AKTUELLES
Geben
sie Ihrem Vermögen einen Sinn und der Höhlenrettung
eine Perspektive auf Dauer!
Die
Stiftung der Höhlenrettung
Bericht
zum Silvesterschwimmen in Konstanz 28.12.2009
Zum
ersten Mal nahm dieses Jahr eine Gruppe von der Höhlenrettung-BW
beim traditionellen Silvesterschwimmen in Konstanz
teil. Jeder Teilnehmer erhält bei der Anmeldung
eine Fackel.
Mit dem Bus ging es dann zum Startplatz, dem Hafen
von Konstanz. Etliche Gruppen führten ein Floß
zum Abschuss von Feuerwerk mit.
Unter
dem Blick von vielen Schaulustigen und mit über
200 weiteren Schwimmern wagten es Claudia, Benjamin,
Sebastian, Rafael und Bernd in den 4°C kalten
Bodensee. Ausgerüstet mit Neoprenanzug, und "verkleidet"
mit Helm und Schlaz waren die 1,5 km Wegstrecke zum
Rheinbad das pure Vergnügen, ein super Erlebnis.
Ein sehr schöner Moment war auch das Unterqueren
der Rheinbrücke wo wieder viele Passanten zujubelten
und Musikkapellen spielten. Nach einem heißen
Tee und einer warmen Dusche fand der gemütliche
Abschluss in der Kantine des Landratsamtes statt.
Nächstes Jahr sind wir bestimmt wieder dabei.
Bernd Hugger
Grimpday
2009- Internationaler Wettkampf "Technische Rettung
mit dem Seil"
Am
10. Oktober 2009 war es soweit: Erstmals seit bestehen
des Wettkampfs nahm mit der Höhlenrettung Baden-Württemberg
ein deutsches Team teil. Ebenfalls neu: die Retter
der Höhlenrettung Baden-Württemberg arbeiten
alle ehrenamtlich.
Am Start waren Retter aus Belgien, Frankreich, England,
der Schweiz und Deutschland. Eine spanische Mannschaft
hatte kurz zuvor Ihre Meldung zurück gezogen.
Insgesamt 22 Teams traten bei dem Wettkampf in einem
Parcours gegeneinander an, bei dem Zeit, Kondition,
Geschicklichkeit und technische Fähigkeiten bewertet
wurden.
In
verschiedenen Aufgaben mussten die Retter Personen
aus dem Seil von einem Hochhaus und der Ladefläche
eines Muldenkippers retten, von einem Kran aus 35m
Höhe in schwankende Schnellboote abseilen, sich
mit Trage und Rettungsmaterial durch einen 700m langen
Tunnelparcours quälen, Patienten aus einem Steilhang
retten und medizinisch versorgen und verschiedene
andere seiltechnische Aufgaben bewältigen.
Den Höhepunkt bildete der abschließende
"Death Ride", eine Stahlseilbahn über
fast 600m Länge und mit einer Höhendifferenz
von über 100m.
Das Team der Höhlenrettung Baden-Württemberg
e.V. konnte am Ende mit einem respektablen 12. Platz
aufwarten.
Wir möchten uns an dieser Stelle recht herzlich
bei unseren Sponsoren, den Firmen MSA AUER und SINGING
ROCK für Ihre freundliche Unterstützung
bedanken.
I.
Bauer
Zur
Diashow aufs Bild klicken

Mit
der Jugendgruppe des LHK in die Todsburger Höhle
Das
45. Treffen der Jugendgruppe des Landesverbandes für
Höhlen- und Karstforschung Baden-Württemberg
e.V. unter der Leitung von Saskia Bartmann fand mit
der Höhlenrettung-BW statt. Insgesamt haben 16
Personen davon 10 Kinder und Jugendliche teilgenommen.
Nachdem alle mit Helm und Licht ausgerüstet waren
und einer Einweisung über das Verhalten in einer
Höhle, ging es hinein. Dem geräumigen Eingangsbereich
schließt sich eine niedere Passage an, worauf
Sinterbecken und teils rußgeschwärzte Tropfsteinwände
folgen. Im weiteren Verlauf steht der Boden unter
Wasser (mit Gummistiefel geht es hier leichter) bis
man das trockene geräumige Ende erreicht.
Hier wurde mit Rettungsdecken ein Wärmezelt gebaut
und die Kinder konnten sich von dessen Funktion überzeugen.
Inzwischen war auch der enge Durchschlupf trocken
gelegt, so dass der Seitengang bewundert werden konnte.
So eine Höhlentour macht hungrig. Nach dem Mittagessen
konnte gut gestärkt der Tragentransport in Angriff
genommen werden.
Ein "Opfer" war schnell gefunden und in
die REACT-Trage eingepackt. Die REACT ist eine aus
Kunststoff gefertigte aufrollbare Trage mit integriertem
Wirbelsäulenstützsystem. Mit vereinten Kräften
durften die Kinder ihren Patienten nach draußen
bringen. Es zeigte sich, dass in den niederen Passagen
ein schonender Transport gar nicht so einfach ist.
Den
Kindern und den beiden Höhlenrettern Rolf Westeroth
und Bernd Hugger hat die Aktion riesigen Spaß
gemacht.
Die
horizontal verlaufende Todsburger Höhle, bei
den Eselhöfen/Wiesensteig gelegen, ist eine ehemalige
Schauhöhle und mit einem Tor verschlossen. Der
Schlüssel kann beim Hotel Höhenblick oder
beim Bürgermeisteramt in Mühlhausen i. T.
abgeholt werden. Achtung, die Höhle darf nicht
mit dem in der Nähe liegenden Todsburger Schacht
verwechselt werden. Dieser ist nur von erfahrenen
Höhlengängern mit Seiltechnik befahrbar.
Samstag 10.10.2009
B. Hugger




Aktivitäten
im Verein - Mit Kindern auf Höhlentour
An
einem strahlenden Sonntagnachmittag trafen sich einige
Höhlenretter mit Ihren Kindern zur Befahrung
der Eichberghöhle. Endlich konnten die Kleinen
das umsetzen, was Sie schon seit längerer Zeit
geübt hatten.
Den Einstiegsschacht von fast 8 m Tiefe seilten unser
Nachwuchshöhlengänger alleine ab, hier war
nur noch Hilfe beim Einlegen des Seiles nötig.
Nach dem die ganze Rasselbande wohlbehalten unten
angekommen war, wurde jede Spalte und jede Kammer
erforscht. Keine Spalte war zu eng zum Schlufen. Die
Kinder waren voller Forscherdrang was später
auch an der Bekleidung zu sehen war. Nun ging es an
das Aufsteigen, die Kleinsten wurden über einen
Flaschenzug nach oben gebracht, unsere älteren
Teilnehmer durften aber nach eigenem Wunsch die Steigklemmen
benützen um so aus eigener Kraft aus dem Schacht
zu kommen.
Zum Schluss ging es dann noch zum Schloss Lichtenstein,
wo wir Erwachsenen uns gut gingen ließen und
die Kinder sich auf dem Spielplatz austobten. Alles
in allem ein schöner und erfolgreicher Nachmittag,
der unbedingt wiederholt werden muss, es warten noch
viele Höhlen aus unseren Nachwuchs.
30.09.2009
M. Hottinger


Höhlenreinigungsaktion
in der Gussmannshöhle
Am
12.09.2009 reinigten Mitglieder der Höhlenrettung
Baden-Württemberg die Turmhalle der Gussmannshöhle.
Im Lauf der Jahre hatte sich hier Holzbalken der alten
Besucherbrücke, Eisen- und Keramikteile der alten
elektrischen Beleuchtung, sowie einiges an anderem
Müll angesammelt. Der Müll wurde aus dem
Schacht gebracht und im Eingangsbereich der Höhle
zur Abholung durch die Gemeinde deponiert.




