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Ältere Übungsberichte

Rettungsübung im Todtsburger Schacht am 4.09.05

Am 4. September 2005 trafen sich Mitglieder der Höhlenrettung Baden-Württemberg, der Malteser Höhlenrettung und der Höhlenrettung Hessen/Rheinland-Pfalz zu einer gemeinsamen Rettungsübung im Todtsburger Schacht. Eingeladen dazu hatte die Höhlenrettung Baden-Württemberg. Ziel der Übung war, eine Patientin im tiefsten Bereich der Höhle zu versorgen und anschließend mit einer flexiblen Trage aus der Höhle zu retten. Der Zugang zur Großen Halle im unteren Teil der Höhle ist schwierig, man muss, am Seil gesichert, mehrere Engstellen passieren. Diese Engstellen stellen mit Sicherheit auch bei einer echten Rettung ein Problem war. Für die Höhlenretter war es wichtig, die Durchführbarkeit einer solchen Operation unter Übungsbedingungen zu testen.

Nach einer ausführlichen medizinischen Versorgung durch einen Notarzt der Höhlenrettung Baden-Württemberg konnte das Übungsopfer so weit stabilisiert werden, dass der Transport in Angriff genommen werden konnte. Techniker hatten derweil eine Schrägseilbahn im unteren Bereich der Höhle eingerichtet und die Trage für den Transport vorbereitet. Aus Sicherheitsgründen wurde der Transport aus der Großen Halle nicht mit der Patientin durchgeführt, sondern die Trage wurde leer, nur mit Zusatzgewicht versehen, zur ersten Engstelle transportiert. Diese konnte nur durch Kippen der Trage bewältigt werden.

Im Ernstfall ist hier eine Erweiterung mit technischen Hilfsmitteln unumgänglich. Der weitere Transport lief relativ reibungslos. Bedingt durch den langen Transportweg und die technischen Schwierigkeiten dauerte die Übung alles in allem etwa 11 Stunden. Die eingesetzten Höhlenretter gingen dabei bis an die Grenzen des physisch Möglichen.

Die Höhlenrettung Baden-Württemberg dankt allen beteiligten Einsatzkräften und den Gästen der Malteser Höhlenrettung und Höhlenrettung Hessen/Rheinland-Pfalz. Weiter gilt unser Dank der Gemeinde Mühlhausen im Täle für die freundliche Genehmigung zur Durchführung der Übung.

Ingo Bauer
Ausbildungsleiter
Höhlenrettung Baden-Württemberg e.V.


Rettungsübung im "Bauerloch" am 4.06.05

Am 04.06.2005 trafen sich 22 Mitglieder der Höhlenrettung Baden-Württemberg e.V. und die Freiwillige Feuerwehr Neuffen zu einer gemeinsamen Rettungsübung im Bauerloch. In der Höhle, so die Übungsannahme, wurden 4 Personen von einem Deckeneinbruch überrascht, 3 Personen werden verletzt, eine weitere Person kann sich aus der Höhle retten und die Rettungsleitstelle Esslingen alarmieren.
Die Aufgabe der Feuerwehr bestand darin, den episodisch wasserführenden Abschnitt im vorderen Teil der Höhle auszupumpen und so das Vordringen der Rettungskräfte zu erleichtern und einen trockenen Transport der Verunfallten zu gewährleisten. Der Vorstoßtrupp stößt auf eine schwierige Situation, eine Patientin ist unter einem Versturzblock eingeklemmt, ein Patient hat ein Schädel-Hirn-Trauma, eine weitere Patientin ist bewusstlos und tief unterkühlt. Der Rettungsleiter beschließt die Nachforderung zusätzlicher Mannschaften, eines Notarztes und Material zur technischen Rettung. Etwa 2 Stunden nachdem der Vorstoßtrupp die Höhle betreten hat, wird der erste Patient auf der Schwarzer Trage aus der Höhle gebracht.

