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Die Stiftung der Höhlenrettung


Bericht zum Silvesterschwimmen in Konstanz 28.12.2009

Zum ersten Mal nahm dieses Jahr eine Gruppe von der Höhlenrettung-BW beim traditionellen Silvesterschwimmen in Konstanz teil. Jeder Teilnehmer erhält bei der Anmeldung eine Fackel.
Mit dem Bus ging es dann zum Startplatz, dem Hafen von Konstanz. Etliche Gruppen führten ein Floß zum Abschuss von Feuerwerk mit.
Unter dem Blick von vielen Schaulustigen und mit über 200 weiteren Schwimmern wagten es Claudia, Benjamin, Sebastian, Rafael und Bernd in den 4°C kalten Bodensee. Ausgerüstet mit Neoprenanzug, und "verkleidet" mit Helm und Schlaz waren die 1,5 km Wegstrecke zum Rheinbad das pure Vergnügen, ein super Erlebnis.
Ein sehr schöner Moment war auch das Unterqueren der Rheinbrücke wo wieder viele Passanten zujubelten und Musikkapellen spielten. Nach einem heißen Tee und einer warmen Dusche fand der gemütliche Abschluss in der Kantine des Landratsamtes statt. Nächstes Jahr sind wir bestimmt wieder dabei.
Bernd Hugger


Grimpday 2009- Internationaler Wettkampf "Technische Rettung mit dem Seil"

Am 10. Oktober 2009 war es soweit: Erstmals seit bestehen des Wettkampfs nahm mit der Höhlenrettung Baden-Württemberg ein deutsches Team teil. Ebenfalls neu: die Retter der Höhlenrettung Baden-Württemberg arbeiten alle ehrenamtlich.
Am Start waren Retter aus Belgien, Frankreich, England, der Schweiz und Deutschland. Eine spanische Mannschaft hatte kurz zuvor Ihre Meldung zurück gezogen.
Insgesamt 22 Teams traten bei dem Wettkampf in einem Parcours gegeneinander an, bei dem Zeit, Kondition, Geschicklichkeit und technische Fähigkeiten bewertet wurden.

In verschiedenen Aufgaben mussten die Retter Personen aus dem Seil von einem Hochhaus und der Ladefläche eines Muldenkippers retten, von einem Kran aus 35m Höhe in schwankende Schnellboote abseilen, sich mit Trage und Rettungsmaterial durch einen 700m langen Tunnelparcours quälen, Patienten aus einem Steilhang retten und medizinisch versorgen und verschiedene andere seiltechnische Aufgaben bewältigen.
Den Höhepunkt bildete der abschließende "Death Ride", eine Stahlseilbahn über fast 600m Länge und mit einer Höhendifferenz von über 100m.
Das Team der Höhlenrettung Baden-Württemberg e.V. konnte am Ende mit einem respektablen 12. Platz aufwarten.
Wir möchten uns an dieser Stelle recht herzlich bei unseren Sponsoren, den Firmen MSA AUER und SINGING ROCK für Ihre freundliche Unterstützung bedanken.

I. Bauer

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Mit der Jugendgruppe des LHK in die Todsburger Höhle

Das 45. Treffen der Jugendgruppe des Landesverbandes für Höhlen- und Karstforschung Baden-Württemberg e.V. unter der Leitung von Saskia Bartmann fand mit der Höhlenrettung-BW statt. Insgesamt haben 16 Personen davon 10 Kinder und Jugendliche teilgenommen.
Nachdem alle mit Helm und Licht ausgerüstet waren und einer Einweisung über das Verhalten in einer Höhle, ging es hinein. Dem geräumigen Eingangsbereich schließt sich eine niedere Passage an, worauf Sinterbecken und teils rußgeschwärzte Tropfsteinwände folgen. Im weiteren Verlauf steht der Boden unter Wasser (mit Gummistiefel geht es hier leichter) bis man das trockene geräumige Ende erreicht.
Hier wurde mit Rettungsdecken ein Wärmezelt gebaut und die Kinder konnten sich von dessen Funktion überzeugen. Inzwischen war auch der enge Durchschlupf trocken gelegt, so dass der Seitengang bewundert werden konnte. So eine Höhlentour macht hungrig. Nach dem Mittagessen konnte gut gestärkt der Tragentransport in Angriff genommen werden.
Ein "Opfer" war schnell gefunden und in die REACT-Trage eingepackt. Die REACT ist eine aus Kunststoff gefertigte aufrollbare Trage mit integriertem Wirbelsäulenstützsystem. Mit vereinten Kräften durften die Kinder ihren Patienten nach draußen bringen. Es zeigte sich, dass in den niederen Passagen ein schonender Transport gar nicht so einfach ist.
Den Kindern und den beiden Höhlenrettern Rolf Westeroth und Bernd Hugger hat die Aktion riesigen Spaß gemacht.

Die horizontal verlaufende Todsburger Höhle, bei den Eselhöfen/Wiesensteig gelegen, ist eine ehemalige Schauhöhle und mit einem Tor verschlossen. Der Schlüssel kann beim Hotel Höhenblick oder beim Bürgermeisteramt in Mühlhausen i. T. abgeholt werden. Achtung, die Höhle darf nicht mit dem in der Nähe liegenden Todsburger Schacht verwechselt werden. Dieser ist nur von erfahrenen Höhlengängern mit Seiltechnik befahrbar.
Samstag 10.10.2009
B. Hugger



Aktivitäten im Verein - Mit Kindern auf Höhlentour

An einem strahlenden Sonntagnachmittag trafen sich einige Höhlenretter mit Ihren Kindern zur Befahrung der Eichberghöhle. Endlich konnten die Kleinen das umsetzen, was Sie schon seit längerer Zeit geübt hatten.
Den Einstiegsschacht von fast 8 m Tiefe seilten unser Nachwuchshöhlengänger alleine ab, hier war nur noch Hilfe beim Einlegen des Seiles nötig. Nach dem die ganze Rasselbande wohlbehalten unten angekommen war, wurde jede Spalte und jede Kammer erforscht. Keine Spalte war zu eng zum Schlufen. Die Kinder waren voller Forscherdrang was später auch an der Bekleidung zu sehen war. Nun ging es an das Aufsteigen, die Kleinsten wurden über einen Flaschenzug nach oben gebracht, unsere älteren Teilnehmer durften aber nach eigenem Wunsch die Steigklemmen benützen um so aus eigener Kraft aus dem Schacht zu kommen.
Zum Schluss ging es dann noch zum Schloss Lichtenstein, wo wir Erwachsenen uns gut gingen ließen und die Kinder sich auf dem Spielplatz austobten. Alles in allem ein schöner und erfolgreicher Nachmittag, der unbedingt wiederholt werden muss, es warten noch viele Höhlen aus unseren Nachwuchs.
30.09.2009
M. Hottinger



Höhlenreinigungsaktion in der Gussmannshöhle

Am 12.09.2009 reinigten Mitglieder der Höhlenrettung Baden-Württemberg die Turmhalle der Gussmannshöhle. Im Lauf der Jahre hatte sich hier Holzbalken der alten Besucherbrücke, Eisen- und Keramikteile der alten elektrischen Beleuchtung, sowie einiges an anderem Müll angesammelt. Der Müll wurde aus dem Schacht gebracht und im Eingangsbereich der Höhle zur Abholung durch die Gemeinde deponiert.



