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Eine Reise ins goldene Land Rumäniens - oder "Kein Schein aus Bukarest" Drucken E-Mail
Geschrieben von Michael Pfefferkorn   
Sonntag, 31. Oktober 2004

Tag 5 - Dienstag

"Das war Roşia Montană "

Am Dienstag hatten wir uns vorgenommen, Rosia Montana einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Das heißt: Ortsrundgang und alles fotografieren, was irgendwie mit Bergbau zu tun hat. Das hat dort so ziemlich alles.
Es ging vom Ortsanfang den Berg hinauf, vorbei an Häusern aller Art und Größe, die, ob ihrer Bergbausymbole, eindeutig für uns relevant waren. Die EUROGOLD hat schon gut ein Drittel des Ortes aufgekauft, wovon allgegenwärtig die blauen Schilder der Firma zeugen, die einem sagen "VERBOTEN! - ALLES UNS!" (oder so).


Halden auch direkt im Ort


Kompressorenstation "Irina"


ehem. Sprengmittellager


Kompressorenstation "Irina"


Kompressorenstation "Irina" - Micha Krumrei ging einfach rein - ohne "Schein aus Bukarest" - gemerkt hat es keiner!


Kompressorenstation "Irina"


Kompressorenstation "Irina" - Kühlturm


Haldenlandschaft


Denkmalschutz und Abriss gehen einher: Oben das blaue Verbotsschild von Eurogold, unten das etwas neuere Denkmalschutzschild vom Kulturministerium, welches gegen das Eurogold-Projekt kämpft.


Ortsstraße


(Sehr) frei übersetzt: "Wir danken denen, die sich um unsere Zukunft den Kopf zerbrechen, aber wir Leute von Rosia wollen unsere Zukunft selbst bestimmen" - Die breite Masse der Bevölkerung will ihre Heimat nicht aufgeben!
Nicht zuletzt deshalb:


Der (illegale) Abbau von Gold bringt den Menschen kleine Geldbeträge, die zum Überleben helfen. Bildbreite gut 30 cm!


Gediegen Gold XX auf Quarz


Blick über den Ort zum Cirnic


Für kein Geld der Welt: Unverkäuflich!


Ekaterina Munulesti Stolln (wird gerade aufgewältigt und soll später, wenn die EUROGOLD alles umgräbt, als Ersatz für das Besucherbergwerk herhalten; Stand bei etwa 40 m) - hier wurden um 1830 zwei Arbeitsverträge auf Wachstafeln aus römischer Zeit und Reste eines römischen Wasserrades gefunden.


Blick auf den Vaidoaia-Felsen


Cirnic


Roşia Montană: von links: Piciorag, Igre und Vaidoaia Felsen


Ohne "Schein aus Bukarest" kein Eintritt


Haldensturz
Nachdem wir den Ort mehr oder weniger komplett durchquert hatten und am Ortsrand durch die Haldenlandschaft zu unserem Ausgangspunkt zurückkehrten, stellte unser Führer fest "...das war Roşia Montană". Er meinte damit, dass wir diesen Programmpunkt (für ihn endlich) hinter uns haben, aber ich meine in diesen Worten liegt eigentlich mehr.



 
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