Derweil läuft die Versorgung der beiden noch in der Höhle verbliebenen Patienten, während der Techniktrupp mittels Flaschenzügen den Block entfernt, der eine Patientin einklemmt. Mit dem Entfernen des Blocks bestätigt sich die Verdachtsdiagnose einer Unterschenkelfraktur. Unter widrigen Bedingungen, der Höhlengang ist eng, schlammig und flach, macht sich die Tragemannschaft mit dem zweiten Patienten auf den Weg zum Ausgang. Die Zeit drängt, denn mit dem Abstellen der Pumpen füllt sich der zweite See wieder und der Wasserspiegel steigt.

Nachdem auch der zweite Patient sicher aus der Höhle gebracht worden ist, wird der dritte Patient in die Trage gebettet und nach draußen begleitet. Nach 5 ½ Stunden verlässt auch der letzte Patient die Höhle. Während die verbliebenen Mannschaften das Rettungsmaterial aus der Höhle bringen, wartet der Kommunikationstrupp mit dem Abbau der Fernmeldeverbindung, bis die letzten Retter draußen sind. Nach 6 Stunden kommt dann vom Einsatzleiter das erlösende "Einsatzende".

Fazit: Die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr klappte problemlos und wurde von beiden Seiten positiv bewertet. Die Rettungsmannschaft arbeitete mit vollem Einsatz und ermöglichte es durch ihr Engagement, die Verletzten zügig der weiteren medizinischen Versorgung zuzuführen.

Ingo Bauer


Frühjahresübung in der Eichberghöhle am 1.5.04

Zeitungsartikel:

„Schnell, schnell, da ist eine Frau in die Eichberghöhle gestürzt.“ Gerade war ein Hilfstrupp der Höhlenrettung Baden-Württemberg e.V. am Sonntag zu einem Übungseinsatz in den 40 m tiefen Eichbergschacht bei Genkingen abgeseilt - da kam die Nachricht von dem Unglück in der 300 m vom Schacht entfernt liegenden Höhle, einem etwa zwölf Meter tiefen, senkrecht abfallenden Loch. Sofort wurden alle zwanzig Höhlenretter zurückbeordert, um dort der Verunglückten Hilfe zu leisten.

Was außer Ausbildungsleiter Ingo Bauer niemand wusste: Auch dieser Unfall war nicht real. Dennoch zeigte sich Bauer hoch zufrieden: „Bis fast zum Ende der Aktion glaubten viele der Helfer an einen Ernstfall, dementsprechend hoch war die Motivation und jeder im Team gab sein Bestes“ freute sich der Ausbildungsleiter.
Schnell war ein Arzt der Spezialrettungsgruppe für Höhlenunfälle zu der „Verletzten“ abgestiegen und versorgte den vermeintlichen Knöchelbruch, während weitere Helfer über und unter der Erde ein drahtloses Höhlenfunktelefon in Betrieb nahmen, um die Kommunikation zwischen Einsatzleitung und Rettungsteam sicherzustellen. Nach bereits 45 Minuten war das „Opfer“ in eine Trage verpackt und mit Hilfe eines Flaschenzugsystems ans Tageslicht gebracht worden.
Ganz unbekannt ist einigen in dem Team die Eichberghöhle nicht : Vor drei Jahren hatten die Untertageretter schon einmal dort anrücken müssen – damals zu einem echten Knochenbruch.

Alexander Maier


Herbstrettungsübung in der Falkensteiner Höhle am 11.10.03
 
Am Samstag den 11.10.03 fand die diesjährige Herbstrettungsübung in der Falkensteiner Höhle statt.

Zur Übung kamen reichlich viele (ca. 35) Personen.

Der Verunglückte befand sich am Fuchsbau mit dem Verdacht auf Angina Pectoris und einer rechten Kniegelenksfraktur.  Er wurde ärtzlich versorgt und in die Schwarzertrage gelegt.