13.09.2009 Vorführung am Teltschikturm

Am 13.09.2009 gaben die Höhlenretter der Höhlenrettung Baden-Württemberg anlässlich des jährlich stattfindenden Turmfests in Wilhelmsfeld einige Kostproben Ihres Könnens. Der Teltischikturm bei Wilhelmsfeld steht der Höhlenrettung dank der Gemeinde Wilhelmsfeld seit diesem Jahr als Übungsobjekt zur Verfügung. Hier können aus 36m Höhe Abseil- und Aufstiegsübungen, sowie Fortbildungen zur Patientenrettung mit der Trage geübt werden.
Bei dem Turmfest wurde die Patientenrettung mittels Rettungsdreieck und Trage, sowie die Rettung mit der Schrägseilbahn vorgeführt.
I. Bauer



Teilnahme am "Grimpday"

In Belgien wird einigen Jahren der Grimpday, ein internationaler Wettkampf der Höhenrettungsgruppen durchgeführt (www.grimpday.com).
Dieses Jahr wird mit der Höhlenrettung Baden-Württemberg e.V. zum ersten Mal seit Bestehen des Wettkamps ein deutsches Team vertreten sein. Man darf gespannt sein, wie sich die rein ehrenamtlich tätigen Mitglieder der Höhlenrettung Baden-Württemberg e.V. gegen die internationale Konkurrenz der Berufsfeuerwehren der SRHT (Spezielle Rettung aus Höhen und Tiefen) schlagen werden. Der Wettkampf findet am 10. Oktober in Namur statt.
Anbei ein paar Impressionen vom Training.



11.07.2009 Familientag

Nachdem Daniel uns alle zum Familientag am 11.Juli eingeladen hatte erschienen wir pünktlich kurz vor 14.00 auf dem Parkplatz Kläranlage Grabenstetten. Nachdem ein paar von uns bereits am Vormittag anreisten, begannen wir langsam im Pulk der anderen Besucher unsere Schlaze anzuziehen und uns für den Höhepunkt des Tages: Tour durch die Gustav-Jakobs Höhle, fertig zu machen. Nach einem letzten Beweisfoto am Auto von Ingo und Angelika starteten wir sodann den schweren Weg durch den von den Regengüssen der Tage zuvor aufgeweichten Boden. Endlich am Eingang der Gustl angekommen wurde uns der Weg dort hinein verwehrt. Eine riesengroße Spinne veranlasste eine Horde Jungs Ihr Quartier direkt am Eingang aufzuschlagen und die Zeit bis zum Abgang der selbigen damit zu verbringen den anderen Besuchern der Höhle ordentlich ein zu heizen. Nachdem dann meine Tochter endlich davon überzeugt werden konnte, dass die Spinne erstens gar nicht so groß sei und es zweitens im Innern der Höhle noch viel Größere gäbe konnten wir endlich die Befahrung beginnen. Nach einigen Strapazen und unendlich vielen Filmsequenzen, die Harald als Profifilmer dort drin machen musste erreichten wir bereits eine 3/4 Stunde später den Ausgang. Hier mussten wir eine erste Rast einlegen und konnten uns davon überzeugen, wie gut ausgerüstet und gekonnt manch anderer Besucher sich durch die Höhle zwängte - offensichtlich ist eine Helmlampe am Kopf doch ein guter Ersatz für einen Helm !
Dann ging es zum Auto zurück und nach einer kurzen Lagebesprechung machten wir uns auf den Weg zum Grillplatz vor der Falkensteiner Höhle.
Obwohl uns Daniel reichlich mit Holz und Zeitungspapier versorgt hatte war es nicht notwendig dieses Zubehör einzusetzen. Freundlicherweise hatten uns ein paar nette Leute das Feuermachen übernommen. Sie verschwanden dann leider auch sehr schnell samt ihrem Kasten Bier, den sie dann leider mitnahmen.
Ausgerüstet mit Roten, Steaks, sogar Fisch samt Brötchen und dazu notwendige Soßen gingen dann die meisten von uns dazu über die Leckereien auf dem Feuer zuzubereiten.
Parallel dazu wurde dann von ein paar von uns ein Seiltraverse aufgebaut an dem sich dann die Kinder erfreuen duften. Ganz besonders toll war dabei der Kick, dass es über einen kleinen Bach ging.
Der weitere späte Nachmittag und der Abend bis zum Schluss wurde dann damit bestritten sich über viele private und fachliche Themen am Lagerfeuer zu unterhalten. Hier bekam mein Sohn sogar eine fachkundige Einweisung von Harry, wie man ein richtiges Feuer macht !
Nachdem die meisten Getränke leer waren (es gab kein Bier mehr) und meine Kinder langsam ins Bett sollten wurde der Familientag mit einem Abschlussbild um halb elf beendet.
Ich denke, dass ich Namen aller spreche, wenn ich behaupte, dass dieser Tag wirklich schön gewesen ist und von den insgesamt 10 Erwachsenen und 4 Kindern genossen werden konnte . Schade nur, daß es leider nur ein paar vergönnt war zu kommen und ein paar von uns Ihrem Heimweg früher als vorgesehen antreten mussten.
Axel



5. Schulsanitätstag in Radolfzell am 25.7.09

Der Schulsanitätstag ist die Abschlussveranstaltung der Schulsänitäter für das zu Ende gehende Schuljahr. Aus ganz Baden-Württemberg sind über 400 Schüler nach Radolfzell in die Tegginger Schule angereist. Hier präsentieren sich die verschiedenen Rettungsorganisationen.
Der Höhlenrettung Baden-Württemberg wurde die komplette Sporthalle zur Verfügung gestellt. In der linken Hallenhälfte wurde der Film von der Rettungsübung im Bauerloch gezeigt und das Ausbildungsprogramm der Höhlenrettung vorgestellt.
An den Stationen in der rechten Hallenhälfte mussten die Schüler selbst aktiv werden. Der Höhlenparcour wurde mit einer Slackline abgeschlossen, welche sehr gut ankam. Ob Wärmezeltbau, Tragentransport oder am Tauchstand, von 10 bis 15 Uhr war Aktion in der Halle. Den Schülern hat es sehr viel Spaß gemacht.
Von der Tegginger Schule haben uns Marco und Steven unterstützt, vielen Dank ihr Zwei, von der Höhlenrettung waren Cornelia, Bodgan, Bernd, Harry und Rafael (Aufbau) in Radolfzell.
Von 16 bis 22 Uhr fand anschließend das Rockkonzert "REDROCK" mit 6 verschiedenen Bands statt. Fazit, eine sehr schöne gelungene Veranstaltung, welche uns viel Freude bereitet hat.
bh


Höhlenretter im Kindergarten

(15.07.2009) Bei der alljährlich statt findenden Waldwoche des Kindergarten Steinborn (RP) konnten wir den Kindern diesmal wieder eine besondere Attraktion bieten. An einer von den Höhlenrettern installierten Seilrutsche konnten die Kinder ihren Mut testen. Nachdem der erste mutige Kandidat die Fahrt in die Tiefe wagte, waren die anderen nicht mehr zu bremsen.
Jeder wollte "da runter" fahren. Gut gesichert und mit Helm und Komplettgurt versehen brauchten sich die Betreuer der Kinder keine Sorgen zu machen. Auf die Frage was Ihm bei der Waldwoche am besten gefallen habe, antwortete Gabriel (5 Jahre): Die Seilbahn fand ich am schönsten.
Den Kindern hat es gut gefallen und uns hat die Aktion auch Spaß gemacht.
ib


Höhlenrettung auf Gefahrstoffsuche

Einen nicht ganz alltäglichen Einsatz hatte die Höhlenrettung am 12. Mai 2009 nahe Gönningen. Die Stadt Reutlingen hatte die Retter um Begutachtung eines alten Stollens nahe den ehemaligen Tuffsteinbrüchen gebeten. Mit einem Trupp von 6 Mann führten die Höhlenretter die Erkundung und Dokumentation des rund 65 Meter langen Stollens durch, unter anderem um eine Gefährdung durch Sprengstoffreste und ähnliche gefährliche Überbleibsel auszuschließen.
Es konnten ausser Müll keine Besonderheiten in dem Stollen entdeckt werden. Die Höhlenrettung empfahl den sicheren Verschluss des Stollens - die Stadt Reutlingen bedankte sich für die Leistung des Vereins mit einer großzügigen Spende. An dieser Stelle dafür nochmals herzlichen Dank.

