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Mundloch mit Jahreszahl 1772.
Untertägigen Kalkstein-Abbau in der Gegend von Maastricht gibt es seit mehreren hundert Jahren. Der Kalkstein (dort Mergel genannt) wird als Baustein gewonnen. Abgebaut wird ein homogener, körniger Kalkstein aus der Oberkreide. Um Maastricht gab es rund 450 Gruben, darunter sehr kleine von nur einigen Metern Ausdehnung, aber auch große, viele Quadratkilometer umfassende Abbaufelder. Der Kalkstein wurde in Blöcken mit Hilfe von Sägen und Meißeln gewonnen. Deutlich sind an den Stößen die Abbauspuren und Abbaurichtungen zu erkennen. Sehr weit verbreitet sind Inschriften und Malereien an den Stößen, angefangen vom Ende des Mittelalters bis rezent, die interessante Zeitdokumente darstellen.
Die Fotos stammen von einer Exkursion nach Maastricht am 10.06.2001 mit Karsten Malcher, Uwe Tegeler und Thomas Witzke (alle Fotos T. Witzke). An dieser Stelle sei Joep Orbons (Maastricht) und seinen Mitstreitern ganz herzlich für die sehr interessante Führung gedankt.

Bild 2 Apostelgrube. Zeichnung auf Kalkstein.

Bild 3 Apostelgrube. Zeichnung auf Kalkstein, vermutlich aus dem 18. Jahrhundert

Bild 4 Apostelgrube. Deutlich ist der Raubbau an einem Pfeiler zu erkennen.

Bild 5 Apostelgrube. Kammer mit einem nicht völlig herausgearbeitetem Kalksteinblock.

Bild 7 Apostelgrube. Lampennische.

Bild 8 Apostelgrube. Zwei Abbausohlen, dazwischen eine als Werkstein nicht verwendbare Kalksteinschicht.

Bild 9 Apostelgrube. Zwei Abbausohlen.

Bild 10 Apostelgrube. Durchgang zu einer Abbaukammer.

Bild 11 Apostelgrube. In den Kalkstein gekratzte Inschrift von 1787.

Bild 12 Sint Pietersberg, Maastricht. Grubenriß.

Bild 13 Sint Pietersberg. Inschrift auf Kalkstein von 1644.

Bild 14 Sint Pietersberg. Inschrift von 1630.

Bild 15 Sint Pietersberg. Ein Stollen in der Grube.

Bild 16 Sint Pietersberg. Bunker in der Grube, in dem während des II. Weltkrieges Gemälde gelagert wurden, u.a. die "Nachwache" von Rembrandt.

Bild 17 Sint Pietersberg. Alte Zeichnung auf Kalkstein.

Bild 18 Sint Pietersberg. Großer Hohlraum mit nachgebrochener Firste.

Bild 19 Sint Pietersberg

Bild 20 Sint Pietersberg. |