13.09.2009
Vorführung am Teltschikturm
Am
13.09.2009 gaben die Höhlenretter der Höhlenrettung
Baden-Württemberg anlässlich des jährlich
stattfindenden Turmfests in Wilhelmsfeld einige Kostproben
Ihres Könnens. Der Teltischikturm bei Wilhelmsfeld
steht der Höhlenrettung dank der Gemeinde Wilhelmsfeld
seit diesem Jahr als Übungsobjekt zur Verfügung.
Hier können aus 36m Höhe Abseil- und Aufstiegsübungen,
sowie Fortbildungen zur Patientenrettung mit der Trage
geübt werden.
Bei dem Turmfest wurde die Patientenrettung mittels
Rettungsdreieck und Trage, sowie die Rettung mit der
Schrägseilbahn vorgeführt.
I. Bauer




Teilnahme
am "Grimpday"
In
Belgien wird einigen Jahren der Grimpday, ein internationaler
Wettkampf der Höhenrettungsgruppen durchgeführt
(www.grimpday.com).
Dieses Jahr wird mit der Höhlenrettung Baden-Württemberg
e.V. zum ersten Mal seit Bestehen des Wettkamps ein
deutsches Team vertreten sein. Man darf gespannt sein,
wie sich die rein ehrenamtlich tätigen Mitglieder
der Höhlenrettung Baden-Württemberg e.V.
gegen die internationale Konkurrenz der Berufsfeuerwehren
der SRHT (Spezielle Rettung aus Höhen und Tiefen)
schlagen werden. Der Wettkampf findet am 10. Oktober
in Namur statt.
Anbei ein paar Impressionen vom Training.

11.07.2009
Familientag
Nachdem
Daniel uns alle zum Familientag am 11.Juli eingeladen
hatte erschienen wir pünktlich kurz vor 14.00
auf dem Parkplatz Kläranlage Grabenstetten. Nachdem
ein paar von uns bereits am Vormittag anreisten, begannen
wir langsam im Pulk der anderen Besucher unsere Schlaze
anzuziehen und uns für den Höhepunkt des
Tages: Tour durch die Gustav-Jakobs Höhle, fertig
zu machen. Nach einem letzten Beweisfoto am Auto von
Ingo und Angelika starteten wir sodann den schweren
Weg durch den von den Regengüssen der Tage zuvor
aufgeweichten Boden. Endlich am Eingang der Gustl
angekommen wurde uns der Weg dort hinein verwehrt.
Eine riesengroße Spinne veranlasste eine Horde
Jungs Ihr Quartier direkt am Eingang aufzuschlagen
und die Zeit bis zum Abgang der selbigen damit zu
verbringen den anderen Besuchern der Höhle ordentlich
ein zu heizen. Nachdem dann meine Tochter endlich
davon überzeugt werden konnte, dass die Spinne
erstens gar nicht so groß sei und es zweitens
im Innern der Höhle noch viel Größere
gäbe konnten wir endlich die Befahrung beginnen.
Nach einigen Strapazen und unendlich vielen Filmsequenzen,
die Harald als Profifilmer dort drin machen musste
erreichten wir bereits eine 3/4 Stunde später
den Ausgang. Hier mussten wir eine erste Rast einlegen
und konnten uns davon überzeugen, wie gut ausgerüstet
und gekonnt manch anderer Besucher sich durch die
Höhle zwängte - offensichtlich ist eine
Helmlampe am Kopf doch ein guter Ersatz für einen
Helm !
Dann ging es zum Auto zurück und nach einer kurzen
Lagebesprechung machten wir uns auf den Weg zum Grillplatz
vor der Falkensteiner Höhle.
Obwohl uns Daniel reichlich mit Holz und Zeitungspapier
versorgt hatte war es nicht notwendig dieses Zubehör
einzusetzen. Freundlicherweise hatten uns ein paar
nette Leute das Feuermachen übernommen. Sie verschwanden
dann leider auch sehr schnell samt ihrem Kasten Bier,
den sie dann leider mitnahmen.
Ausgerüstet mit Roten, Steaks, sogar Fisch samt
Brötchen und dazu notwendige Soßen gingen
dann die meisten von uns dazu über die Leckereien
auf dem Feuer zuzubereiten.
Parallel dazu wurde dann von ein paar von uns ein
Seiltraverse aufgebaut an dem sich dann die Kinder
erfreuen duften. Ganz besonders toll war dabei der
Kick, dass es über einen kleinen Bach ging.
Der weitere späte Nachmittag und der Abend bis
zum Schluss wurde dann damit bestritten sich über
viele private und fachliche Themen am Lagerfeuer zu
unterhalten. Hier bekam mein Sohn sogar eine fachkundige
Einweisung von Harry, wie man ein richtiges Feuer
macht !
Nachdem die meisten Getränke leer waren (es gab
kein Bier mehr) und meine Kinder langsam ins Bett
sollten wurde der Familientag mit einem Abschlussbild
um halb elf beendet.
Ich denke, dass ich Namen aller spreche, wenn ich
behaupte, dass dieser Tag wirklich schön gewesen
ist und von den insgesamt 10 Erwachsenen und 4 Kindern
genossen werden konnte . Schade nur, daß es
leider nur ein paar vergönnt war zu kommen und
ein paar von uns Ihrem Heimweg früher als vorgesehen
antreten mussten.
Axel


5.
Schulsanitätstag in Radolfzell am 25.7.09
Der
Schulsanitätstag ist die Abschlussveranstaltung
der Schulsänitäter für das zu Ende
gehende Schuljahr. Aus ganz Baden-Württemberg
sind über 400 Schüler nach Radolfzell in
die Tegginger Schule angereist. Hier präsentieren
sich die verschiedenen Rettungsorganisationen.
Der Höhlenrettung Baden-Württemberg wurde
die komplette Sporthalle zur Verfügung gestellt.
In der linken Hallenhälfte wurde der Film von
der Rettungsübung im Bauerloch gezeigt und das
Ausbildungsprogramm der Höhlenrettung vorgestellt.
An den Stationen in der rechten Hallenhälfte
mussten die Schüler selbst aktiv werden. Der
Höhlenparcour wurde mit einer Slackline abgeschlossen,
welche sehr gut ankam. Ob Wärmezeltbau, Tragentransport
oder am Tauchstand, von 10 bis 15 Uhr war Aktion in
der Halle. Den Schülern hat es sehr viel Spaß
gemacht.
Von der Tegginger Schule haben uns Marco und Steven
unterstützt, vielen Dank ihr Zwei, von der Höhlenrettung
waren Cornelia, Bodgan, Bernd, Harry und Rafael (Aufbau)
in Radolfzell.
Von 16 bis 22 Uhr fand anschließend das Rockkonzert
"REDROCK" mit 6 verschiedenen Bands statt.
Fazit, eine sehr schöne gelungene Veranstaltung,
welche uns viel Freude bereitet hat.
bh


