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AKTUELLE
NIEDERSCHLAGSDATEN
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FORTBILDUNG1) Rescon 03 Nachdem im Jahr 1999 der erste europäische Höhlenrettungskongress von der Malterser Höhlenrettung in Göppingen organisiert wurde, folgte dieses Jahr vom 21. Bis 25. Juli die Einladung der West Brecon Cave Rescue Team (WBCRT) in Wales, Großbritannien zur RESCON'03. Zu diesem Zweck wurde das Klubhaus des South Wales Caving Clubs (SWCC) in ein Tagungzentrum umfunktioniert, ergänzt durch ein Zelt im nahegelegenen Steinbruch. Besucht wurde die Veranstaltung von ca. 60 Delegierten aus den Ländern Polen, Österreich, Schweiz, Deutschland, Neuseeland, Schweden, und Japan. Schon vor dem offiziellen Beginn der Tagung zeigte uns Jopo (Brian Jopling) die im Klubhaus bereitstehenden Materialien, wie z.B. Rettungsuasrüstungen, Funktechnik, Register für Höhlenpläne, Rechneraussstattung, Einsatzfahrzeug. Die Auftaktveranstaltung fand in der Dan-Yr-Ogof Schauhöhle statt, die wir zu diesem Zweck kostenlos besichtigen durften. Die unausgebauten konnten während des Kongresses als "Sportstour" besucht werden. Am ersten Abend stellte sich der Ausricher des Treffens vor inklusive Organisation der britischen Höhlenrettung als Ganzes. Die Organisationen sind, bedingt durch die vergelichsweise hohe Zahl von Einsätzen, sehr professionell organisiert. Ein vor wenigen Jahren etablierter Dachverband dient als Kommunikationsplattform zwischen den lokalen Organisationen und als Ansprechpartner für offizielle Stellen. Die Ausbildung der Retter ist sehr formal, geprägt durch Prüfungen vor und nach der Ausbildung und Ausgabe von Zertifikaten (eine Praxis, die von anderen europäischen Organisationen aus Haftungsgründen abgelehnt wird). In
den Folgetagen wurde diverse praktische Workshops
angeboten, in denen die Delegierten die in Wales üblichen
Rettungstechniken kennenlerenen konnten, und ihre
eigenen Erfahrungen einbringen konnten. Im einzelnen
waren dies: Speziell bei dem Funktechnik - Workshop konnten wir unser Ogofon hilfreich einbringen, da die beabsichtigte Funkverbindung mit den lokalen Funkgeräten (Heyphone) zuerst wider Erwarten nicht funktionierte. Als dank bekamen wir 2 Ogofone geschenkt, die der Klub nicht mehr benutzt. Am Donnerstag Abend hatte jede Gruppe Gelegenheit, ihre Organisation vorzustellen. Sowohl in Polen wie auch in der Schweiz gibt es eine recht enge Verknüpfung zwsichen Höhlenrettung und Bergwacht ("Schweizer Alpenklub"). Die Ausbildungskonzepte sind in den meisten Ländern informeller als in Wales. Fast alle Präsentationen wurden auf ein CD gebrannt und den Delegierten ausgehändigt. An den anderen Abenden gab es noch Fachvorträge zu Spezialthemen, wie z.B. Tauchrettung. Besonders hervorzuheben war ein Fachvortrag Tony Rich, der die rechtliche Situation im Bereich der Risikosportarten und damit verbundenen Unfällen sehr gut darstellte. Insbesondere forderte er einen europäischen Ansprechpartner der Höhlenrettung um frühzeitig auf Gesetzesentwürfe reagieren zu können, Diese Idee wurde von Nils Breuning und Jopo sofort aufgegriffen. Der letzte Tag des Kongresses war einer "befahrungsintegrierten Rettungsübung" gewidmet, die ursprünglich ganz allein von den Delegierten durchgeführt werden sollte. Aus Zeitgründen demonstrierte dann doch der Veranstalter Einrichtung und Benutzung von Vertikalstrecken für Tragentransport. Die gewählte Stelle in Ogof Ffynnon Ddu hatte die zusätzliche Erschwernis eines laut rauschenden Wasserfalls, aus dem die Trage herausgehalten werden muss, und der die Verständigung schwierig macht. Nachdem die Trage auf festem Boden war, hatten die Delegierten die Aufgabe, diese durch recht geräumige Passagen hindurch möglichst zügig nach aussen zu transportieren. Alex Maier orchestrierte zu diesem Zweck eine enorm grosse Anzahl von Höhlenrettern und im Nu war das Opfer am Tageslicht. Neben den fachlichen Apsekten des Kongresses gaben sich die Verandstalter alle Mühe, auch den Spass nicht zu kurz kommen zu lassen. Letzterer war duch beinahe permanenten Dauerregen gedämpft. Es gab "Sports-Tours" in nahegelegene Höhlen, Live-Bands und Disko am Abend, und zum Abschluss ein Spanferkelessen. Alles in allem eine sehr lohnende Veranstaltung jenseits des schwäbischen "Tellerrandes", die die Augen öffnete für internationale Praxis der Höhlenrettung und sich anbahnende Entwicklungen. NACHTRAG:
