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14 Montanspeleologische Techniken Drucken E-Mail
Geschrieben von Maja Bürger und Georg Leupoldt   
Donnerstag, 25. November 2004

14.9.2 Verletztenbergung aus der Grube

Die sichere Bergung eines Verunfallten aus der Grube erfordert profunde Beherrschung der Technik, einen großen Materialaufwand und viele Helfer. Sie kann im Rahmen eines Grundlagen-Handbuches nicht beschrieben werden und erfordert vor allem umfassendes

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Abbildung 180: Kameradenbergung aus dem Seil nach unten

Erläuterung im Text

 Training.

In gewissem Maße ist der Aufwand natürlich abhängig von der Art der Verletzung und dem bis nach über Tage zurückzulegenden Weg. Solange es sich nicht um Bagatellen handelt, sollte eine solche Bergung generell Spezialisten überlassen werden. Unklar ist, welcher Weg dazu führt. Prinzipiell kann die

 Meldung über jede Notrufnummer abgesetzt werden. Über das Stichwort Altbergbau führt der Weg in Sachsen wahrscheinlich zunächst ins Oberbergamt – sicherlich ist es auch sinnvoll, bei einem Unfall gleich auf dessen Zuständigkeit zu verweisen, damit nicht unnötige Zeit verstreicht, wenn zunächst die Feuerwehr oder der Katastrophenschutz anfährt, womöglich mit einer Handtaschenlampe. Gehabterweise wird übers Oberbergamt die Grubenwehr informiert, welche die weiteren Bergungsmaßnahmen einleitet. Leider – ohne Überheblichkeit und ohne den Mitgliedern der Grubenwehr hohe Motivation, Einsatzbereitschaft und körperliche Bestform abzusprechen – liegt deren Aufgabenbereich im aktiven Bergbau und ihre Ausbildung und Ausrüstung ist auf diesen Bereich zugeschnitten. Für Rettungsaufgaben im Altbergbau am besten ausgebildet und ausgerüstet sind zweifellos die Höhlenrettungen. Die Telefonnummern aller genannten Institutionen sind im Kapitel 0 aufgeführt.

14.9.3 Materialbergung

Selbstverständlich können alle unter „Kameradenbergung“ beschriebenen Methoden auch auf leblose Gegenstände angewandt werden. Man wird sich dafür meist im Voraus mit der nötigen Technik versehen, nicht gerade alleine gehen, idealerweise vorher noch mal in ein spezielles Buch zum Thema Rettung schauen und vorher über Tage durchprobieren. So verbindet man das Angenehme mit dem Nützlichen, wenn man irgendeinen mittelschweren Grubengegenstand vor dem Vergammeln rettet und dabei gleich die jährliche Rettungsübung durchzieht. Auch die Stufenschläger unter den Befahrern müßte so etwas doch reizen?!

Etwas wirklich Zerbrechliches bekommt man, in Anlehnung an Höhlenrettungsmethoden, ganz gut in einem starren Behälter heraus, dessen verbleibende Hohlräume man ausschäumt. Vom Fund wird der Schaum natürlich durch eine Plastefolie getrennt!



 
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