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Geschrieben von GAG   
Donnerstag, 14. Oktober 2004


Image Glück auf! Dieser alte Gruß der Bergleute war seit Jahrhunderten - und ist es noch heute - nicht nur der Gruß der Bergleute, sondern er spiegelt auch die Prägung des sozialen und kulturellen Lebens von Familien, Dörfern, Städten und sogar ganzer Landstriche durch den Bergbau wider.
Die "Alten", womit die früheren Bergleute gemeint sind, hinterließen mit ihrer Arbeit beeindruckende Hohlräume im Dunkel der Berge. Sehr lange her, aber sicherlich nicht vergessen!
Wir, als Grubenarchäologische Gesellschaft, kämpfen gegen das Vergessen. Zu wertvoll ist das, was die Erde scheinbar zu verbergen sucht, was die Alten schufen, mit Tränen, mit Schweiß und mit dem unerschütterlichen Fleiß ihrer Hände Arbeit.

Wir sind...
... eine Vereinigung von Freunden des Altbergbaus, die sich die Aufgabe gestellt hat, unser montan-historisches Kulturgut zum Zwecke seiner Erhaltung zu erforschen. Denn nur was wir kennen, können wir schützen; nur wenn wir die Vergangenheit kennen, können wir die Gegenwart verstehen.
Was Anfang der 80er Jahre als Höhlenforschung im Harzer Gipskarst begann, hat sich im Laufe der Jahre weiterentwickelt hin zur Erforschung und Beschreibung verschiedenster unterirdischer Hohlräume des ehemaligen Bergbaus sowie Produktionsanlagen, Tiefkeller, Versorgungstunnel, Wasserstollen etc. Bei unseren Erkundungen legen wir seit Jahren Wert auf eine saubere schriftliche und fotographische Dokumentation des Gesehenen. Daher verfügen wir mittlerweile über ein umfangreiches Untertagearchiv.
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Seit über 10 Jahren bieten wir unsere Erfahrungen auch als Hilfe für andere Bergbauinteressierte an, da "Untertageprobleme" mit vergessenen untertägigen Hohlräumen weit häufiger als vermutet auftreten. Andererseits kann aber auch die Nachnutzung bergbaulicher Anlagen, etwa zur Speleotherapie, Trinkwassergewinnung, geothermischen Nutzung oder zu touristischen Zwecken durchaus von Wert für die Allgemeinheit sein.

Image Die GAG steht einer Zusammenarbeit mit verwandten Organisationen, Vereinen und Institutionen offen und interessiert gegenüber.
Sie distanziert sich jedoch ausdrücklich von kommerziell geprägtem Untertage-Mineraliensammeln sowie von der Schatzsucher- und Militariaszene.

Forschung
Die Forschungsarbeit der Grubenarchäologischen Gesellschaft besteht unter anderem aus:

- Auffinden alter Risse und Unterlagen in Archiven

- Verfassen von Berichten zur Bergbaugeschichte

- Ermittlung der genauen Standorte der Schächte und Stollen mittels Georeferenzierung von Rissen und Karten sowie Auffinden der Objekte Übertage mittels GPS und Dokumentation des heutigen Zustandes

- Fotodokumentation der Untertagesituation sowie von Tafeln, Inschriften und Arbeitsspuren

- Überprüfen vorhandener Rissunterlagen und Korrektur von Ungenauigkeiten und Fehlern

- Geologische/mineralogische Untersuchungen und wissenschaftliche Dokumentation der Befunde

- Auffinden von unbekannten Hohlräumen durch Wetterstrom- und Wasserlaufbeobachtungen
Dokumentation der ehemaligen Standorte von technischen Einrichtungen wie Wasserrädern, Kunsträdern, Kunstgezeugen, Haspeln sowie Rekonstruktion der Funktionsweisen

- Erforschung der untertägigen Flora und Fauna wie z.B. Fledermäuse, Insekten, Pilze etc.



Letzte Aktualisierung ( Freitag, 19. Oktober 2007 )
 
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