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AKTUELLE
NIEDERSCHLAGSDATEN
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ÜBUNGSBERICHTEÜbungsbericht Seminar Medizin I und II 2008
Wie
jedes Jahr starteten wir unsere diesjährigen
Ausbildungsveranstaltungen mit Medizin I am 19/20.01.08
und Medizin II am 09/10.02.08. Veranstaltungsort waren
einmal mehr die vorbildlichen Schulungsräume
der Berufsfeuerwehr Reutlingen.
Ca.
15 Mitglieder sowie interessierte Neuzugänge
und Jungforscher fanden sich zu den Kursen ein. Ingo
Bauer führte die Anwesenden in den jeweils zweitägigen
Veranstaltungen durch Themen der
Infos zur fachgerechten Handhabung unter: http://www.cs.amedd.army.mil/ddl/reelsplint.asp
Als echte Herausforderung für alle Teilnehmer stellte sich die Aufgabe eines Patiententransports mit vollständig angelegter Reel-splint-Schiene heraus. Etliche Anläufe waren notwendig um eine praxistaugliche Lösung für einen Vertikaltransport zu finden. Letztendlich stellte sich unsere REACT als Trage der Wahl für diesen Zweck heraus. In ihr ist genug Platz für die Unterbringung der kompletten Schiene, und es kann durch den fest integrierten Sitzgurt eine ausreichende Entlastung der Beine erzielt werden.
Die in den theoretischen Teilen oft lebhaft geführten Diskussionen über die Anwendbarkeit von EH Techniken bei der Höhlenrettung machten uns wieder einmal folgendes klar: Das von uns geliebte Höhlenumfeld stellt an Helfer und Retter erheblich höhere Anforderungen als der gebrochene Fuß an der nächsten Straßenkreuzung. Fernab von Notarzt und RTW liegt das Wohlergehen des Patienten in unseren Händen. Gut, wenn dann jeder Handgriff sitzt. In diesem Sinne allseits Glück Tief (P. Stein) Rettungsübung in der Gönningershöhle Am
Sonntag, den 14. Oktober trafen wir uns am Wandererheim
oberhalb von Dettingen zur Durchführung einer
Rettungsübung in der Gönningershöhle.
Dank der freundlichen Unterstützung des Forstamts
Münsingen, das uns für den Materialtransport
eine Fahrgenehmigung erteilte, wurde der Transport
des Rettungsmaterials deutlich erleichtert. Die
Übungsleitung hatte sich folgendes Szenario ausgedacht:
Eine Höhlenforscherin erleidet in den unteren
Bereichen in einer Engstelle einen Hexenschuss und
kann die Höhle aus eigener Kraft nicht mehr verlassen.
Die Alarmierung erfolgte durch Ihren Begleiter über
die Rettungsleitstelle Esslingen. Direkt nach dem
Eintreffen am Höhleneingang veranlasste die Einsatzleitung
die Entsendung eines Vorstoßtrupps, der die
medizinische Erstversorgung der Patientin gewährleistete. Bereits 4 Stunden nach dem Eintreffen der Einsatzkräfte konnte die Patientin am Höhlenausgang begrüßt werden. Angesichts der Schwierigkeiten der Rettung wurde die Übung in einer hervorragenden Zeit absolviert, Einsatzleiter A. Maier war zufrieden und verweist auf die reibungslose Zusammenarbeit der eingesetzten Kräfte. Der Erfolg der Übung begründet sich auf das regelmäßige Training auf das die Retter zur Erfüllung Ihrer Aufgabe angewiesen sind. Man ist zwar hinterher fix und fertig, freut sich aber doch, die gestellten Aufgaben bewältigt zu haben, darin waren sich alle Beteiligten einig. I. Bauer Seminar Kommunikation und OrientierungAm 13. Oktober trafen wir uns zum Seminar Kommunikation und Orientierung in den Seminarräumen der Berufsfeuerwehr Reutlingen. Nach einer Einführung in die Grundlagen der Kartenkunde und den Umgang mit Karte und Kompass wurden die bei der Höhlenrettung verwendeten Kommunikationsmittel vorgestellt, sowie deren Vorteile und Einschränkungen in ihrer Anwendung aufgezeigt. Im Anschluss hielt Rafael Grimm einen kurzen Vortrag über die Grundlagen und den Umgang mit dem GPS und wir übten den Umgang mit den Geräten.