Höhlenretter
im Kindergarten
(15.07.2009)
Bei der alljährlich statt findenden Waldwoche
des Kindergarten Steinborn (RP) konnten wir den Kindern
diesmal wieder eine besondere Attraktion bieten. An
einer von den Höhlenrettern installierten Seilrutsche
konnten die Kinder ihren Mut testen. Nachdem der erste
mutige Kandidat die Fahrt in die Tiefe wagte, waren
die anderen nicht mehr zu bremsen.
Jeder wollte "da runter" fahren. Gut gesichert
und mit Helm und Komplettgurt versehen brauchten sich
die Betreuer der Kinder keine Sorgen zu machen. Auf
die Frage was Ihm bei der Waldwoche am besten gefallen
habe, antwortete Gabriel (5 Jahre): Die Seilbahn fand
ich am schönsten.
Den Kindern hat es gut gefallen und uns hat die Aktion
auch Spaß gemacht.
ib
Höhlenrettung
auf Gefahrstoffsuche
Einen
nicht ganz alltäglichen Einsatz hatte die Höhlenrettung
am 12. Mai 2009 nahe Gönningen. Die Stadt Reutlingen
hatte die Retter um Begutachtung eines alten Stollens
nahe den ehemaligen Tuffsteinbrüchen gebeten.
Mit einem Trupp von 6 Mann führten die Höhlenretter
die Erkundung und Dokumentation des rund 65 Meter
langen Stollens durch, unter anderem um eine Gefährdung
durch Sprengstoffreste und ähnliche gefährliche
Überbleibsel auszuschließen.
Es konnten ausser Müll keine Besonderheiten in
dem Stollen entdeckt werden. Die Höhlenrettung
empfahl den sicheren Verschluss des Stollens - die
Stadt Reutlingen bedankte sich für die Leistung
des Vereins mit einer großzügigen Spende.
An dieser Stelle dafür nochmals herzlichen Dank.
Alexander
Maier
Geschäftsführer
Einseiltechnik
für Höhlenforscher
Der
April meinte es gut mit uns: Bei bestem Wetter fanden
sich 16 Teilnehmer am Seminar "Einseiltechnik
für Höhlenforscher" am Käpfle
Aussichtsturm bei Bronnweiler ein. Nach einer Einweisung
in Ausrüstung und Sicherheit ging es auch schon
zur Sache. Zunächst stand Abseilen auf dem Programm.
Für Ungeübte kann der knapp 15m hohe Turm
da schon zum Prüfstein für den inneren Schweinehund
werden. Von unten sah das doch gar nicht so hoch aus
Gut gesichert und im Bewusstsein, dass nichts passieren
kann, wuchs auch das Vergnügen an der Abseilaktion.
Danach kam dann der anstrengende Teil. Am Seil muss
man ja auch wieder hoch. Hier hilft die Schwerkraft
nicht mehr und jeder Meter muss erkämpft werden.
Auf den Wechsel vom Auf- in den Abstieg und umgekehrt
folgte die Bewältigung von Umsteigestellen zunehmenden
Schwierigkeitsgrads. Die Zeit ging ziemlich flott
vorbei und nur unsere Mägen und die zunehmend
lahmen Arme und Beine sagten uns, dass es Zeit war,
das wohlverdiente Abendessen in Münsingen-Auingen
anzupeilen. Dank der Arge Grabenstetten wartete in
Böttingen wieder ein heißer Holzofen und
ein gemütlicher Schlafplatz auf uns.
Am nächsten morgen ging es dann zum Frühstücken
nach Metzingen und frisch gestärkt dann wieder
ans Seil. Diesmal galt es, Routine in die erlernten
Techniken zu bekommen. Und Neues gab es auch: eine
Seilbahn in luftiger Höhe, Übersteigen von
Knoten, Wechsel von einem Seil in ein anderes und
einen Quergang galt es zu bewältigen. Für
Interessenten gab es eine Einführung in Kameradenrettung.
Auch am Sonntag spielte der Wettergott mit, wenn auch
erst nach anfänglichem Regentropfen.
Die Teilnehmer zeigten sich sehr wissbegierig und
auch uns Ausbildern macht es Spaß, wenn einem
solch eine Begeisterung entgegen schlägt. Ein
Abschlussessen in Reutlingen rundete das Wochenende
ab. Einziger Wehrmutstropfen: kurz nach Beendigung
unserer Ausbildung wurde der Aussichtsturm bei einem
Brand, der von unvorsichtigen Jugendlichen verursacht
wurde, schwer beschädigt. Wir hoffen aber dieses
einmalige Übungsobjekt bald wieder nutzen zu
können
.
Interessenten an dieser Ausbildung können künftige
Termine in der Rubrik "Termine" finden oder
fragen unter folgender e-mail-Adresse an: hoerebawue@hotmail.com
Ingo
Bauer

Höhenretter
tauschen Erfahrungen aus
Aus SZON - Internetportal der Schwäbischen
Zeitung:
WEINGARTEN
(sz) Die Höhenrettungsgruppe der Feuerwehr Weingarten
unter der Leitung von Oliver Walzer hatte zu einem
Erfahrungsaustausch und Übungen von Höhenrettungsdiensten
eingeladen. Schneetreiben und eisige Temperaturen
schreckten die Helfer nicht.
Neben
der Höhenrettungsgruppe der Feuerwehr Weingarten
nahmen Einsatzkräfte der Werkfeuerwehr EADS,
der Feuerwehren Villingen-Schwenningen und Balingen,
das Technische Hilfswerk Bendorf sowie die Höhlenrettung
Baden-Württemberg an der Veranstaltung teil.
Übungsobjekt war ein mehr als 30 Meter hohes,
leerstehendes Gebäude, das von der Volksbank
Weingarten zur Verfügung gestellt worden war.
An
sechs Stationen mussten Aufgaben erfüllt und
Schadenslagen bewältigt werden, die im täglichen
Einsatz auftreten können. So musste eine verletzte
Person (Dummy) nach einem Brand im siebten Obergeschoss
auf das zwei Stockwerke höher liegende Dach gerettet
werden. Weitere Möglichkeiten wurden wegen einer
Schadensausbreitung sowie starker Rauchentwicklung
ausgeschlossen.
Ausbildung
in Erster Hilfe
Die Helfer mussten sich unter Atemschutz vom Dach
abseilen, die Person medizinisch versorgen, transportfähig
herrichten und beim Hochziehen begleiten. "Die
Höhenretter haben eine umfassende Ausbildung
in Erster Hilfe absolviert. Um den Ansprüchen
gerecht zu werden, müssen jährlich etwa
80 Stunden Übungsdienst im Bereich der Höhenrettung
nachgewiesen werden", so Walzer.
Der
Abtransport des "Verletzten" wurde von einer
weiteren Gruppe übernommen. Über den Dachvorsprung
musste ein Schrägseilaufbau zum Boden hergestellt
werden. Möglichkeiten zur Befestigung der Hilfsmittel
boten ein Fahrzeug sowie Bäume. Begleitet von
einem Höhenretter erfolgte der Transport in einer
Schleifkorbtrage. Die Höhenrettungsgruppe der
Feuerwehr Weingarten wurde in der Vergangenheit etwa
zur Rettung eines Kätzchens aus einem Schacht
angefordert. Außerdem musste ein "Verletzter"
aus einem mehrere Meter tiefen Lichtschacht mittels
Dreibock und Schleifkorbtrage ins Freie gebracht werden.
Ein Retter musste sich zuvor zur Betreuung abseilen.
Walzer:
"Es war eine erfolgreiche Veranstaltung auf hohem
Niveau. Trotz widriger Witterungsverhältnisse
verlief alles reibungslos."
(Erschienen: 16.02.2009)
Mit
der Familie unterwegs
....ja,
das sollten wir mal machen, das würde bestimmt
unseren Kindern und Frauen auch mal Spaß machen...
dies waren die Gespräche der Väter bei einem
Treffen der Höhlenrettung.
Am Samstag, den 15. November war es dann soweit. An
einem sehr schönen Spätsommertag, trafen
sich mehrere Familien der Höhlenrettung am Käpfle
Aussichtsturm in Reutlingen. Gemütliches kennen
lernen der Familien, und spielen der Kinder mit Seilen
war ursprünglich geplant.
Letztendlich
haben wir die Kinder nicht mehr vom Seil wegbekommen,
es war ein ständiges hoch und runter. Die Kinder
fanden die Sache so spannend, dass selbst vierjährige
nach kurzer Zeit aus über zwölf m Höhe
mit dem Papa zusammen abseilten, was den Mamis gar
nicht so sehr gefiel.
Im Gegenzug dazu übten die Mamis dafür die
Einseiltechnik.
Gespielt und geübt wurde, bis es Nacht wurde.
Wenn es nach den Kindern gegangen wäre, hätten
diese am liebsten noch in der Dunkelheit weitergemacht.
Anschließend trafen sich ein Großteil
der Teilnehmer zu einem gemeinsamen Abendessen, wo
dann sofort beschlossen wurde, diese Aktion im kommenden
Jahr unbedingt zu wiederholen. Wir freuen uns schon
darauf.
M. Hottinger