Alexander Maier
Geschäftsführer


Einseiltechnik für Höhlenforscher

Der April meinte es gut mit uns: Bei bestem Wetter fanden sich 16 Teilnehmer am Seminar "Einseiltechnik für Höhlenforscher" am Käpfle Aussichtsturm bei Bronnweiler ein. Nach einer Einweisung in Ausrüstung und Sicherheit ging es auch schon zur Sache. Zunächst stand Abseilen auf dem Programm. Für Ungeübte kann der knapp 15m hohe Turm da schon zum Prüfstein für den inneren Schweinehund werden. Von unten sah das doch gar nicht so hoch aus…

Gut gesichert und im Bewusstsein, dass nichts passieren kann, wuchs auch das Vergnügen an der Abseilaktion. Danach kam dann der anstrengende Teil. Am Seil muss man ja auch wieder hoch. Hier hilft die Schwerkraft nicht mehr und jeder Meter muss erkämpft werden. Auf den Wechsel vom Auf- in den Abstieg und umgekehrt folgte die Bewältigung von Umsteigestellen zunehmenden Schwierigkeitsgrads. Die Zeit ging ziemlich flott vorbei und nur unsere Mägen und die zunehmend lahmen Arme und Beine sagten uns, dass es Zeit war, das wohlverdiente Abendessen in Münsingen-Auingen anzupeilen. Dank der Arge Grabenstetten wartete in Böttingen wieder ein heißer Holzofen und ein gemütlicher Schlafplatz auf uns.

Am nächsten morgen ging es dann zum Frühstücken nach Metzingen und frisch gestärkt dann wieder ans Seil. Diesmal galt es, Routine in die erlernten Techniken zu bekommen. Und Neues gab es auch: eine Seilbahn in luftiger Höhe, Übersteigen von Knoten, Wechsel von einem Seil in ein anderes und einen Quergang galt es zu bewältigen. Für Interessenten gab es eine Einführung in Kameradenrettung. Auch am Sonntag spielte der Wettergott mit, wenn auch erst nach anfänglichem Regentropfen.

Die Teilnehmer zeigten sich sehr wissbegierig und auch uns Ausbildern macht es Spaß, wenn einem solch eine Begeisterung entgegen schlägt. Ein Abschlussessen in Reutlingen rundete das Wochenende ab. Einziger Wehrmutstropfen: kurz nach Beendigung unserer Ausbildung wurde der Aussichtsturm bei einem Brand, der von unvorsichtigen Jugendlichen verursacht wurde, schwer beschädigt. Wir hoffen aber dieses einmalige Übungsobjekt bald wieder nutzen zu können
.
Interessenten an dieser Ausbildung können künftige Termine in der Rubrik "Termine" finden oder fragen unter folgender e-mail-Adresse an: hoerebawue@hotmail.com

Ingo Bauer



Höhenretter tauschen Erfahrungen aus

Aus SZON - Internetportal der Schwäbischen Zeitung:

WEINGARTEN (sz) Die Höhenrettungsgruppe der Feuerwehr Weingarten unter der Leitung von Oliver Walzer hatte zu einem Erfahrungsaustausch und Übungen von Höhenrettungsdiensten eingeladen. Schneetreiben und eisige Temperaturen schreckten die Helfer nicht.

Neben der Höhenrettungsgruppe der Feuerwehr Weingarten nahmen Einsatzkräfte der Werkfeuerwehr EADS, der Feuerwehren Villingen-Schwenningen und Balingen, das Technische Hilfswerk Bendorf sowie die Höhlenrettung Baden-Württemberg an der Veranstaltung teil. Übungsobjekt war ein mehr als 30 Meter hohes, leerstehendes Gebäude, das von der Volksbank Weingarten zur Verfügung gestellt worden war.

An sechs Stationen mussten Aufgaben erfüllt und Schadenslagen bewältigt werden, die im täglichen Einsatz auftreten können. So musste eine verletzte Person (Dummy) nach einem Brand im siebten Obergeschoss auf das zwei Stockwerke höher liegende Dach gerettet werden. Weitere Möglichkeiten wurden wegen einer Schadensausbreitung sowie starker Rauchentwicklung ausgeschlossen.

Ausbildung in Erster Hilfe
Die Helfer mussten sich unter Atemschutz vom Dach abseilen, die Person medizinisch versorgen, transportfähig herrichten und beim Hochziehen begleiten. "Die Höhenretter haben eine umfassende Ausbildung in Erster Hilfe absolviert. Um den Ansprüchen gerecht zu werden, müssen jährlich etwa 80 Stunden Übungsdienst im Bereich der Höhenrettung nachgewiesen werden", so Walzer.

Der Abtransport des "Verletzten" wurde von einer weiteren Gruppe übernommen. Über den Dachvorsprung musste ein Schrägseilaufbau zum Boden hergestellt werden. Möglichkeiten zur Befestigung der Hilfsmittel boten ein Fahrzeug sowie Bäume. Begleitet von einem Höhenretter erfolgte der Transport in einer Schleifkorbtrage. Die Höhenrettungsgruppe der Feuerwehr Weingarten wurde in der Vergangenheit etwa zur Rettung eines Kätzchens aus einem Schacht angefordert. Außerdem musste ein "Verletzter" aus einem mehrere Meter tiefen Lichtschacht mittels Dreibock und Schleifkorbtrage ins Freie gebracht werden. Ein Retter musste sich zuvor zur Betreuung abseilen.

Walzer: "Es war eine erfolgreiche Veranstaltung auf hohem Niveau. Trotz widriger Witterungsverhältnisse verlief alles reibungslos."
(Erschienen: 16.02.2009)





Mit der Familie unterwegs


....ja, das sollten wir mal machen, das würde bestimmt unseren Kindern und Frauen auch mal Spaß machen... dies waren die Gespräche der Väter bei einem Treffen der Höhlenrettung.
Am Samstag, den 15. November war es dann soweit. An einem sehr schönen Spätsommertag, trafen sich mehrere Familien der Höhlenrettung am Käpfle Aussichtsturm in Reutlingen. Gemütliches kennen lernen der Familien, und spielen der Kinder mit Seilen war ursprünglich geplant.

Letztendlich haben wir die Kinder nicht mehr vom Seil wegbekommen, es war ein ständiges hoch und runter. Die Kinder fanden die Sache so spannend, dass selbst vierjährige nach kurzer Zeit aus über zwölf m Höhe mit dem Papa zusammen abseilten, was den Mamis gar nicht so sehr gefiel.
Im Gegenzug dazu übten die Mamis dafür die Einseiltechnik.

Gespielt und geübt wurde, bis es Nacht wurde. Wenn es nach den Kindern gegangen wäre, hätten diese am liebsten noch in der Dunkelheit weitergemacht. Anschließend trafen sich ein Großteil der Teilnehmer zu einem gemeinsamen Abendessen, wo dann sofort beschlossen wurde, diese Aktion im kommenden Jahr unbedingt zu wiederholen. Wir freuen uns schon darauf.
M. Hottinger



Brauner Lehm und blaue Flecken

Nix für Jura-an-die Höhle-ranfahr-Weicheier: Der Vereinsausflug 2008 der Höhlenrettung Baden-Württemberg e.V. nach Vorarlberg hatte es in sich.