Nachmittags wurden auf dem Gelände der BF dann die erarbeiteten Grundlagen der verschiedenen Kommunikationsmittel in die Praxis umgesetzt. Der Aufbau gelang problemlos, auch das einhalten der BOS-Richtlinien funktionierte gut. Im zweiten Abschnitt wurde durch künstlich erzeugten Streß die Messlatte dann etwas höher gelegt, und erste Fehler schlichen sich ein. Es ist halt doch nicht so einfach, langjährig angewöhnte Höflichkeitsfloskeln einfach so abzulegen. Nach einigem Training gelang es aber allen Teilnehmern eine fehlerfreie Kommunikation aufzubauen. In einer Pause wurde der Umgang mit dem KED-System (ein Wirbelsäulenfixationssystem) geübt. Um die erschwerten Bedingungen in der Höhle zu simulieren, kamen die Teilnehmer in den Genuss, einen Patienten mit dem KED aus einem PKW zu retten. Insgesamt war es für alle ein lehrreicher Tag, der bei einem leckeren Essen und einem Bier bei der Arge Grabenstetten seinen Ausklang fand. I. Bauer
Höhlenrettung übte in HohenloheBLAUFELDEN. Suchtrupp ab in die Höhle, Telefonmannschaft Geräte überprüfen und fertig machen. Tragentrupp einsatzbereit halten. Ruhig aber bestimmt instrumentiert Einsatzleiter Michael Hottinger seine Helfer. Jeder der rund ein Dutzend anwesenden Retter erhielt eine Aufgabe in dem Szenario, mit dem die Höhlenrettung Baden-Württemberg e.V. am Samstag nahe Blaufelden den Ernstfall probte. Ein kleiner Junge, so die Übungsannahme, war zu einer Mutprobe mit der elterlichen Taschenlampe 250 Meter weit in die Heinzengrabenhöhle bei Blaubach gekrabbelt. Tief im Innern der Höhle versagte die Lichtquelle ihren Dienst. Im stockdunklen System der rund ein Kilometer langen Bachhöhle hieß es nun für den jungen Abenteurer auf Hilfe zu warten. Oft wissen wir nicht was uns erwartet und müssen erst einen Suchtrupp in die Höhle schicken erläutert Rettungsleiter Hottinger. Der 39jährige Metzinger ist sehr erfahren, er betreibt Höhlenforschung schon seit Jahren als Hobby. Während die ersten Höhlenretter zum Vermissten vorstoßen und dort die medizinische Versorgung vornehmen, legen andere Helfer eine Telefonverbindung in die von neun Grad kaltem Wasser durchflossene Höhle. Wir wollen möglichst schnell Kontakt zwischen dem Unfallort unter der Erde und der Einsatzleitung oben herstellen, erläutert Hottinger`s Kollege Rafael Grimm. Funk ist durch die dicken Felsschichten selten möglich, so bleibt oft nur das Verlegen von speziellen Feldtelefongeräten kein Spaß bei 250 Meter Strecke in meist niederer Gangart wie Kriechen oder Krabbeln.
Die
Höhlenrettung Baden-Württemberg e.V. ist
mit 140 Mitgliedern die größte Organisation
ihrer Art in Deutschland. Im Bedarfsfall werden die
der Höhle jeweils nächstverfügbaren
Einsatzkräfte alarmiert. Das Rettungsmaterial
lagert bei der Berufsfeuerwehr Reutlingen und der
Bergwacht in Lenningen-Schopfloch. Von dort wird es
im Notfall zum Einsatzort gebracht. Gegen Mittag kommt dann endlich die erwartete Meldung: Höhle an Einsatzleitung: Vermisster gefunden, unterkühlt aber ansprechbar. Der medizinische Betreuer in der vor Ort entscheidet sich auf Grund der niedrigen Körpertemperatur des Patienten für einen Tragentransport. Eingebunden in eine spezielle Kunststoff-Trage und mit Wärmepackungen versorgt, beginnt jetzt das härteste Stück Arbeit. Über scharfkantige Felsen und durch engste Durchlässe wird der Patient bugsiert, eine Belastung für Retter und Geretteten. Fünf Stunden nach Einsatzbeginn ist die Trage mit dem Patienten aus der Höhle. Die Helfer in ihren eng anliegenden Taucheranzügen sind schweißgebadet und Opfer wie Rettern sieht man gleichermaßen die Erleichterung an, wieder am Tageslicht zu sein. (alm)
Rettungsübung im Bergwerk "Himmlisch Heer" am 02.06.2007 Am
2. Juni 2007 trafen sich 25 Höhlenretter in Hallwangen
am Erlebnisbergwerk "Himmlisch Heer" zu
einer Rettungsübung.