Brauner
Lehm und blaue Flecken
Nix
für Jura-an-die Höhle-ranfahr-Weicheier:
Der Vereinsausflug 2008 der Höhlenrettung Baden-Württemberg
e.V. nach Vorarlberg hatte es in sich.
Sie
hatten es ja nicht anders gewollt: Angeführt
von "Reiseleiter" Alexander Maier nahmen
sieben Mitglieder der Höhlenrettung Baden-Württemberg
e.V. am Samstag, den 23.August den Anstieg zum Vorarlberger
Freschenhaus in Angriff. Drei der wackeren Retter
(M.Lynch, A.Schlierer und A.Maier) wurden für
ihr staubedingtes Zuspätkommen gleich mit einem
kräftigen Regenguss auf den letzten dreihundert
Höhenmetern der landschaftlich wunderschönen
Anmarschroute bestraft.
Nach kurzer Regeneration auf der Hütte (immerhin
hatte man sich gerade 700 Höhenmeter gegeben),
begab sich die Truppe zu der direkt am Haus gelegenen
Großen Freschenhöhle. 725 verzweigte Meter,
hohe Hallen, blockige Gänge und schöne Profile
belohnten die Mühen des Aufstiegs und gaben interessante
Eindrücke einer alpinen Höhle.


Nach einem gemütlichen Hüttenabend und einer
mehr oder weniger ruhigen Nacht war bereits am anderen
Morgen der Abstieg angesagt. Bei strahlendem Sonnenschein
war man nach knapp zwei Stunden an den Autos angekommen,
leider verabschiedeten sich dort bereits zwei der
Teilnehmer vorzeitig. Sie sollten dies allerdings
sehr wohl bereuen....Nach einer Stunde Fahrt über
das Furkajoch in den hinteren Bregenzerwald parkte
das verbliebene Fähnlein der Aufrechten in Schönenbach-Vorsäß
und machte sich auf zum Schneckenloch, der längsten
Höhle Vorarlbergs mit rund 2150 m Gesamtlänge
und 164 m Höhenunterschied. So schön und
eindrucksvoll (Klammen, Klettersteigpassagen, Wasserfälle)
der Aufstieg zur Höhle war, so steil war er.
300 Meter über Schönenbach führt ein
gewaltiges 50 Meter breites und 15 Meter hohes Portal
den Höhlenretter in die Tiefe. Nach zweieinhalb
Stunden "Bergtour mit Dach drüber"
(T.Damrau) und einem Betrieb wie an der Falkensteiner
Höhle an Pfingstsonntag - na ja, nicht ganz,
aber fast - stiegen wir zusammen ab ins Tal, wo uns
bereits der Gasthof Egender mit seinen wenn nicht
welt- so doch weitberühmten "Käsknöpfle"
erwartete. Darf man den dabei gewesenen Glauben schenken,
war es ein tolles Wochenende und jeder der nicht teilgenommen
hat, möge sich bitte in den Allerwertesten beißen.

Teilnehmer:
Margaret Lynch (s´Mädle), Alexander Maier
(Reiseleiter), Albi Schlierer ("komisch, die
Hütte kam mir früher viel größer
vor - na da war ich auch noch kleiner" (Pruuuuuust)),
Uwe Leuze (Canyon-Man 1 und Schlafdefizit-Junkie),
Thomas Hampp (Canyon-Man 2 und George Clooney-Double),
Bernd Hugger ("Haben sie noch was anderes zu
essen, als das, was auf der Speisekarte steht ?"),
Stephan Damrau (lässt die Familie im Wohnwagen
woanders in Österreich, während er sich
mit der Höhlenrettung vergnügt...also sowas)
Sicherungsmaßnahmen
in den Höhlen der Schwäbischen Alb
Auch
in diesem Frühjahr und Sommer waren wieder einige
Mitglieder der Höhlenrettung Baden-Württemberg
in den Höhlen der Schwäbischen Alb unterwegs,
um Bohrhaken und Spits auf Ihre Sicherheit hin zu
kontrollieren.
Auf verschiedenen Kontrollfahrten quer über die
Schwäbische Alb, wurden in mehreren Schachthöhlen
die Sicherungs- und Abseilstellen kontrolliert und
gegebenenfalls durch neue Laschen und Expressanker
aus witterungsbeständigem Edelstahl ausgetauscht.
So wurden die teils sehr alten und abenteuerlichen
Haken aus Abseilstrecken mit über 30 m Tiefe
saniert und so etwas für die Sicherheit der Höhlenbefahrer
getan. Die neuen Anker wurden zum großen Teil
von Mitgliedern der Höhlenrettung gespendet.
Solche Aktionen kosten Zeit und Geld, lohnen sich
aber im Hinblick auf die Prävention von Höhlenunfällen.
Weiter wird durch sichere Einbauten das Setzen von
zusätzlichen Spits reduziert. Wer manche altbekannte
Abseilstelle ansieht findet oft auf kleinen Flächen
einen Spit neben dem Anderen. Die nicht rostfreien
Spit haben durchaus noch Ihre Berechtigung bei der
Erforschung von Höhlen, da sie einen minimalen
Impakt in die Höhle darstellen und gleichzeitig
gute Sicherheit bieten. In häufiger befahrenen
Höhlen wird dagegen inzwischen meist auf Edelstahl-Einbauten
zurück gegriffen. Sie bieten hohe Sicherheitsreserven,
sind den Belastungen bei einer Höhlenrettung
gewachsen und sind Umweltfreundlich, da sie das unkontrollierte
Setzen von Spits verhindern.
Im nächsten Jahr sollen die Kontrollen fortgesetzt
werden.
Michael Hottinger


Instandsetzung
Marienschlucht Mai 2008
ALLENSBACH. Schrauben anziehen.
Zementreste beseitigen. Grassamen ausbringen.
Die Liste, die das Bergamt Freiburg den acht Helfern
der Höhlenrettung Baden-Württemberg aufgetragen
hatte, war umfangreich. Und all das war nicht einfach
im ebenen Gelände zu erledigen, sondern mitten
in den bis zu 30 Meter hohen Wänden der Marienschlucht.
Die Spezialisten für seilunterstützte Rettung
hatten der Gemeinde Allensbach ihre Hilfe bei der
Instandsetzung der Klamm zugesagt. Es ist zwar
nicht unter Tage, aber statt im Seil hängend
verunglückte Höhlenforscher zu retten machen
wir auch gerne mal Landschaftspflege, erläutert
Rafael Grimm.
Der Höhlenretter aus Rielasingen ist Ortsbaumeister
der Insel Reichenau und hatte zusammen mit seinem
Allensbacher Kollegen die Aktion organisiert.
Am Mittwoch rückten die Höhlenretter
an und arbeiteten bis in den späten Abend hinein
im steilen Fels. Ganz schön schweißtreibend
fand Michael Hottinger. Der 40jährige aus Metzingen
war im unteren Teil der Schlucht beschäftigt.
Mit einem riesigen 46er Ringschlüssel zog er
die Schrauben der den Hang sichernden Leitplanken
nach.
Betonreste mussten mit Hacken abgeschlagen werden.
Danach säten die Helfer Grassamen aus. Das Grün
soll mit seinem Wurzelwerk den Hang stabilisieren.
Dass es derzeit noch zu gefährlich ist, Touristen
in die Schlucht zu lassen, zeigte sich bei den Sicherungsarbeiten.
Alte Eisengeländerteile lagen locker im Hang
und wurden von den Höhlenrettern geborgen. Mit
Hilfe einer Motorsäge zerkleinerte Grimm und
sein Team einen fast tonnenschweren Baumstumpf. Dieser
hing direkt über dem Schluchtweg. Beim
nächsten Regen hätte der abschmieren können,
schätzt Grimm die Lage ein. Auch wenn der Einsatz
der Höhlenretter freiwillig und mühsam war,
so war sich der Sicherungstrupp in einem einig: Der
Ausblick auf den See entschädigt für so
manchen Schweißtropfen.