Sie hatten es ja nicht anders gewollt: Angeführt von "Reiseleiter" Alexander Maier nahmen sieben Mitglieder der Höhlenrettung Baden-Württemberg e.V. am Samstag, den 23.August den Anstieg zum Vorarlberger Freschenhaus in Angriff. Drei der wackeren Retter (M.Lynch, A.Schlierer und A.Maier) wurden für ihr staubedingtes Zuspätkommen gleich mit einem kräftigen Regenguss auf den letzten dreihundert Höhenmetern der landschaftlich wunderschönen Anmarschroute bestraft.


Nach kurzer Regeneration auf der Hütte (immerhin hatte man sich gerade 700 Höhenmeter gegeben), begab sich die Truppe zu der direkt am Haus gelegenen Großen Freschenhöhle. 725 verzweigte Meter, hohe Hallen, blockige Gänge und schöne Profile belohnten die Mühen des Aufstiegs und gaben interessante Eindrücke einer alpinen Höhle.


Nach einem gemütlichen Hüttenabend und einer mehr oder weniger ruhigen Nacht war bereits am anderen Morgen der Abstieg angesagt. Bei strahlendem Sonnenschein war man nach knapp zwei Stunden an den Autos angekommen, leider verabschiedeten sich dort bereits zwei der Teilnehmer vorzeitig. Sie sollten dies allerdings sehr wohl bereuen....Nach einer Stunde Fahrt über das Furkajoch in den hinteren Bregenzerwald parkte das verbliebene Fähnlein der Aufrechten in Schönenbach-Vorsäß und machte sich auf zum Schneckenloch, der längsten Höhle Vorarlbergs mit rund 2150 m Gesamtlänge und 164 m Höhenunterschied. So schön und eindrucksvoll (Klammen, Klettersteigpassagen, Wasserfälle) der Aufstieg zur Höhle war, so steil war er. 300 Meter über Schönenbach führt ein gewaltiges 50 Meter breites und 15 Meter hohes Portal den Höhlenretter in die Tiefe. Nach zweieinhalb Stunden "Bergtour mit Dach drüber" (T.Damrau) und einem Betrieb wie an der Falkensteiner Höhle an Pfingstsonntag - na ja, nicht ganz, aber fast - stiegen wir zusammen ab ins Tal, wo uns bereits der Gasthof Egender mit seinen wenn nicht welt- so doch weitberühmten "Käsknöpfle" erwartete. Darf man den dabei gewesenen Glauben schenken, war es ein tolles Wochenende und jeder der nicht teilgenommen hat, möge sich bitte in den Allerwertesten beißen.

Teilnehmer: Margaret Lynch (s´Mädle), Alexander Maier (Reiseleiter), Albi Schlierer ("komisch, die Hütte kam mir früher viel größer vor - na da war ich auch noch kleiner" (Pruuuuuust)), Uwe Leuze (Canyon-Man 1 und Schlafdefizit-Junkie), Thomas Hampp (Canyon-Man 2 und George Clooney-Double), Bernd Hugger ("Haben sie noch was anderes zu essen, als das, was auf der Speisekarte steht ?"), Stephan Damrau (lässt die Familie im Wohnwagen woanders in Österreich, während er sich mit der Höhlenrettung vergnügt...also sowas)


Sicherungsmaßnahmen in den Höhlen der Schwäbischen Alb

Auch in diesem Frühjahr und Sommer waren wieder einige Mitglieder der Höhlenrettung Baden-Württemberg in den Höhlen der Schwäbischen Alb unterwegs, um Bohrhaken und Spits auf Ihre Sicherheit hin zu kontrollieren.
Auf verschiedenen Kontrollfahrten quer über die Schwäbische Alb, wurden in mehreren Schachthöhlen die Sicherungs- und Abseilstellen kontrolliert und gegebenenfalls durch neue Laschen und Expressanker aus witterungsbeständigem Edelstahl ausgetauscht.
So wurden die teils sehr alten und abenteuerlichen Haken aus Abseilstrecken mit über 30 m Tiefe saniert und so etwas für die Sicherheit der Höhlenbefahrer getan. Die neuen Anker wurden zum großen Teil von Mitgliedern der Höhlenrettung gespendet. Solche Aktionen kosten Zeit und Geld, lohnen sich aber im Hinblick auf die Prävention von Höhlenunfällen.
Weiter wird durch sichere Einbauten das Setzen von zusätzlichen Spits reduziert. Wer manche altbekannte Abseilstelle ansieht findet oft auf kleinen Flächen einen Spit neben dem Anderen. Die nicht rostfreien Spit haben durchaus noch Ihre Berechtigung bei der Erforschung von Höhlen, da sie einen minimalen Impakt in die Höhle darstellen und gleichzeitig gute Sicherheit bieten. In häufiger befahrenen Höhlen wird dagegen inzwischen meist auf Edelstahl-Einbauten zurück gegriffen. Sie bieten hohe Sicherheitsreserven, sind den Belastungen bei einer Höhlenrettung gewachsen und sind Umweltfreundlich, da sie das unkontrollierte Setzen von Spits verhindern.
Im nächsten Jahr sollen die Kontrollen fortgesetzt werden.

Michael Hottinger



Instandsetzung Marienschlucht Mai 2008

ALLENSBACH. „Schrauben anziehen. Zementreste beseitigen. Grassamen ausbringen.“ Die Liste, die das Bergamt Freiburg den acht Helfern der Höhlenrettung Baden-Württemberg aufgetragen hatte, war umfangreich. Und all das war nicht einfach im ebenen Gelände zu erledigen, sondern mitten in den bis zu 30 Meter hohen Wänden der Marienschlucht.
Die Spezialisten für seilunterstützte Rettung hatten der Gemeinde Allensbach ihre Hilfe bei der Instandsetzung der Klamm zugesagt. „Es ist zwar nicht unter Tage, aber statt im Seil hängend verunglückte Höhlenforscher zu retten machen wir auch gerne mal Landschaftspflege,“ erläutert Rafael Grimm.
Der Höhlenretter aus Rielasingen ist Ortsbaumeister der Insel Reichenau und hatte zusammen mit seinem Allensbacher Kollegen die Aktion organisiert.

Am Mittwoch rückten die Höhlenretter an und arbeiteten bis in den späten Abend hinein im steilen Fels. „Ganz schön schweißtreibend“ fand Michael Hottinger. Der 40jährige aus Metzingen war im unteren Teil der Schlucht beschäftigt. Mit einem riesigen 46er Ringschlüssel zog er die Schrauben der den Hang sichernden Leitplanken nach.
Betonreste mussten mit Hacken abgeschlagen werden. Danach säten die Helfer Grassamen aus. Das Grün soll mit seinem Wurzelwerk den Hang stabilisieren. Dass es derzeit noch zu gefährlich ist, Touristen in die Schlucht zu lassen, zeigte sich bei den Sicherungsarbeiten. Alte Eisengeländerteile lagen locker im Hang und wurden von den Höhlenrettern geborgen. Mit Hilfe einer Motorsäge zerkleinerte Grimm und sein Team einen fast tonnenschweren Baumstumpf. Dieser hing direkt über dem Schluchtweg. „Beim nächsten Regen hätte der abschmieren können,“ schätzt Grimm die Lage ein. Auch wenn der Einsatz der Höhlenretter freiwillig und mühsam war, so war sich der Sicherungstrupp in einem einig: „Der Ausblick auf den See entschädigt für so manchen Schweißtropfen.“


Höhlenrettung Baden-Württemberg unter neuer Führung

GRABENSTETTEN. Mit einer neu zusammengestellten Führungsspitze geht die
Höhlenrettung Baden-Württemberg e.V. ins Jahr 2008. Bei der
Jahreshauptversammlung am vergangenen Sonntag stellten sich der
Gründungsvorsitzende Wolfgang Morlock sowie sein Stellvertreter Alfred
Kösling nicht mehr zur Wahl. Dies teilte der Geschäftsführer der
Rettungsorganisation, Alexander Maier, mit.

