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Der Thüringer Hohlbau - Dachschieferbergbau Drucken E-Mail
Geschrieben von Michael Pfefferkorn   
Samstag, 30. Oktober 2004

Thüringer Dachschiefer Bergbau:

Der Thüringer Hohlbau

Vorweg: Anfragen wo sich die Grube genau befindet werden nicht beantwortet. Grund hierfür ist, dass man aus den Fehlern der Vergangenheit lernt. Leider hat nach vorangegangen Publikationen hier auf der Page in diversen Objekten schlagartig ein Massentourismus eingesetzt. Anrufe wo das genau das Mundloch wäre erhielt ich und so ziemlich alles, was an Technik in der Grube da war wurde demontiert und in alle Himmelsrichtung verschleppt. Dies ist nicht akzeptabel und es tut mir zwar für die ehrlichen und anständigen Befahrer leid, aber damit ist jetzt Schluss.
Also: die Grube befindet sich in Thüringen. Im Schiefergebirge. Viel Spaß beim suchen.


In aller Kürze:

Die Thüringer Hohlbaue sind die größten offenen Hohlräume die man im Schieferbergbau sehen kann, es gibt im Allgemeinen im Bergbau kaum Abbaue die größer sind, wenn man den Salzbergbau mal außer Acht lässt.

Die Abbildung verdeutlicht das Abbauprinzip:
Die Hauer hängen an Ketten am liegenden Abbaustoß und bohren die Löcher für den folgenden Abschlag. Nach dem Schießen liegt der Schiefer auf der Sohle und wird sortiert. Zu einem werden Schieferrohplatten gespalten, zum anderen das unbrauchbare Gestein in Förderloren gegeben und nach Übertage auf die Halde gefahren um dort verkippt zu werden. Die Schieferplatten kommen auf spezielle Förderwagen und werden zur Weiterverarbeitung in die Spalthütte transportiert.

Diese Abbaue erreichen bis über 30m Höhe und ebenso gewaltig Grundausmaße. Der Thüringer Hohlbau wurde bis ca. 1955 angewendet, danach gab es nur noch die rheinischen Abbaue, bei dem alles unbrauchbare Gestein im Abbau verbleibt.




Alte Munitionswürste zum Schießen (Sprengen). Das Material ist selbstverständlich nicht befüllt gewesen.


Inschrift an einem Förderquerschlag


Thüringer Hohlbau. Mittlere Förderstrecke. Gesamthöhe ca. 25m


Thüringer Hohlbau


Thüringer Hohlbau. Blick auf einen stehengelassenen Sicherheitpfeiler.


Kettenaufhängung. An diesen Ketten hingen die Hauer im Abbaustoß mit Bohrhämmer und bohrten die Löcher für den nächsten Abschlag. Dabei hatten sie bis zu 30m "Luft" zwischen sich und der Sohle.


Abbaukammer


Sicherheitspfeiler zwischen zwei Abbaukammern


Hinweistafel in der Richtstrecke


Untertage Flora.


Untertage Flora.


Abenteuerlicher Fahrtenturm in die nächste Abbaukammer. Der Befahrer oben hat diese Konstruktion nicht benutzt, sondern ist einen anderen Weg gefahren. Die Fahrung ist nicht mehr benutzbar!


Abbau: ca. 40m lang 10-15m breit und gut 30m hoch! Achtung! Die Dimension sind sehr schwer schätzbar, daher sind die Angaben ohne Gewähr!


Ketten am Abbaustoß: Arbeitsplatz der Bohrhauer.


Sitzholz für den Bohrhauer

 
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