Höhlenrettung
Baden-Württemberg unter neuer Führung
GRABENSTETTEN.
Mit einer neu zusammengestellten Führungsspitze
geht die
Höhlenrettung Baden-Württemberg e.V. ins
Jahr 2008. Bei der
Jahreshauptversammlung am vergangenen Sonntag stellten
sich der
Gründungsvorsitzende Wolfgang Morlock sowie sein
Stellvertreter Alfred
Kösling nicht mehr zur Wahl. Dies teilte der
Geschäftsführer der
Rettungsorganisation, Alexander Maier, mit.
"22
Jahre sind genug, jetzt muss mal frischer Wind rein",
kommentierte
der scheidende Vorsitzende Wolfgang Morlock aus Freiberg
am Neckar
seine Entscheidung. Diese frische Brise sollen Ingo
Bauer, angehender
Geowissenschaftler aus Mannheim als Vorsitzender,
und Michael Wasmund
aus Tübingen als dessen Stellvertreter bringen.
Beide sind in der
Rettungsorganisation keine Unbekannten. Bauer ist
bereits seit mehreren
Jahren als Ausbildungsleiter in der Höhlenrettung
tätig und auch
IT-Spezialist, Wasmund war bereits Amtsträger
in der
Untertage-Rettungsorganisation, bevor er zwischenzeitlich
drei Jahre in
Australien lebte, informiert Alexander Maier.
"Wir
sind auf einem guten Weg, und wir werden den von Wolfgang
Morlock
eingeschlagenen Kurs vorerst nicht ändern",
lautet Bauers Ausblick auf
die Zukunft des Vereins.
Den
Posten des Ausbildungsleiters übernimmt nun Daniel-Frank
Bauer, ein
engagiertes Jungmitglied aus dem Kreis Calw. Die Arbeit
des
Geschäftsführers und des Schatzmeisters
bleibt wie bisher in den Händen
von Alexander Maier und Joachim Messmer.
Als
Dank für ihr Wirken im Verein, wurde unter anderem
auch der
scheidende Depotwart Matthias Leyk mit einem Präsent
bedacht. Wolfgang
Morlock hingegen hatte besonderen Grund zur Freude:
Ihm verlieh der
Vorstand die Würde des Ehrenvorsitzenden.
Besuch
der Höhlenrettung B.W. beim 10. Internationalen
Montanhistorik-Workshop in Dittrichshütte/Thüringen

Vom
03.10. - bis 7.10.2007 trafen sich im ehemaligen Bergbauort
Dittrichshütte über 100 interessierte Montanhistoriker
aus ganz Europa. Die
Veranstaltung fand im Kinder- und Jugenderholungsdorf
Dittrichshütte
/Thüringen statt. Es konnte kein passenderer
Ort für diese Veranstaltung
gefunden werden: Das Kinder- und Jugenderholungsdorf
war ein ehemaliges
Wismut-Objekt. Der typische Baustil ist heute noch
klar erkennbar.
Bereits
ab Mittwoch Vormittag füllte sich langsam das
Tagungsbüro mit den
anreisenden Gästen, die Zimmer und die Unterlagenmappe
wurde an alle
Teilnehmer verteilt. Diese konnten sich noch zu verschiedenen
Exkursionen
eintragen. Ab 13.45 Uhr wurden dann diese durchgeführt.
Am Abend fand die
Begrüßung der Gäste statt . Mehrere
Fachvorträge und gemütliches
Beisammensein, das bis in den frühen Morgen dauerte,
rundeten den Abend ab.
Am kommenden Morgen wurde der Workshop durch die Landtagspräsidentin
von
Thüringen eröffnet. Nach den Grußworten
wurden von verschiedenen Referenten
Fachvorträge abgehalten. Ab 13.45 Uhr fanden
erneut verschiedene
Halbtagsexkursionen rund um Saalfeld statt.
Ziel
der Exkursionen war unter anderem die Maxhütte,
die Eisenerzgrube
Wittmannsgereuth oder die Feengrotte um nur einige
Beispiele zu nennen.
Der
Freitag Vormittag war mit interessanten Vorträgen
belegt, der Nachmittag
wurde von verschiedenen Workshops belegt. An verschiedenen
Stationen, wie
Biwak, SRT für Einsteiger, Vermessung, Setzen
von Ankerpunkten, usw..
konnten sich die Teilnehmer weiterbilden. Am Abend
fanden erneut
verschiedene Vorträge über Bergbau und Bergbaugeschichte
statt.
Leider
musste ich am Freitag Abend abreisen. Am Sa. und So.
waren noch
weitere interessante Ganztagesexkursionen ausgeschrieben.
Als Höhlenforscher war es ein etwas anderer Ausflug
in die Bergbauwelt, und
in die Geschichte des Bergbau im Mittelalter, zu DDR
Zeiten und heute. Es
konnten interessante Informationen zum Thema Rettung
und Befahrung
ausgetauscht werden.
Am Schluss möchte ich mich herzlich mit "Glück
Auf" für die freundliche Aufnahme
und die vielen tollen Gespräche bedanken.
Michael
Hottinger
Anmerkung:
Wir haben uns sehr gefreut, daß Michael als
Vertreter der Höhlenrettung-BW auf diesem Montanhistorik-Workshop
dabei war. Vor allem bei den praktischen Workshops
stellte sein Fachwissen und seine Erfahrung eine willkommene
Bereicherung dar.
Selbstverständlich war auch sein liebevoll aufgebauter
Verkaufsstand zu fast jeder Zeit ein Anziehungsmagnet
für viele aktive Befahrer und Technikfreaks.
So konnte man, mit den Objekten der Begierde in der
Hand, mit Gleichgesinnten den Nutzen und die speziellen
Vor- und Nachteile der Ausrüstungsgegenstände
erörtern und unter fachkundiger Beratung auch
seine Ausrüstung direkt vor Ort erweitern und
komplettieren! Herzlichen Dank dafür.
Mehr
Infos zu diesem und den vorangegangenen Montanhistorik-Workshops
findet man unter:
http://www.montanhistorik.de
Michael
Krumrei
für das Organisationsteam 2007

20.
Oktober 2007:

Bergungsaktion
Albstadt 27./28.08.2007
Zu
einer nicht ganz alltäglichen Bergungsaktion
wurden die Helfer der Höhlenrettung Baden-Württemberg
e.V. am 27.8.07 gerufen: Bei einer Horizontalbohrung
mit rund 15 Grad Neigung zur Erstellung einer Gaspipeline
im Bereich des Zollersteighofes kam es in rund 80
m Entfernung zum Stollenportal zum Verlust von fünf
Bohrköpfen. Dadurch konnte die Bohrung nicht
weitergeführt werden, hohe Ausfallkosten im sechsstelligen
Bereich drohten. Die Spezialisten der Höhlenrettung
Baden-Württemberg e.V. wurden darauf hin von
den Stadtwerken Albstadt mit der Bergung beauftragt.
Nach Inspektion der Bohrstelle am Montag wurde von
Einsatzleiter Alexander Maier für den Dienstag
morgen ein Bergungsversuch angesetzt.
Dienstag
morgen, 9:30 Uhr
Das
Bergungsteam, bestehend aus Albrecht Schlierer, Daniel-Frank
Bauer, Michael Hottinger und den Einsatzleitern Alexander
Maier und Matthias Leyk trifft sich zur Lagebesprechung
am Zollersteighof. Mitgeführt werden Seile, Winden,
Telefone, Tragen, Notfall-Ausrüstung sowie Gesteinsbearbeitungswerkzeug.
Albrecht und Daniel befahren das nur 60 cm weite,
schlammige Bohrloch. Mit sich führen Sie einen
Metalldetektor, eine Kunstoffschale zum Transport
und ein Seil. Zudem verlegen Sie eine Michiphone-Verbindung
nach unten. Gegen Mittag können zwei der Bohrköpfe
gefunden und geborgen werden. Eine Absuche des Bohrtunnels
bis ca. 140 Meter vom Eingang ergibt keine weiteren
Funde direkt im Bohrkanal. Somit kann die Verlegung
der Gaspipeline ohne größeren Aufwand weitergeführt
werden. Um ca. 16 Uhr sind alle Bergungs- und Aufräumarbeiten
beendet.
(A.Maier)