Nach
kurzer Suche dann die Meldung: 6 Personen sind aufgefunden,
zwei von Ihnen sind so schwer verletzt, dass sie mit
Tragen evakuiert werden müssen. Eine weitere
Person ist noch im Bergwerk abgängig, nachdem
Sie tastender Weise versucht hatte in der Dunkelheit
einen Ausgang zu finden um Hilfe zu holen.
Dank
des hoch konzentrierten Einsatzes der Retter konnte
die Einsatzleitung nach 4 Stunden vermelden: Alle
Eingeschlossenen gerettet, keine weiteren Personen
mehr im Bergwerk. Unser Dank gilt dem Förderkreis historischer Bergbau e.V. Hallwangen, der uns diese Übung ermöglicht hat, sowie allen Teilnehmern und Übungsopfern. I. Bauer Seminar Einseiltechnik II am 12.-13.05.2007 Am 12. und 13.Mai trafen wir uns zum Einseiltechniktraining am Käpfle-Aussichtsturm. Auf dem Ausbildungsplan standen diesmal Flaschenzüge und komplexe Tragentransporte, sowie Seilbahnbau und die dazugehörigen theoretischen Grundlagen. Bei herrlichem Wetter kamen die Teilnehmer ganz schön ins Schwitzen. Insgesamt ein lehrreiches und interessantes Wochenende, bei dem jeder etwas dazu gelernt hat.
Höhlenrettungsübung im Himmelsfelsenschacht bei Eybach am 23.04.2007 "Ein Wanderer hört Hilferufe aus dem Himmelsfelsenschacht bei Eybach, klettert nach unten, um nachzuschauen und schafft es selbst nicht mehr zurück ans Tageslicht". So lautete die Meldung, die Ausbilder Ingo Bauer für das Übungsszenario der Höhlenrettung Baden-Württemberg e.V. in der Höhle oberhalb Geislingen-Eybach vorbereitet hatte. So mussten die zwölf Teilnehmer der Übung am vergangenen Sonntag nicht nur dem "Wanderer" aus der Höhle helfen. Zwei Schacht-Etagen tiefer, rund 40 Meter unter dem Eingang, entdeckte der Erkundungstrupp dann auch denjenigen, von dem die Hilferufe stammten: Ein abgestürzter Höhlenforscher hatte sich in einer Spalte verklemmt und sollte gerettet werden. Kein leichtes Unterfangen, zumal die Untertage-Retter vor dem Transport aus dem Schacht erst eine Beinverletzung medizinisch zu versorgen hatten. Die Höhlenrettung Baden-Württemberg e.V. ist neben der Malteser Höhlenrettungsgruppe aus Göppingen eine von zwei Gruppen im Land, die sich auf die Rettung aus Höhlen und unterirdischen Hohlräumen spezialisiert haben. Wenn das Team zum Einsatz gerufen wird, eilen die nächstgelegenen Helfer zum Unfallort. Das Rettungsmaterial - Seile, Tragen und Medizinausrüstung - wird aus den Depots Reutlingen oder Lenningen-Schopfloch von der Feuerwehr oder der Bergwacht angeliefert. Rund eine Stunde nach der Alarmierung ist in Eybach die Übung in vollem Gange. Mit Hilfe von Grubentelefonen ist eine Verbindung nach oben zur Einsatzleitung hergestellt, erste Meldungen dringen durch: "Verletzter Höhlenforscher aus Spalte gerettet, Verdacht auf Beinfraktur linker Unterschenkel, Patient wird zum Tragentransport vorbereitet", meldet Telefonist Rafael Grimm an die Einsatzleitung am Höhlenausgang.
In aller Eile werden nun Flaschenzugsysteme im den Schächten installiert. Die Techniker unter den Höhlenrettern setzen noch die eine oder andere Verankerung, Seile werden verknotet, Karabiner klicken. Wenige Stunden nach Beginn der Übung sind alle Zug- und Sicherungssysteme aufgebaut, es kann losgehen. Trotz einer sehr flexiblen und schmalen Trage, gestaltet sich der Transport besonders im sehr engen oberen Schachtteil als recht schwierig. "Viele lose Steinbrocken, gerade oben im Eingangsbereich, machen die Sache sehr gefährlich. Die Mannschaften unten sind dem Steinschlag fast schutzlos ausgeliefert", warnt Ingo Bauer. Während im oberen Schacht die Teams noch schuften, können die anderen unten nur warten. Der Weg nach oben ist noch nicht freigegeben. "Da fängt man schon mal an zu frieren", weiß Höhlenretter Michael Hottinger. Während draußen die Sonne scheint, ist es unten "im Loch" gerade mal neun Grad "warm". Bei längeren Einsätzen werden daher alle, Retter und Opfer, mit warmem Tee und Suppe versorgt. Am späten Nachmittag, nach rund vier Stunden schwerster Arbeit, haben die Untertage-Retter es dann geschafft. Der Patient ist geborgen, Material und Personal sind heil aus dem Schacht. Der "hilfreiche Wanderer" kann den Schacht mit Unterstützung selbst verlassen. Und besonders wichtig für die Moral der Gruppe: Ausbilder Ingo Bauer ist im Großen und Ganzen zufrieden mit der Aktion. Autor: Alexander Maier
Ausbildungs- und Prüfungswochenende am 10./11.03.2007Am
10. März trafen sich 27 Mitglieder und Gäste
der Höhlenrettung Baden-Württemberg e.V.