"22 Jahre sind genug, jetzt muss mal frischer Wind rein", kommentierte
der scheidende Vorsitzende Wolfgang Morlock aus Freiberg am Neckar
seine Entscheidung. Diese frische Brise sollen Ingo Bauer, angehender
Geowissenschaftler aus Mannheim als Vorsitzender, und Michael Wasmund
aus Tübingen als dessen Stellvertreter bringen. Beide sind in der
Rettungsorganisation keine Unbekannten. Bauer ist bereits seit mehreren
Jahren als Ausbildungsleiter in der Höhlenrettung tätig und auch
IT-Spezialist, Wasmund war bereits Amtsträger in der
Untertage-Rettungsorganisation, bevor er zwischenzeitlich drei Jahre in
Australien lebte, informiert Alexander Maier.

"Wir sind auf einem guten Weg, und wir werden den von Wolfgang Morlock
eingeschlagenen Kurs vorerst nicht ändern", lautet Bauers Ausblick auf
die Zukunft des Vereins.

Den Posten des Ausbildungsleiters übernimmt nun Daniel-Frank Bauer, ein
engagiertes Jungmitglied aus dem Kreis Calw. Die Arbeit des
Geschäftsführers und des Schatzmeisters bleibt wie bisher in den Händen
von Alexander Maier und Joachim Messmer.

Als Dank für ihr Wirken im Verein, wurde unter anderem auch der
scheidende Depotwart Matthias Leyk mit einem Präsent bedacht. Wolfgang
Morlock hingegen hatte besonderen Grund zur Freude: Ihm verlieh der
Vorstand die Würde des Ehrenvorsitzenden.


Besuch der Höhlenrettung B.W. beim 10. Internationalen
Montanhistorik-Workshop in Dittrichshütte/Thüringen

Vom 03.10. - bis 7.10.2007 trafen sich im ehemaligen Bergbauort
Dittrichshütte über 100 interessierte Montanhistoriker aus ganz Europa. Die
Veranstaltung fand im Kinder- und Jugenderholungsdorf Dittrichshütte
/Thüringen statt. Es konnte kein passenderer Ort für diese Veranstaltung
gefunden werden: Das Kinder- und Jugenderholungsdorf war ein ehemaliges
Wismut-Objekt. Der typische Baustil ist heute noch klar erkennbar.

Bereits ab Mittwoch Vormittag füllte sich langsam das Tagungsbüro mit den
anreisenden Gästen, die Zimmer und die Unterlagenmappe wurde an alle
Teilnehmer verteilt. Diese konnten sich noch zu verschiedenen Exkursionen
eintragen. Ab 13.45 Uhr wurden dann diese durchgeführt. Am Abend fand die
Begrüßung der Gäste statt . Mehrere Fachvorträge und gemütliches
Beisammensein, das bis in den frühen Morgen dauerte, rundeten den Abend ab.
Am kommenden Morgen wurde der Workshop durch die Landtagspräsidentin von
Thüringen eröffnet. Nach den Grußworten wurden von verschiedenen Referenten
Fachvorträge abgehalten. Ab 13.45 Uhr fanden erneut verschiedene
Halbtagsexkursionen rund um Saalfeld statt.

Ziel der Exkursionen war unter anderem die Maxhütte, die Eisenerzgrube
Wittmannsgereuth oder die Feengrotte um nur einige Beispiele zu nennen.

Der Freitag Vormittag war mit interessanten Vorträgen belegt, der Nachmittag
wurde von verschiedenen Workshops belegt. An verschiedenen Stationen, wie
Biwak, SRT für Einsteiger, Vermessung, Setzen von Ankerpunkten, usw..
konnten sich die Teilnehmer weiterbilden. Am Abend fanden erneut
verschiedene Vorträge über Bergbau und Bergbaugeschichte statt.

Leider musste ich am Freitag Abend abreisen. Am Sa. und So. waren noch
weitere interessante Ganztagesexkursionen ausgeschrieben.
Als Höhlenforscher war es ein etwas anderer Ausflug in die Bergbauwelt, und
in die Geschichte des Bergbau im Mittelalter, zu DDR Zeiten und heute. Es
konnten interessante Informationen zum Thema Rettung und Befahrung
ausgetauscht werden.
Am Schluss möchte ich mich herzlich mit "Glück Auf" für die freundliche Aufnahme
und die vielen tollen Gespräche bedanken.

Michael Hottinger


Anmerkung: Wir haben uns sehr gefreut, daß Michael als Vertreter der Höhlenrettung-BW auf diesem Montanhistorik-Workshop dabei war. Vor allem bei den praktischen Workshops stellte sein Fachwissen und seine Erfahrung eine willkommene Bereicherung dar.
Selbstverständlich war auch sein liebevoll aufgebauter Verkaufsstand zu fast jeder Zeit ein Anziehungsmagnet für viele aktive Befahrer und Technikfreaks. So konnte man, mit den Objekten der Begierde in der Hand, mit Gleichgesinnten den Nutzen und die speziellen Vor- und Nachteile der Ausrüstungsgegenstände erörtern und unter fachkundiger Beratung auch seine Ausrüstung direkt vor Ort erweitern und komplettieren! Herzlichen Dank dafür.

Mehr Infos zu diesem und den vorangegangenen Montanhistorik-Workshops findet man unter:
http://www.montanhistorik.de

Michael Krumrei
für das Organisationsteam 2007


20. Oktober 2007:


Bergungsaktion Albstadt 27./28.08.2007

Zu einer nicht ganz alltäglichen Bergungsaktion wurden die Helfer der Höhlenrettung Baden-Württemberg e.V. am 27.8.07 gerufen: Bei einer Horizontalbohrung mit rund 15 Grad Neigung zur Erstellung einer Gaspipeline im Bereich des Zollersteighofes kam es in rund 80 m Entfernung zum Stollenportal zum Verlust von fünf Bohrköpfen. Dadurch konnte die Bohrung nicht weitergeführt werden, hohe Ausfallkosten im sechsstelligen Bereich drohten. Die Spezialisten der Höhlenrettung Baden-Württemberg e.V. wurden darauf hin von den Stadtwerken Albstadt mit der Bergung beauftragt. Nach Inspektion der Bohrstelle am Montag wurde von Einsatzleiter Alexander Maier für den Dienstag morgen ein Bergungsversuch angesetzt.

Dienstag morgen, 9:30 Uhr

Das Bergungsteam, bestehend aus Albrecht Schlierer, Daniel-Frank Bauer, Michael Hottinger und den Einsatzleitern Alexander Maier und Matthias Leyk trifft sich zur Lagebesprechung am Zollersteighof. Mitgeführt werden Seile, Winden, Telefone, Tragen, Notfall-Ausrüstung sowie Gesteinsbearbeitungswerkzeug. Albrecht und Daniel befahren das nur 60 cm weite, schlammige Bohrloch. Mit sich führen Sie einen Metalldetektor, eine Kunstoffschale zum Transport und ein Seil. Zudem verlegen Sie eine Michiphone-Verbindung nach unten. Gegen Mittag können zwei der Bohrköpfe gefunden und geborgen werden. Eine Absuche des Bohrtunnels bis ca. 140 Meter vom Eingang ergibt keine weiteren Funde direkt im Bohrkanal. Somit kann die Verlegung der Gaspipeline ohne größeren Aufwand weitergeführt werden. Um ca. 16 Uhr sind alle Bergungs- und Aufräumarbeiten beendet.