. Schulsanitätstag
in Radolfzell am Bodensee
Am
21. Juli 2007 fand in Radolfzell am Bodensee der 3.
Schulsanitätstag statt.
Mit dieser Veranstaltung wurde den Schulsanitätern
der Klassen 1-13 des Landkreises Konstanz und anderen
Landkreisen in Baden-Württemberg erneut für
ihre Tätigkeit gedankt und ihnen die Möglichkeit
gegeben, sich über andere Bereiche des Rettungswesen
(DLRG, freiwillige Feuerwehr, THW, DRK Bergwacht Württemberg
, Jugendrotkreuz, DRK Hunderettungsstaffel und Höhlenrettung
Baden-Württemberg) zu informieren. Schon im Vorfeld
der Veranstaltung kam von vielen Teilnehmern die Frage,
ob denn auch wieder die Höhlenrettung dabei sei.
In der Begrüßungsrede erzählte Herr
Landrat Frank Hämmerle, aus dem Landkreis Konstanz,
ausführlich von seiner Tour in die Aachdoline
mit Rafael Grimm und Rainer Friedrich und erklärte,
wie wichtig und interessant er die Arbeit der Höhlenrettung
findet, von der die meisten Personen noch nichts gehört
haben. Herr Landrat Hämmerle war beim letzten
Schulsanitätstag auf uns aufmerksam geworden
und hatte dort den Wunsch geäußert gerne
mal eine Höhle zu befahren, was im Juni verwirklicht
werden konnte.
Die HR-BW war mit 5 Personen vor Ort (Rafael und Susanne
Grimm, Rainer Friedrich, Bernd Hugger und Silke Brumme).
Es sind ungefähr 360 Schulsanitäter plus
Betreuer zum Schulsanitätstag gekommen, die in
5 Gruppen die einzelnen Stationen der jeweiligen Rettungsorganisationen
für ca. 35 Minuten besuchten.
Bei uns durften die Schulsanis in Teilgruppen zu ca.
20-25 Personen einen 10-minütigen Film von Matthias
Leyk über die Rettungsübung in der Laichinger
Tiefenhöhle im Februar 2006 anschauen, eine Person
in die SKED-Trage einpacken sowie einen Parcour absolvieren.
Der Parcour mit Engstellen, der wieder mit Geräten
aus der Sporthalle aufgebaut worden war, war dieses
Jahr etwas anspruchsvoller. Nach einer horizontalen
Kriechstrecke ging es eine Schräge mit ca. 30°
Steigung hoch, die nur kriechenderweise zu bewältigen
war. In ca. 1,8 m Höhe mußten die Kids
sich durch ein Loch in der Sprossenwand hindurcharbeiten
und anschließend wieder auf den Boden hinunterklettern.
Dieser Parcour durfte erst ohne und dann mit Schleifsäcken
durchkrochen werden. Die Schleifsäcke waren z.B.
mit Bleigurten, Medizinbällen und Wolldecken
gefüllt. Parallel dazu wurde mit 2 Heulruftelefonen
vom Höhleneingang zum Endpunkt der "Bodenseehöhle"
eine Meldung gemacht, wieviele Personen, von welcher
Schule, wieviele Schleifsäcke nach hinten bringen.
Die ca. 35 Minuten für jede Gruppe vergingen
wie im Flug und wie letztes Jahr hatten die Kids wahnsinnig
viel Spaß und ließen sich trotz des schwülwarmen
Klimas in der Turnhalle nicht bremsen.
Die Veranstaltung war für die HR-BW aus unserer
Sicht erneut ein voller Erfolg. Wir planen nächstes
Jahr wieder beim Schulsanitätstag mitzumachen
und würden uns freuen, wenn noch andere Höhlenretter
Lust und Zeit haben mitzuhelfen.
Silke
Brumme
FERIENPROGRAMM
/ Verschönerungsverein und Höhlenrettung
veranstalten beliebtes Programm
Schüler erkunden die Falkensteiner
Höhle
Ausgerüstet
mit Helmen und Taschenlampen machten sich die Teilnehmer
auf in Dunkelheit und Nässe
Sehr
beliebt beim Ferienprogramm war auch in diesem Jahr
die Begehung der Falkensteiner Höhle. Eine abenteuerliche
Aktion, die den Kindern stets Spaß macht.
BAD
URACH Der Verschönerungsverein Bad Urach und
die Höhlenrettung Baden-Württemberg machten
die aufregende Erkundung möglich. Zunächst
mussten alle 36 Kinder mit Helmen und Taschenlampen
ausgerüstet werden. Stabiles Schuhwerk und nicht
zu leichte Kleidung waren empfohlen worden und so
konnte das Abenteuer Höhlenbegehung beginnen.
Nach
kurzer Wanderung an die steilen Albfelsen machten
sich die Kinder in kleinen Gruppen, jeweils begleitet
von drei Höhlenführern auf in die Dunkelheit
und Nässe der Höhle. Der Höhlenbach
führte wegen der Niederschläge der vergangenen
Tage reichlich Wasser, sodass sogar die ersten, leicht
zugänglichen Meter, von den Kindern einiges an
Geschick verlangten.
Fünf
Kilometer in den Fels
Die
Falkensteiner Höhle führt zwar insgesamt
rund fünf Kilometer in den Fels, ohne Tauchausrüstung
sind aber nur die ersten paar Meter ohne jegliche
Gefahr begehbar. Wer weiter will, muss einen Siphon
durchtauchen, erklärt Alexander Maier, Geschäftsführer
der Höhlenrettung Baden-Württemberg. Zum
Abschluss des Höhlenabenteuers bewirteten die
Mitglieder des Verschönerungsverein die jungen
Höhlenforscher mit einem Vesper. Möglich
wurde die Veranstaltung durch die Unterstützung
diverser Sponsoren. Sehr schade sei, bedauerte der
Organisator Gerhard Schwenninger, dass zwölf
Kinder, obwohl angemeldet, nicht erschienen seien.
Bei pflichtgemäßer Abmeldung hätten
nämlich die Kinder nachrücken können,
die auf der langen Warteliste standen.
Alexander
Maier
Bergungskostenversicherung
bei der Höhlenrettung
Liebe
Höhlenforscherkollegen,
die
Höhlenrettung Baden-Württemberg e.V. ist
ab dem 1.1.2007 in der Lage, ihren Einzelmitgliedern
eine Bergungskostenversicherung für Höhlen-,
Berg- und Skiunfälle anzubieten.
Abgedeckt
sind Such- und Bergekosten inkl. Flugrettungskosten
auch wenn der Versicherte in Wassernot gerät.Die
Deckung beträgt max. 14000 Euro pro Person und
gilt europaweit.
Der Beitrag beträgt jährlich 13 Euro, versichert
sind damit der Einzahler, sein Ehepartner bzw. Lebensgefährte,
sowie die im gemeinsamen Haushalt lebenden Kinder
bis 18 Jahren.
Bedingung für diese Versicherung ist eine Einzelmitgliedschaft
bei der Höhlenrettung Baden-Württemberg
e.V.
Der
Geschäftsführer der Höhlenrettung Baden-Württemberg
Höhlenrettung
im Kindergarten
Am
Mittwoch, den 17. Mai wurden wir eingeladen, anlässlich
der jährlich veranstalteten "Waldtage"
des Kindergartens Steinborn (Eisenberg, Rheinland-Pfalz)
den Kindern etwas vorzuführen. Nach kurzer Überlegung
kam dann die Idee auf, eine Seilbahn in einem aufgelassenen
Steinbruch zu bauen und die Kinder dort hinab fahren
zu lassen.
Da
es schwierig ist, passende Gurte für 5-jährige
zu finden, wurden die Kinder kurzerhand in ein Rettungsdreieck
gesetzt und los ging's.
Für
uns war es schön, mit den Kindern zu arbeiten,
für die Kinder war es ein Heidenspaß.
Angelika und Ingo Bauer
Besuch der RETTmobil
2006
Am Do., den 11. Mai und besuchten Ingo
Bauer und Michael Hottinger die Rettmobil in Fulda.
Bei dieser Messe handelt es sich um die Europäische
Leitmesse für Rettung und Mobilität. Hier
wurde vom Pflaster bis zum Rettungswagen alles gezeigt,
was für den Notfalleinsatz in In- und Ausland
benötigt wird.
Wir arbeiteten uns durch Berge von Blaulichtern,
Rettungstragen und Beatmungsgeräten.
Es wurden alte Kontakte gepflegt und
neue Kontakte aufgebaut, Kritik und Anregungen verteilt.
Erwartungsgemäß konnten viele der vertretenen
Aussteller mit dem Begriff Höhlenrettung zunächst
wenig anfangen. Durch Gespräche wurden wir wieder
darin bestätigt, dass Rettung aus unterirdischen
Hohlräumen ein gewisses Stiefmütterchendasein
fristet.

