 wurden seine Gebeine als Reliquien in Frankreich, Bayern, Schwaben und Österreich verteilt. Er wird vor allem im süddeutschen Raum verehrt und gilt als Patron der Gefangenen, Bauern, Lastenträger, Schmiede und Bergleute.
Magnus von Füssen Festtag: 6. September Der Missionar wurde 699 in der jetzigen Schweiz geboren, trat in ein Benediktinerkloster in St. Gallen ein und ging 738 nach Augsburg um den Allgäu zu christianisieren. Später wirkte er am oberen Lech. Im bayrischen Füssen gründete er ein Benediktinerkloster, in dem er 772 nach seinem Tod beigesetzt wurde. Seit dem 11. Jh. sind seine Gebeine jedoch verschollen. Der Heilige Magnus wird vor allem in Süddeutschland und in Österreich verehrt und gilt auch als Patron des Viehs.
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Maria Magdalena Festtag: 22. Juli Sie wurde durch Jesus von Krankheit und Dämonen befreit und begleitete ihn in der Folgezeit. Ihr Name erscheint mehrfach im Neuen Testament. Bei Jesu Tod stand sie unter dem Kreuz und fand das leere Grab vor, als sie den Leichnam salben wollte. Maria Magdalena ist die erste Person, der Christus nach der Auferstehung erschien. Sie soll später in Ephesus (Kleinasien) gelebt haben und dort gestorben sein. Eine andere Legende berichtet davon, daß sie als Büßerin und Missionarin in Südfrankreich wirkte. Ihre Reliquien sollen im 11. Jh. in das Benediktinerkloster Vézelay gekommen sein. Sie ist Schutzpatronin der Gärtner, Friseure, Böttcher, Weinhändler, Bleigießer und der Bergwerke. |
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Patrick (Patricius) Festtag: 17. März St. Patrick ist in erster Linie der Heilige von Irland. Geboren wurde er allerdings um 385 als Sohn eines Legionärs in Nordwestengland. Dort wurde er als Sklave nach Irland entführt. Nach seiner Flucht studierte er in Gallien und Burgund. Später wurde er als erster Bischof nach Irland berufen, wo er mit der Christianisierung begann und die christliche Kirche organisierte. 461 starb er wahrscheinlich in seiner Residenz in Armagh. Sein Grab ist allerdings unbekannt. Er ist weiterhin der Patron der Bergleute, Schmiede, Böttcher und es Viehs.
Raphael (Erzengel) Festtag: 29. September Er ist neben Michael, Gabriel und Uriel einer der vier Erzengel. Namentlich wird er aber nur im Alten Testament einmal (Tobias 3. 16 ff) genannt. Raphael ist Schutzpatron der Bergleute, der Reisenden, Kranken, Apotheker und Dachdecker.
Rupert von Salzburg Festtag: 27. März Aus einem rheinfränkischen Grafengeschlecht entstammend wurde er um 650 vermutlich in Worms geboren. Dort zu Bischof geweiht, wird er nach Bayern gerufen um dort zu missionieren. Im späteren Salzburg gründet er ein Benediktinerkloster. Die Kosten werden von einem Drittel der Einnahmen des Salzbergbaues gedeckt, die Rupert geschenkt bekam. Er starb 718 in Salzburg. Seit 774 ruhen seine Gebeine im dortigen Dom. Er ist Schutzpatron des Salzbergbaues und der Salzarbeiter.
Vitus (Veit) Festtag: 15. Juni Vitus stammt aus einem wohlhabenden heidnischen Elternhaus in Sizilien. Schon als Kind wird er zum Christentum bekehrt und deshalb von seinem Vater an den Präfekten ausgeliefert. Er soll zunächst in Sizilien gefoltert werden, flieht aber nach Lucanien. Da er auch dort als Christ erkannt wird, wird er nach Rom ausgeliefert, wo er zusammen mit seinen Gefährten ein mehrfaches Martyrium erleidet. Er wird jedoch von einem Engel erlöst und zurück nach Lucanien gebracht, wo er um 313 einen friedlichen Tod stirbt. Seine Reliquien sind in vielen Ländern verteilt, ein großer Teil ruht aber in Prag. Er ist Schutzheiliger der Kupferschmiede, Bergleute, Bierbrauer u. a..
Verwendete und weiterführende Literatur:
E. Gorys: Lexikon der Heiligen, 4. Auflage, Deutscher Taschenbuch Verlag, 2001
H. L. Keller: Reclams Lexikon der Heiligen und biblischen Gestalten, 9. Auflage, Philipp Reclam jun. Stuttgart, 2001
alle Bilder: CD-Rom "Die virtuelle Wunderkammer", Bergbaumuseum Kornkasten, Steinhaus / Südtirol
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