(A.Maier)


. Schulsanitätstag in Radolfzell am Bodensee

Am 21. Juli 2007 fand in Radolfzell am Bodensee der 3. Schulsanitätstag statt.
Mit dieser Veranstaltung wurde den Schulsanitätern der Klassen 1-13 des Landkreises Konstanz und anderen Landkreisen in Baden-Württemberg erneut für ihre Tätigkeit gedankt und ihnen die Möglichkeit gegeben, sich über andere Bereiche des Rettungswesen (DLRG, freiwillige Feuerwehr, THW, DRK Bergwacht Württemberg , Jugendrotkreuz, DRK Hunderettungsstaffel und Höhlenrettung Baden-Württemberg) zu informieren. Schon im Vorfeld der Veranstaltung kam von vielen Teilnehmern die Frage, ob denn auch wieder die Höhlenrettung dabei sei.

In der Begrüßungsrede erzählte Herr Landrat Frank Hämmerle, aus dem Landkreis Konstanz, ausführlich von seiner Tour in die Aachdoline mit Rafael Grimm und Rainer Friedrich und erklärte, wie wichtig und interessant er die Arbeit der Höhlenrettung findet, von der die meisten Personen noch nichts gehört haben. Herr Landrat Hämmerle war beim letzten Schulsanitätstag auf uns aufmerksam geworden und hatte dort den Wunsch geäußert gerne mal eine Höhle zu befahren, was im Juni verwirklicht werden konnte.
Die HR-BW war mit 5 Personen vor Ort (Rafael und Susanne Grimm, Rainer Friedrich, Bernd Hugger und Silke Brumme). Es sind ungefähr 360 Schulsanitäter plus Betreuer zum Schulsanitätstag gekommen, die in 5 Gruppen die einzelnen Stationen der jeweiligen Rettungsorganisationen für ca. 35 Minuten besuchten.

Bei uns durften die Schulsanis in Teilgruppen zu ca. 20-25 Personen einen 10-minütigen Film von Matthias Leyk über die Rettungsübung in der Laichinger Tiefenhöhle im Februar 2006 anschauen, eine Person in die SKED-Trage einpacken sowie einen Parcour absolvieren.
Der Parcour mit Engstellen, der wieder mit Geräten aus der Sporthalle aufgebaut worden war, war dieses Jahr etwas anspruchsvoller. Nach einer horizontalen Kriechstrecke ging es eine Schräge mit ca. 30° Steigung hoch, die nur kriechenderweise zu bewältigen war. In ca. 1,8 m Höhe mußten die Kids sich durch ein Loch in der Sprossenwand hindurcharbeiten und anschließend wieder auf den Boden hinunterklettern. Dieser Parcour durfte erst ohne und dann mit Schleifsäcken durchkrochen werden. Die Schleifsäcke waren z.B. mit Bleigurten, Medizinbällen und Wolldecken gefüllt. Parallel dazu wurde mit 2 Heulruftelefonen vom Höhleneingang zum Endpunkt der "Bodenseehöhle" eine Meldung gemacht, wieviele Personen, von welcher Schule, wieviele Schleifsäcke nach hinten bringen.
Die ca. 35 Minuten für jede Gruppe vergingen wie im Flug und wie letztes Jahr hatten die Kids wahnsinnig viel Spaß und ließen sich trotz des schwülwarmen Klimas in der Turnhalle nicht bremsen.
Die Veranstaltung war für die HR-BW aus unserer Sicht erneut ein voller Erfolg. Wir planen nächstes Jahr wieder beim Schulsanitätstag mitzumachen und würden uns freuen, wenn noch andere Höhlenretter Lust und Zeit haben mitzuhelfen.

Silke Brumme


FERIENPROGRAMM / Verschönerungsverein und Höhlenrettung veranstalten beliebtes Programm

Schüler erkunden die Falkensteiner Höhle

Ausgerüstet mit Helmen und Taschenlampen machten sich die Teilnehmer auf in Dunkelheit und Nässe

Sehr beliebt beim Ferienprogramm war auch in diesem Jahr die Begehung der Falkensteiner Höhle. Eine abenteuerliche Aktion, die den Kindern stets Spaß macht.

BAD URACH Der Verschönerungsverein Bad Urach und die Höhlenrettung Baden-Württemberg machten die aufregende Erkundung möglich. Zunächst mussten alle 36 Kinder mit Helmen und Taschenlampen ausgerüstet werden. Stabiles Schuhwerk und nicht zu leichte Kleidung waren empfohlen worden und so konnte das Abenteuer Höhlenbegehung beginnen.

Nach kurzer Wanderung an die steilen Albfelsen machten sich die Kinder in kleinen Gruppen, jeweils begleitet von drei Höhlenführern auf in die Dunkelheit und Nässe der Höhle. Der Höhlenbach führte wegen der Niederschläge der vergangenen Tage reichlich Wasser, sodass sogar die ersten, leicht zugänglichen Meter, von den Kindern einiges an Geschick verlangten.

Fünf Kilometer in den Fels

Die Falkensteiner Höhle führt zwar insgesamt rund fünf Kilometer in den Fels, ohne Tauchausrüstung sind aber nur die ersten paar Meter ohne jegliche Gefahr begehbar. Wer weiter will, muss einen Siphon durchtauchen, erklärt Alexander Maier, Geschäftsführer der Höhlenrettung Baden-Württemberg. Zum Abschluss des Höhlenabenteuers bewirteten die Mitglieder des Verschönerungsverein die jungen Höhlenforscher mit einem Vesper. Möglich wurde die Veranstaltung durch die Unterstützung diverser Sponsoren. Sehr schade sei, bedauerte der Organisator Gerhard Schwenninger, dass zwölf Kinder, obwohl angemeldet, nicht erschienen seien. Bei pflichtgemäßer Abmeldung hätten nämlich die Kinder nachrücken können, die auf der langen Warteliste standen.

Alexander Maier


Bergungskostenversicherung bei der Höhlenrettung

Liebe Höhlenforscherkollegen,

die Höhlenrettung Baden-Württemberg e.V. ist ab dem 1.1.2007 in der Lage, ihren Einzelmitgliedern eine Bergungskostenversicherung für Höhlen-, Berg- und Skiunfälle anzubieten.

Abgedeckt sind Such- und Bergekosten inkl. Flugrettungskosten auch wenn der Versicherte in Wassernot gerät.Die Deckung beträgt max. 14000 Euro pro Person und gilt europaweit.

Der Beitrag beträgt jährlich 13 Euro, versichert sind damit der Einzahler, sein Ehepartner bzw. Lebensgefährte, sowie die im gemeinsamen Haushalt lebenden Kinder bis 18 Jahren.

Bedingung für diese Versicherung ist eine Einzelmitgliedschaft bei der Höhlenrettung Baden-Württemberg e.V.

Der Geschäftsführer der Höhlenrettung Baden-Württemberg


Höhlenrettung im Kindergarten

Am Mittwoch, den 17. Mai wurden wir eingeladen, anlässlich der jährlich veranstalteten "Waldtage" des Kindergartens Steinborn (Eisenberg, Rheinland-Pfalz) den Kindern etwas vorzuführen. Nach kurzer Überlegung kam dann die Idee auf, eine Seilbahn in einem aufgelassenen Steinbruch zu bauen und die Kinder dort hinab fahren zu lassen.