Im Freigelände gab es Vorführungen
über Höhenrettung und einer Rettungshundestaffel.
Weiter war ein Sanitäts-Zelt mit OP der Bundeswehr
aufgebaut.
Wir kamen in den Genuss einer Probefahrt im kampfwertgesteigerten
Sanitätspanzer Fuchs der Bundeswehr. Bei voller
Geländegängigkeit ist der Sanitätspanzer
ausgestattet wie ein RTW und kann maximal zwei Patienten
aus mittel- bis hochgefährdetem Gelände
evakuieren und versorgen.
Krankenwagen in allen Formen und Farben,
vom Rettungssmart bis fast zum Raumschiff war alles
vorhanden.
Nach einer kurzen Stärkung im Verpflegungszelt
wurden nun nochmals die Messehallen unsicher gemacht.
Rettungsschere, Splitterpinzette und Bücher wurden
gekauft und Berge an Katalogen mitgenommen.
Wie wir fanden eine sehr informative
Messe die wir mit Sicherheit im kommenden Jahr wieder
besuchen werden.
Michael Hottinger
Feier anlässlich
des 20-jährigen Bestehens de Höhlenrettung
Baden-Württemberg e.V
Am Samstag, den 06.05.2006 trafen sich
etwa 65 Mitglieder und Gäste der Höhlenrettung
im Gasthof Lamm in Bad Urach/Hengen um das 20-jährige
Bestehen der Höhlenrettung zu feiern.
Im Vorfeld der abendlichen Festveranstaltung fand
eine Schauhöhlentour in die Sontheimer Höhle
und eine Befahrung der Falkensteiner Höhle statt.
In seinem Grußwort umriss der
1.Vorsitzende Wolfgang Morlock den langen und steinigen
Weg der zur Gründung der Höhlenrettung Baden-Württemberg
führte.
Da Versicherungen immer nur die finanzielle Seite
einer Rettung abdecken können, und Höhlenforschung
immer mit einem gewissen Risiko verbunden ist, kam
der Gedanke auf, eine Hilfeleistung von Höhlenforschern
für Höhlenforscher zu organisieren, um eine
effiziente und kostengünstige Rettung zu ermöglichen.
So fand 1975 das erste Treffen von Höhlenforschern
statt, bei dem man sich darüber Gedanken machte.

1977 zeigte ein Einsatz im Mordloch
bei Geislingen die Notwendigkeit einer speziell ausgerüsteten
und ausgebildeten Rettungsgruppe auf.
So kam es dann endlich, im Jahr 1985, zur Gründung
der Höhlenrettung Baden-Württemberg e.V.
"Höhlenrettung ist Teamwork, der Einzelne
schafft gar nichts" so Wolfgang Morlock in seinen
einführenden Worten.
Es folgte ein Vortrag von Markus Boldt, Arge Grabenstetten,
zu den aktuellen (und erstaunlichen!) Ergebnissen
der Grabung in der Vetterhöhle.
Er zeigte, was Wenige mit viel Engagement erreichen
können.

Bild von T.Müller
Das anschließende Drei-Gänge
Menü war so reichlich, dass selbst hungrige Höfos
nicht in der Lage waren, das Aufgetragene zu verdrücken.
Bei bester Stimmung im Saal fieberten alle dem Festvortrag
der Arge Bad Cannstadt ,"Das Riesending- die
tiefste Höhle Deutschlands", entgegen. Thomas
Matthalm präsentierte in einer eindrucksvollen
Präsentation die Forschung auf dem Untersberg.
Ein Film über eine Befahrung der derzeit tiefsten
Höhle Deutschlands rundete den Vortrag ab. Das
anschließende gesellige Beisammensein zog sich
noch lange hin, es wurden (Höhlen-)Geschichten
erzählt und viel gelacht.
Mein Fazit: Ein rundum gelungener und
kurzweiliger Abend, der, so glaube ich, allen Beteiligten
viel Vergnügen bereitet hat.
I. Bauer
Höhlenrettung
- In der Reutlinger Feuerwache wurde das zweite Materialdepot
des Landes eingerichtet
Ganz nah an den Alb-Höhlen
VON GERHARD SCHINDLER
REUTLINGEN. Sie werden immer dann gerufen, wenn jemand
ganz tief drin sitzt.
Als private Rettungsorganisation ist der Verein Höhlenrettung
Baden-Württemberg darauf spezialisiert, Verunglückte
aus Höhlen und
Stollengängen zu befreien. Bei der Feuerwehr
Reutlingen haben die
ehrenamtlichen Retter seit gestern ihr zweites Materialdepot
eingerichtet.
Ursprünglich waren sie eine Selbsthilfetruppe
von Höhlenforschern. Seit 1985
sind sie als Verein organisiert, die 130 Mitglieder
wohnen quer über
Baden-Württemberg verstreut. Doch sie alle verbindet
nicht nur das eigene
Interesse an der Erkundung unterirdischer Hohlräume.
Sie sind darüber hinaus
dazu ausgebildet, andere aus Gefahrensituationen unter
Tage zu befreien.
Alarm übers Vereinsnetzwerk
»Meistens sieht das so aus: ein Sturz in einer
Höhle, Knochenbrüche, danach
Unterkühlung«, schildert Alexander Maier
aus Tübingen, Geschäftsführer der
Höhlenrettung e.V., einen typischen Unfall. Dann
rufen die Rettungsdienste
die Höhlenretter zu Hilfe. Die alarmieren übers
Vereins-Netzwerk die eigenen
Fachleuten: Mehr als 30 Höhlentaucher sind darunter,
daneben Seiltechniker,
Telekommunikationsspezialisten, Ärzte oder, wie
Maier selbst, Krankenpfleger.
Bisher besaß der Verein, der sich ausschließlich
durch Spenden finanziert,
ein einziges Materialdepot in Lenningen-Schopfloch
auf der Schwäbischen Alb
südlich von Kirchheim/Teck.
Darin steckt alles, was die Retter bei einem Einsatz
benötigen könnten:
Seile und Flaschenzüge, Tragen und Isolier-planen,
Lampen und Kocher, die
Notfallausrüstung eines Krankenwagens, Verpflegung
und Ersatzkleidung -
alles wasserdicht in Plastiktonnen und Schleifsäcke
verpackt, die man hinter
sich her-zieht, wenn man in eine der 3 000 Höhlen
Baden-Württembergs
kriecht. Jetzt haben die Höhlenretter in Reutlingen
ein zweites Depot eingerichtet.
Im Werkstattgebäude der Feuerwache füllen
die 300 Kilogramm Ausrüstung in 25
Säcken, Kisten und Koffern ein kleines Regal
- und werden künftig von den
Feuerwehrkollegen zum Einsatzort transportiert. »Auf
unserer Wunschliste
steht zwar auch noch ein eigener Transporter«,
erläuterte Matthias Leyk,
Materialwart der Höhlenretter, »aber den
können wir uns noch nicht leisten«.
Künftig sorgt deshalb die Kooperation mit der
Reutlinger Wehr dafür, dass
das Rettungsmaterial schneller vor Ort ist - zumal
die Karsthöhlen der
Schwäbischen Alb zum wichtigsten Einsatzgebiet
gehören. »Für die
Falkensteiner Höhle bei Bad Urach haben wir fast
schon ein Abonnement«, sagt
Alexander Maier. Mehr als 500 Besucher zieht es jährlich
in die leicht
zugängliche Höhle, darunter Unerfahrene
und schlecht Ausgerüstete, die sich
zu weit vorwagen und dann bei einsetzendem Regen vom
Höhlenbach
eingeschlossen werden. Bei Temperaturen von höchstens
acht Grad wird daraus
schnell ein Notfall. Gestern weihten Wolfgang Morlock,
Vorsitzender der
Höhlenretter, Reutlingens Feuerwehrkommandant
Harald Herrmann und Wolfgang
Aierstock, Leiter des Führungs- und Lagezentrums
der Reutlinger Polizei, das
Materialdepot ein. (GEA)
Quelle: Reutlinger Generalanzeiger