bei kaltem aber sonnigem Wetter zum Seiltechniktraining
am Käpfle-Aussichtsturm.
Im Anschluss wurden die bei der Höhlenrettung Baden-Württemberg eingesetzten flexiblen Tragen vorgestellt und der Umgang damit erklärt. Mit SKED-Stretcher und REACT-Trage wurde dann jeweils der horizontale und vertikale Schachttransport mit Patient und Tragenbegleiter geübt.
Gegen Abend wurde es dann für die Prüflinge ernst: Für sechs angetretene Kandidaten ging es an die Prüfung zum Höhlenrettungshelfer. Übernachten konnten wir wieder im Vereinsheim der Arge Grabenstetten, das für uns schon den Charakter einer zweiten Heimat angenommen hat. Wie immer gilt unser besonderer Dank Fam. Boldt und Rudi Dufke. Am Sonntag wurden die am Tag zuvor gelernten Ausbildungsinhalte vertieft und parallel dazu für einige Kandidaten die Prüfung zum Höhlenretter abgenommen. Auch am Sonntag zeigte sich das Wetter von seiner besten Seite, so dass wir auf ein rundherum gelungenes Wochenende zurück blicken können. Die
Höhlenrettung Baden-Württemberg e.V. gratuliert I. Bauer Übung: Nach neun Stunden war "Verletzte" aus der Höhle geholtGRABENSTETTEN.
54 Höhlenretter aus ganz Deutschland haben am
Samstag in und an der Falkensteiner Höhle zwischen
Bad Urach und Grabenstetten (Kreis Reutlingen) an
der größten, jemals in Deutschland abgehaltenen
Höhlenrettungsübung teilgenommen. .. Dem
Einstieg der ersten Mannschaft folgte ein Höhlentaucher,
dessen Aufgabe es war, den ersten Siphon, etwa 400
Meter tief in der Höhle, abzusichern. ...... Bereits
um 14 Uhr hatte die "Verletzte" den Siphon
passiert und war auf dem Weg ans Tageslicht. Autor: Alexander Maier, Einsatzleiter Ausflug ins Nidlenloch Eigentlich
wollten wir (5 Mitglieder der Höhlenrettung Baden-Württemberg)
über Ostern ins Französische Jura fahren
und dort zelten und Höhlentouren machen.
Am
Karfreitag, dem Tag unserer Anreise, unternahmen wir
eine erste Vortour in die Höhle um uns zu orientieren
und die Seile bis zum Forsterschacht zu transportieren.
Samstags ging es dann los, wir hatten viel Spaß
und eine wunderschöne Tour. Leider mussten wir
auf dem Rückweg feststellen, dass der sogenannte
Trockensee,
Da es keinen anderen Weg gibt, mussten wir also durch. Bei einer Wassertemperatur von vielleicht 5°C nicht das reine Vergnügen, wenn man keinen Neopren anhat. Aber erfrischend. Zum Glück ist es von da bis zum Ausgang nicht mehr weit und geht nur bergauf.
Nach
einer heißen Dusche und einem herrlichen Käsefondue
im Gasthaus Hinter Weissenstein war die Welt wieder
in Ordnung. Ingo Bauer Prüfungs- und Ausbildungswochenende am 08/09.04.06 Am
08. und 09. April fand am Käpfle-Aussichtsturm
die Ausbildung Einseiltechnik II statt. 14 Mitgieder
und Gäste der Höhlenrettung Baden-Württemberg
e.V. trafen sich am Samstag bei bestem Wetter um den
Umgang mit Flaschenzügen, Seilbahnen und Tragen
zu üben. Nach
dem Aufbau von Verankerungen standen Flaschenzüge
auf dem Ausbildungsplan. Obwohl der Aufbau anfänglich
kompliziert erscheint, begriffen die Teilnehmer schnell
das Konzept und waren nach kurzer Zeit in der Lage,
eigenhändig einfache Zugsysteme aufzubauen. Die
erarbeiteten Kenntnisse wurden dann mit der Schwarzer-Trage
und dem REACT-Stretcher in die Praxis umgesetzt. Rettungsübung in der Laichinger Tiefenhöhle am 11.02.2006 Am 11.02.2006 aus der grauen Rheinebene kommend, fuhren wir auf die winterlich sonnige Alb die sich uns von ihrer schönsten Seite präsentierte. Da wir frühzeitig an der Tiefenhöhle ankamen, durften wir uns noch an der Scheebefreiung des Parkplatzes beteiligen. Dank der VIP-Stellung der Tiefenhöhle kam eine stattliche Anzahl von 45 Höhlenrettern, der HR-BW und der Malteser Höhlenrettung, für eine gemeinsame Rettungsübung zusammen. Nach einem spontanen Test, was mit einem Geländewagen passiert, wenn dieser versucht in einer 70cm hohen Schneeverwehung zu parken, begann die wohl bequemste Rettungsübung die ich bisher mitgemacht habe.