Da es schwierig ist, passende Gurte für 5-jährige zu finden, wurden die Kinder kurzerhand in ein Rettungsdreieck gesetzt und los ging's.


Für uns war es schön, mit den Kindern zu arbeiten, für die Kinder war es ein Heidenspaß.
Angelika und Ingo Bauer


Besuch der RETTmobil 2006

Am Do., den 11. Mai und besuchten Ingo Bauer und Michael Hottinger die Rettmobil in Fulda.
Bei dieser Messe handelt es sich um die Europäische Leitmesse für Rettung und Mobilität. Hier wurde vom Pflaster bis zum Rettungswagen alles gezeigt, was für den Notfalleinsatz in In- und Ausland benötigt wird.

Wir arbeiteten uns durch Berge von Blaulichtern, Rettungstragen und Beatmungsgeräten.

Es wurden alte Kontakte gepflegt und neue Kontakte aufgebaut, Kritik und Anregungen verteilt. Erwartungsgemäß konnten viele der vertretenen Aussteller mit dem Begriff Höhlenrettung zunächst wenig anfangen. Durch Gespräche wurden wir wieder darin bestätigt, dass Rettung aus unterirdischen Hohlräumen ein gewisses Stiefmütterchendasein fristet.

Im Freigelände gab es Vorführungen über Höhenrettung und einer Rettungshundestaffel. Weiter war ein Sanitäts-Zelt mit OP der Bundeswehr aufgebaut.


Wir kamen in den Genuss einer Probefahrt im kampfwertgesteigerten Sanitätspanzer Fuchs der Bundeswehr. Bei voller Geländegängigkeit ist der Sanitätspanzer ausgestattet wie ein RTW und kann maximal zwei Patienten aus mittel- bis hochgefährdetem Gelände evakuieren und versorgen.

Krankenwagen in allen Formen und Farben, vom Rettungssmart bis fast zum Raumschiff war alles vorhanden.
Nach einer kurzen Stärkung im Verpflegungszelt wurden nun nochmals die Messehallen unsicher gemacht. Rettungsschere, Splitterpinzette und Bücher wurden gekauft und Berge an Katalogen mitgenommen.

Wie wir fanden eine sehr informative Messe die wir mit Sicherheit im kommenden Jahr wieder besuchen werden.
Michael Hottinger


Feier anlässlich des 20-jährigen Bestehens de Höhlenrettung Baden-Württemberg e.V

Am Samstag, den 06.05.2006 trafen sich etwa 65 Mitglieder und Gäste der Höhlenrettung im Gasthof Lamm in Bad Urach/Hengen um das 20-jährige Bestehen der Höhlenrettung zu feiern.
Im Vorfeld der abendlichen Festveranstaltung fand eine Schauhöhlentour in die Sontheimer Höhle und eine Befahrung der Falkensteiner Höhle statt.

In seinem Grußwort umriss der 1.Vorsitzende Wolfgang Morlock den langen und steinigen Weg der zur Gründung der Höhlenrettung Baden-Württemberg führte.
Da Versicherungen immer nur die finanzielle Seite einer Rettung abdecken können, und Höhlenforschung immer mit einem gewissen Risiko verbunden ist, kam der Gedanke auf, eine Hilfeleistung von Höhlenforschern für Höhlenforscher zu organisieren, um eine effiziente und kostengünstige Rettung zu ermöglichen.
So fand 1975 das erste Treffen von Höhlenforschern statt, bei dem man sich darüber Gedanken machte.

1977 zeigte ein Einsatz im Mordloch bei Geislingen die Notwendigkeit einer speziell ausgerüsteten und ausgebildeten Rettungsgruppe auf.
So kam es dann endlich, im Jahr 1985, zur Gründung der Höhlenrettung Baden-Württemberg e.V.
"Höhlenrettung ist Teamwork, der Einzelne schafft gar nichts" so Wolfgang Morlock in seinen einführenden Worten.
Es folgte ein Vortrag von Markus Boldt, Arge Grabenstetten, zu den aktuellen (und erstaunlichen!) Ergebnissen der Grabung in der Vetterhöhle.
Er zeigte, was Wenige mit viel Engagement erreichen können.

Bild von T.Müller

Das anschließende Drei-Gänge Menü war so reichlich, dass selbst hungrige Höfos nicht in der Lage waren, das Aufgetragene zu verdrücken. Bei bester Stimmung im Saal fieberten alle dem Festvortrag der Arge Bad Cannstadt ,"Das Riesending- die tiefste Höhle Deutschlands", entgegen. Thomas Matthalm präsentierte in einer eindrucksvollen Präsentation die Forschung auf dem Untersberg. Ein Film über eine Befahrung der derzeit tiefsten Höhle Deutschlands rundete den Vortrag ab. Das anschließende gesellige Beisammensein zog sich noch lange hin, es wurden (Höhlen-)Geschichten erzählt und viel gelacht.

Mein Fazit: Ein rundum gelungener und kurzweiliger Abend, der, so glaube ich, allen Beteiligten viel Vergnügen bereitet hat.
I. Bauer


Höhlenrettung - In der Reutlinger Feuerwache wurde das zweite Materialdepot
des Landes eingerichtet

Ganz nah an den Alb-Höhlen

VON GERHARD SCHINDLER

REUTLINGEN. Sie werden immer dann gerufen, wenn jemand ganz tief drin sitzt.
Als private Rettungsorganisation ist der Verein Höhlenrettung
Baden-Württemberg darauf spezialisiert, Verunglückte aus Höhlen und
Stollengängen zu befreien. Bei der Feuerwehr Reutlingen haben die
ehrenamtlichen Retter seit gestern ihr zweites Materialdepot eingerichtet.
Ursprünglich waren sie eine Selbsthilfetruppe von Höhlenforschern. Seit 1985
sind sie als Verein organisiert, die 130 Mitglieder wohnen quer über
Baden-Württemberg verstreut. Doch sie alle verbindet nicht nur das eigene
Interesse an der Erkundung unterirdischer Hohlräume. Sie sind darüber hinaus
dazu ausgebildet, andere aus Gefahrensituationen unter Tage zu befreien.


Alarm übers Vereinsnetzwerk

»Meistens sieht das so aus: ein Sturz in einer Höhle, Knochenbrüche, danach
Unterkühlung«, schildert Alexander Maier aus Tübingen, Geschäftsführer der
Höhlenrettung e.V., einen typischen Unfall. Dann rufen die Rettungsdienste
die Höhlenretter zu Hilfe. Die alarmieren übers Vereins-Netzwerk die eigenen
Fachleuten: Mehr als 30 Höhlentaucher sind darunter, daneben Seiltechniker,
Telekommunikationsspezialisten, Ärzte oder, wie Maier selbst, Krankenpfleger.

Bisher besaß der Verein, der sich ausschließlich durch Spenden finanziert,
ein einziges Materialdepot in Lenningen-Schopfloch auf der Schwäbischen Alb
südlich von Kirchheim/Teck.

Darin steckt alles, was die Retter bei einem Einsatz benötigen könnten:
Seile und Flaschenzüge, Tragen und Isolier-planen, Lampen und Kocher, die
Notfallausrüstung eines Krankenwagens, Verpflegung und Ersatzkleidung -
alles wasserdicht in Plastiktonnen und Schleifsäcke verpackt, die man hinter
sich her-zieht, wenn man in eine der 3 000 Höhlen Baden-Württembergs
kriecht. Jetzt haben die Höhlenretter in Reutlingen ein zweites Depot eingerichtet.