2) Medizinischer Lehrgang 22. / 23. 03.03 Am 22./23.3.03 fand auf dem Gelände der Bergwachtbereitschaft Stuttgart in Schopfloch der diesjährige "Intensivlehrgang Medizin" für Höhlenretter statt. Bei strahlendem Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen unterrichtete der "Ausbilder Medizin" der Höhlenrettung Baden-Württemberg e.V., Alexander Maier, 14 hoch motivierte Mitglieder des Vereins in höhlenspezifischer Erster Hilfe bei Verletzungen, Brüchen und Erkrankungen. Am
Sonntag wurde das Thema Vorbeugung und Behandlung
von Unterkühlungen gemeinsam bearbeitet. Viele
praktische Übungen, eine kleine "Kennenlerntour"
in die Falkensteiner Höhle am Samstag abend,
sowie eine Abschlusstest rundeten das Ausbildungswochenende
ab. Vielen Dank nochmals an Sylke Busch und Matthias
Leyk für ihre Mithilfe, sowie die Bergwacht für
ihre
3) Höhlenforschung in der Höhlenrettung ! Seit September 2000 gibt es in der Höhlenrettung Baden-Württemberg e.V. eine Forschungsgruppe, die es den Mitgliedern der HöRe Ba-Wü e.V. ermöglichen soll im Umfeld der Rettungsorganisation auch „echte Forschung" zu betreiben. Eine Erkundungstour ins Karstgebiet des Grünten bei Sonthofen im Allgäu hat bereits stattgefunden. Termine von Ausfahrten der Forschungsgruppe sind der Termin-Seite zu entnehmen. Weitere Infos bei Alexander Maier (07071/440568)
4) Höhlenrettung Baden-Württemberg e.V. beim europäischen Höhlenrettungssymposium (1999) November 1999 waren wir beim Europ.Höhlenrettungssymposium mit einem Workshop/Vortrag zum Thema "Fixation von Extremitätenverletzungen mit Hilfe von PU-Glasfaser-Longuetten" sowie einer englischsprachigen Führung durch die Falkensteiner Höhle unter rettungstechnischen Gesichtspunkten vertreten. Das Symposium war sehr informativ. Hier ist eine kurze Zusammenfassung: Bericht des Ausbildungsleiters vom 1. Europäischen Höhlenrettungssymposium vom 31.10 - 7.11.99 in Göppingen Anfang November 1999 fand in Göppingen das 1. Europäische Höhlenrettungssymposium statt. Es wurde in herrvorragender Weise von der Malteser Höhlenrettung ausgerichtet. Ca. 150 Teilnehmer aus mehr als 20 Nationen hatten sich eingefunden um höhlenrettungstechnisches und notfallmedizinisches Wissen auszutauschen und sich gegenseitig in Workshops praktische Fähigkeiten und Methoden der Höhlenrettung zu demonstrieren. Besonders beeindruckend war für uns die gute und kameradschaftliche Atmosphäre, welche eine Woche lang am Tagungsort herrschte. Es gab keinerlei Arroganz der "Cracks" aus England, Italien oder der Schweiz gegenüber denjenigen Höhlenrettungsgruppen welche nur wenig Einsatzerfahrung aufzuweisen hatten. Jeder lernte vom anderen. Herausragende Präsentationen waren sicherlich die der Höhlenrettung aus Großbritannien, zum einen eine praktische Vorführung einer simplen Methode, in Höhlen mit hohem CO2 - Anteil eine effiziente Belüftung der betroffenen Gangabschnitte durchzuführen, zum anderen ein Vortrag über die Umleitung von Wassermassen in Hochwassersituationen durch Dammbau in der Höhle mit einfachsten Mitteln. Auch konnten verschiedenste Rettungstragen bestaunt werden, manche mehr, manche weniger ausgereift. Viel Zeit wurde auch dem Seilbahnbau eingeräumt, wobei dieser in deutschen Höhlen eher die Ausnahme sein dürfte. Aufmerksamkeit erregte auch das Gerät der Engländer zur Erwärmung der Einatemluft, welches erfolgreich bei der Behandlung von Unterkühlungen eingesetzt wird. Es kristallisierte sich heraus, daß dieses Gerät wohl der zukünftige "Gold - Standard" der Hypothermiebekämpfung und -prävention sein wird. Der sogenannte "Little Dragon" ist über die Firma REACT (e-mail: jopo@freenetname.co.uk )erhältlich. Die Höhlenrettung Baden-Württemberg e.V. war mit 3 Vorträgen und einer Höhlenexkursion vertreten: Zum einen ein Vortrag über den Gebrauch von Polyurethan/Glasfaser- Schienen zur Immobilisation von Extremitätenverletzungen, zweitens ein Vortrag zum Thema "Höhlenunfälle und deren statistische Aufarbeitung", drittens eine Vorstellung unseres Vereins und zu guter Letzt eine Führung in die Falkensteiner Höhle, welche aufgrund von Hochwasser etwas kürzer als geplant ausfiel. Alles in allem kann man nur sagen: "We had a real good time" und jeder der nicht dabei war, hat etwas verpasst....
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