Der Bereitstellungsraum befand sich am offiziellen
Höhlenausgang im warmen Keller, die Rettungsleitung
verlegte ihre Zentrale sogar in den Heizungskeller.
Nachdem die Opfer platziert waren standen nun 45 eifrige
Retter auf wenigen qm bereit, in die noch ruhige Höhle
zu quellen. Der Start begann daraufhin etwas konfus,
da alle gleichzeitig in die Höhle wollten. Der
Techniktrupp der HR-BW, dem ich angehörte, bekam
die Aufgabe, den Schacht zum Opfer und die nächsten
Treppenabsätze mit Zugsystemen auszubauen. Damit
kam der nächste Komfort-Bereich zum tragen: Treppen,
Leitern, Stufen, Wege und elektrische Beleuchtung.
Mit den BOSCH-Bohrmaschinen im Anschlag begannen wir den rettungstechnischen Ausbau der Tiefenhöhle. Dank der Treppen waren unsere Zugsysteme in Rekordzeit installiert. Wir waren zum ersten mal schneller fertig als die Opfer versorgt und in ihre Tragen verpackt werden konnten. Gleichzeitig hatte eine Technikgruppe aus Maltesern und HR-BWlern die weiteren Systeme bis zum Höhlenausgang ausgebaut. Die Opfer wurden je von einer Malteser- und einer HR-BW-Gruppe betreut. Als erstes kam die Trage der HR-BW bei uns an und konnte ohne Probleme an die nächste Gruppe übergeben werden. Danach folgte eine Ruhepause für uns, die wir dazu nutzten selbsterwärmende Nahrung zu uns zu nehmen, dabei konnte ich lernen, dass es auch bei Nahrung Blindgänger gibt, aber das Chili con carne schmeckte kalt nicht wirklich schlecht. Zumal unser HR-BW-eigenes Filmteam mit seinen ichleuchtedichanundmachdichblind-Scheinwerfern der Größe XXL dafür sorgte, dass mein Essen angewärmt wurde. Dann folgte die Trage der Malteser und damit begann für uns ein kleines Problem, da wir diese Trage nicht kannten und unsere Zugsysteme auf die uns bekannten Tragen der HR-BW abgestimmt hatten. Nach Versuchen das Opfer gegen dessen Beweglichkeit zu verbiegen und mehrmaligem Aufstöhnen des Opfers konnten wir unter Kommandos der Malteser-Tragenbegleitung die Trage mit gemeinsamer Anstrengung ohne weitere Opfermalträtierung in den horizontalen Teil bringen. Danach hieß es das ganze Material wieder aus der Höhle zu schaffen, normalerweise ein nie endender, die letzten Kräfte fordernder Job, aber den Treppen sei Dank, in der Tiefenhöhle in kürzester Zeit erledigt. Um kurz nach 17:00 Uhr war damit nach ca. 6 Stunden die Rettungsübung erfolgreich beendet. Und war das ganze noch nicht komfortabel genug wurden wir in der zugehörigen Wirtschaft auch noch vom Höhlen- und Heimatverein Laichingen bewirtet. An dieser Stelle einen herzlichen Dank an die Laichinger (die vermutlich die nächsten Wochen damit verbrachten die Höhle von Grund auf zu reinigen, um wieder weisshosige Touristen empfangen zu können), dass wir die Höhle als Rettungsobjekt nutzen durften! Bei dieser Übung zeigte sich, dass unsere beiden Rettungsorganisationen ohne (Auf-) Reibungsverluste gut zusammenarbeiten können. Nachholbedarf besteht allenfalls in der Kenntnis des Materials und dessen Verwendung der jeweils anderen Gruppe. Guido
Hoffmann |
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