Im Werkstattgebäude der Feuerwache füllen die 300 Kilogramm Ausrüstung in 25
Säcken, Kisten und Koffern ein kleines Regal - und werden künftig von den
Feuerwehrkollegen zum Einsatzort transportiert. »Auf unserer Wunschliste
steht zwar auch noch ein eigener Transporter«, erläuterte Matthias Leyk,
Materialwart der Höhlenretter, »aber den können wir uns noch nicht leisten«.
Künftig sorgt deshalb die Kooperation mit der Reutlinger Wehr dafür, dass
das Rettungsmaterial schneller vor Ort ist - zumal die Karsthöhlen der
Schwäbischen Alb zum wichtigsten Einsatzgebiet gehören. »Für die
Falkensteiner Höhle bei Bad Urach haben wir fast schon ein Abonnement«, sagt
Alexander Maier. Mehr als 500 Besucher zieht es jährlich in die leicht
zugängliche Höhle, darunter Unerfahrene und schlecht Ausgerüstete, die sich
zu weit vorwagen und dann bei einsetzendem Regen vom Höhlenbach
eingeschlossen werden. Bei Temperaturen von höchstens acht Grad wird daraus
schnell ein Notfall. Gestern weihten Wolfgang Morlock, Vorsitzender der
Höhlenretter, Reutlingens Feuerwehrkommandant Harald Herrmann und Wolfgang
Aierstock, Leiter des Führungs- und Lagezentrums der Reutlinger Polizei, das
Materialdepot ein. (GEA)

Quelle: Reutlinger Generalanzeiger

 



URL-Änderung
Die URL der Höhlenrettung Baden-Württemberg e.V. hat sich vereinfacht.
Die Homepage ist jetzt auch unter http://www.hoehlenrettung-bw.de  zu erreichen.
Die alte URL bleibt aber bis auf weiteres bestehen.


Höhlenrettungs-Mailingliste im Web!
Seit 1999 gibt es im Internet eine Mailingliste welche sich ausschließlich mit Höhlenrettungsthemen befasst. Diese Mailingliste wurde von mir eröffnet, um allen an der Höhlenrettung interessierten Personen ein Forum zu bieten, sich auszutauschen, zu Sachthemen zu diskutieren und eigene Meinungen oder Erkenntnisse zu veröffentlichen. Man kann sich unter der Adresse
http://www.coollist.com
anmelden.
Wer eigene Beiträge hat möge diese bitte per E-Mail an
caverescue@coollist.com
senden. Da die "International Cave Rescue Mailinglist", wie schon der Name sagt, nicht nur auf den deutschsprachigen Raum begrenzt sein soll, ist esnatürlich von Vorteil Beiträge in English abzufassen. Jedoch ist auch jede andere Sprache möglich. Bitte verbreitet die Mailingliste in Eurem (Höhlenrettungs-) Bekanntenkreis weiter um sie zu einem erfolgreichen Medium zu machen.
 Alexander Maier

Ungewöhnlicher Einsatz für Höhlenretter Mittwoch, 22. Oktober 2003

Zu einem ungewöhnlichen Einsatz wurde Matthias Leyk, ein Einsatzleiter der Höhlenrettung Baden-Württemberg e.V. angefordert. Die Kriminalpolizei Tübingen war durch einen Hinweis im Rahmen einer Spurensuche nach einem Raubüberfall auf einen Tübinger Baumarkt auf einen alten Luftschutzstollen gestoßen. Da solch ein Bauwerk grundsätzlich auch als Versteck für Beute, Täter oder Tatkleidung in Frage kommen konnte, bat man Matthias Leyk um eine Begehung des Stollens. Ausgerüstet mit Schlaz, Helm, Licht und einer schussicheren Weste, machte sich der Höhlenretter auf Spurensuche im Stollen - ohne Erfolg.
Gegen 12 Uhr war die Aktion beendet.

Alexander Maier


Induktions-Funkversuch mit dem Ogofon in der Falkensteiner Höhle 30.8.03
Am 30.8.03 haben wir einen Versuch mit dem Ogofon in der Falkensteiner Höhle gestartet.
Das Ziel war, eine Verbindung mit folgenden Teilen der Höhle herzustellen:
1) 1. Siphon
2) Reutlinger Halle
3) Stuttgarter Block
4) Königshalle
5) Bänisch-Halle
6) Eiseleversturz
7) 4. Siphon
Ausserhalb der Höhle wurde die 2 Meter im Durchmesser "Loop" Antenne benutzt. In der Höhle, die 1 Meter "Loop" Antenne.

Zu den Punkten 1 bis 4:
Wie von früheren Versuchen zu erwarten, gab es gute Verbindungen mit der "Loop" Antenne zu den ersten 4 Stellen. Im Gegensatz zu früheren Versuchen, brachten dieses Mal die "Erdelektroden" am 1. Siphon keine Verbesserung gegenüber der "Loop" Antenne.

Zum Punkt 5:
Bei der Bänisch Halle konnte nur in einer Richtung kommuniziert werden, nämlich von der Oberfläche in die Höhle aber nicht umgekehrt. Die Verbindung in der Höhle war klar und deutlich aber schwach.

Hier sind wahrscheinlich zwei Dinge im Spiel gewesen. Zum Einen ist der Empfangspunkt außerhalb der Höhle direkt in Grabenstetten. Durch den Ort wurden sehr viele Störgeräusche verursacht (vergrabene Stromleitungen usw.), so daß der Empfang sehr gestört wurde. Zum Anderen, war es durch die Bebauung schwierig den besten Empfangspunkt zu finden (man wollte schließlich nicht gerade vom fremden Schlafzimmer aus funken).

Zum Punkt 6:
Hier kam es zu keiner Verbindung. Da die Überdeckung hier weniger ist als bei manchen anderen Punkten ist es sehr überraschend, dass hier absolut keine Signale gehört wurden. Weder innerhalb, noch außerhalb der Höhle.

Eine mögliche Erklärung ist, dass die Höhlentruppe etwas länger als erwartet benötigt hat, den Eiseleversturz zu erreichen, so daß es nur ca 10 bis 15 Minuten gab in denen gefunkt wurde. In dieser Zeit war es wahrscheinlich nicht möglich eine günstige Lage außerhalb der Höhle zu finden.

Da der Eiseleversturz ausserhalb von Grabenstetten liegt, dürften Störungen und Ortung keine Probleme machen.
Deshalb ist eine Wiederholung dieses Versuchs für später geplant.

Zum Punkt 7:
Wegen Zeitmangel entfiel dieser Versuch.

Wieder ist zu erwarten, dass die Verbindung hier besser funktioniert als an anderen Stellen (wie z.B. dem 1. Siphon) da die Überdeckung geringer ist und der Empfangspunkt außerhalb des Ortes liegt. Die Projektion dieses Punktes auf die Oberfläche muß aber noch genauer eruriert werden.

Für die Funkstellen wo eine Verbindung zustande kam wurden GPS Daten erfasst. Dies sollte es einfacher machen, im Notfall schnell eine Verbindung zu erstellen.

Chris Ross



Höhlenrettung Baden-Württemberg e.V. mit dem Alpin-Web-Award ausgezeichnet

Die Web-Präsenz der Höhlenrettung Baden-Württemberg e.V. wurde im März 2000 mit vier von fünf möglichen Punkten ("Edelweißen") beim
Alpin-Web-Award, einem Wettbewerb um die beste Internet-Darstellung einer Website aus dem Bereich Bergsport und Outdoor, ausgezeichnet. Der
Alpin-Web-Award wird vom Alpin-Web, einem Internetregister für Bergsport und Outdoor der DAV Sektion Köln (www.alpinweb.de) vergeben.