URL-Änderung
Die
URL der Höhlenrettung Baden-Württemberg e.V.
hat sich vereinfacht.
Die
Homepage ist jetzt auch unter http://www.hoehlenrettung-bw.de
zu erreichen.
Die
alte URL bleibt aber bis auf weiteres bestehen.
Höhlenrettungs-Mailingliste
im Web!
Seit
1999 gibt es im Internet eine Mailingliste welche sich
ausschließlich mit Höhlenrettungsthemen befasst.
Diese Mailingliste wurde von mir eröffnet, um allen
an der Höhlenrettung interessierten Personen ein
Forum zu bieten, sich auszutauschen, zu Sachthemen zu
diskutieren und eigene Meinungen oder Erkenntnisse zu
veröffentlichen. Man kann sich unter der Adresse
http://www.coollist.com
anmelden.
Wer
eigene Beiträge hat möge diese bitte per E-Mail
an
caverescue@coollist.com
senden.
Da die "International Cave Rescue Mailinglist", wie
schon der Name sagt, nicht nur auf den deutschsprachigen
Raum begrenzt sein soll, ist esnatürlich von Vorteil
Beiträge in English abzufassen. Jedoch ist auch
jede andere Sprache möglich. Bitte verbreitet die
Mailingliste in Eurem (Höhlenrettungs-) Bekanntenkreis
weiter um sie zu einem erfolgreichen Medium zu machen.
Alexander
Maier
Ungewöhnlicher
Einsatz für Höhlenretter
Mittwoch,
22. Oktober 2003
Zu
einem ungewöhnlichen Einsatz wurde Matthias
Leyk, ein Einsatzleiter der Höhlenrettung Baden-Württemberg
e.V. angefordert. Die Kriminalpolizei Tübingen
war durch einen Hinweis im Rahmen einer Spurensuche
nach einem Raubüberfall auf einen Tübinger
Baumarkt auf einen alten Luftschutzstollen gestoßen.
Da solch ein Bauwerk grundsätzlich auch als
Versteck für Beute, Täter oder Tatkleidung
in Frage kommen konnte, bat man Matthias Leyk um
eine Begehung des Stollens. Ausgerüstet mit
Schlaz, Helm, Licht und einer schussicheren Weste,
machte sich der Höhlenretter auf Spurensuche
im Stollen - ohne Erfolg.
Gegen
12 Uhr war die Aktion beendet.
Alexander
Maier
Induktions-Funkversuch
mit dem Ogofon in der Falkensteiner Höhle 30.8.03
Am
30.8.03 haben wir einen Versuch mit dem Ogofon in
der Falkensteiner Höhle gestartet.
Das
Ziel war, eine Verbindung mit folgenden Teilen der
Höhle herzustellen:
1)
1. Siphon
2)
Reutlinger Halle
3)
Stuttgarter Block
4)
Königshalle
5)
Bänisch-Halle
6)
Eiseleversturz
7)
4. Siphon
Ausserhalb
der Höhle wurde die 2 Meter im Durchmesser "Loop"
Antenne benutzt. In der Höhle, die 1 Meter "Loop"
Antenne.
Zu
den Punkten 1 bis 4:
Wie
von früheren Versuchen zu erwarten, gab es
gute Verbindungen mit der "Loop" Antenne zu den
ersten 4 Stellen. Im Gegensatz zu früheren
Versuchen, brachten dieses Mal die "Erdelektroden"
am 1. Siphon keine Verbesserung gegenüber der
"Loop" Antenne.
Zum
Punkt 5:
Bei
der Bänisch Halle konnte nur in einer Richtung
kommuniziert werden, nämlich von der Oberfläche
in die Höhle aber nicht umgekehrt. Die Verbindung
in der Höhle war klar und deutlich aber schwach.
Hier
sind wahrscheinlich zwei Dinge im Spiel gewesen.
Zum Einen ist der Empfangspunkt außerhalb
der Höhle direkt in Grabenstetten. Durch den
Ort wurden sehr viele Störgeräusche verursacht
(vergrabene Stromleitungen usw.), so daß der
Empfang sehr gestört wurde. Zum Anderen, war
es durch die Bebauung schwierig den besten Empfangspunkt
zu finden (man wollte schließlich nicht gerade
vom fremden Schlafzimmer aus funken).
Zum
Punkt 6:
Hier
kam es zu keiner Verbindung. Da die Überdeckung
hier weniger ist als bei manchen anderen Punkten
ist es sehr überraschend, dass hier absolut
keine Signale gehört wurden. Weder innerhalb,
noch außerhalb der Höhle.
Eine
mögliche Erklärung ist, dass die Höhlentruppe
etwas länger als erwartet benötigt hat,
den Eiseleversturz zu erreichen, so daß es
nur ca 10 bis 15 Minuten gab in denen gefunkt wurde.
In dieser Zeit war es wahrscheinlich nicht möglich
eine günstige Lage außerhalb der Höhle
zu finden.
Da
der Eiseleversturz ausserhalb von Grabenstetten
liegt, dürften Störungen und Ortung keine
Probleme machen.
Deshalb
ist eine Wiederholung dieses Versuchs für später
geplant.
Zum
Punkt 7:
Wegen
Zeitmangel entfiel dieser Versuch.
Wieder
ist zu erwarten, dass die Verbindung hier besser
funktioniert als an anderen Stellen (wie z.B. dem
1. Siphon) da die Überdeckung geringer ist
und der Empfangspunkt außerhalb des Ortes
liegt. Die Projektion dieses Punktes auf die Oberfläche
muß aber noch genauer eruriert werden.
Für
die Funkstellen wo eine Verbindung zustande kam
wurden GPS Daten erfasst. Dies sollte es einfacher
machen, im Notfall schnell eine Verbindung zu erstellen.
Chris
Ross
Höhlenrettung
Baden-Württemberg e.V. mit dem Alpin-Web-Award
ausgezeichnet
Die
Web-Präsenz der Höhlenrettung Baden-Württemberg
e.V. wurde im März 2000 mit vier von fünf
möglichen Punkten ("Edelweißen") beim
Alpin-Web-Award,
einem Wettbewerb um die beste Internet-Darstellung
einer Website aus dem Bereich Bergsport und Outdoor,
ausgezeichnet. Der
Alpin-Web-Award
wird vom Alpin-Web, einem Internetregister für
Bergsport und Outdoor der DAV Sektion Köln (www.alpinweb.de)
vergeben.