Die Bergung des Opfers zeigte sich wegen des sehr unebenen Bodens und des daraus resultierenden hohen Anspruches an die Technik bald als sehr zeitaufwändig, so daß nach ca. 6 Stunden erst einige hundert Meter (von 1,2 km) überwunden waren.  Deshalb wurde die Übung etwas abgekürzt.

Zur Kommunikation wurden an 3 verschiedenen Stellen Ogofone erfolgreich eingesetzt (vor dem 1. Siphon, Reutlinger Halle, Stuttgarter Block).

Die Lehre daraus war, daß in einem Ernstfall mehere Schichten nötig wären, um eine Bergung über eine solche Entfernung erfolgreich durchzuführen.

Hier klicken, um mehr über die funktechnischen Details zu erfahren.

 Christopher Ross


SRT Übung am 1.03.03 in Albstadt

Teilnehmer: Angelika Bauer, Ingo Bauer, Peter de Coster, Matthias Leyk, Martina Maier, Christopher Ross, Georg Stauch, Patrick Stein, Michael Wasmund, Rainer Messer und 7 Gäste.

Obwohl diesmal per Email und nicht via Rundbrief angekündigt, konnte Ingo doch 16 Interessenten zum SRT-Training in Albstadt zusammentrommeln. Rainer hatte dort in der Scheune von Christa und Gustav ein ansehnlichen Kletterparcours eingerichtet, der keine Wünsche offen ließ.

Sogar ein recht enger hölzerner Schacht wurde gezimmert und auch benutzt. Bei dieser Gelegenheit ein herzliches Dankeschön an Rainer, Christa und Gustav für die Einrichtung dieser optimalen Übungsumgebung !

Da die Vorkenntnisse und Erfahrung der Teilnehmer die denkbar größte Spannweite hatte, von "blutiger Anfänger" bis "Experte", teilte Ingo die Teilnehmer in Gruppen auf, die sich zunächst an Seilstrecken mit Umsteigestellen "warmturnten". Dabei konnte man an den Umsteigstellen alles beobachten von "war da etwas?" bis "wie komme ich hier bloß weiter!". Dieses unterschiedliche Spektrum auf ein einheitliches Mindestniveau zu bringen, ist sicher eine Herausforderung für jeden Ausbildungsleiter.


Nachdem einige Paare sich schon via Kameradenrettung nähergekommen waren, trainierten wir den seilgestützten Transport eines Verletzten mit der Schwarzertrage. Und zwar wieder und wieder, bis das sitzt. Es geht schließlich nicht nur darum, es einmal richtig gemacht zu haben, sondern um den flüssigen und zeitsparenden Ablauf, ohne dass jeder jeden Handgriff erst
überlegen muss. Peinlich und ein überflüssiger Zeitverlust ist es, wenn dann beim Ablassen der Trage ein Helfer unfreiwillig emporschwebt.

Drittes Kapitel für alle war die Kameradenrettung aus dem Seil. Matthias erläuterte die fatalen Folgen der Abschnürung des Blutkreislaufs bei einem bewegungslos im Seil hängenden. Da zählt jede Minute. Ein schwieriges Thema. Einerseits sollte jeder Höhlenforscher diese Notfallsituation beherrschen. Andererseits können schon kleine Fehler bei der Kameradenrettung dazu
führen, dass die Anzahl der zu rettenden Kameraden sich verdoppelt, wie eine Vorführung eindrucksvoll zeigte, und konkrete Fälle (Faustloch) beweisen. Die weniger komplexe, aber auch risikoreiche Variante des Seilabschneidens wurde nicht demonstriert oder geübt, wegen des Seilverbrauchs. Ist aber für zukünftige Veranstaltungen geplant.

Als Abschluss machten uns Ingo und Matthias mit verschiedenen Varianten von Flaschenzügen bekannt. Hier ist es notwendig, passende Umlenkrollen und eine Steigklemme Basic dabei zu haben. Ohne Flaschenzug geht bei der Schachtrettung nichts und es kann sicher nicht schaden, wenn mehr als nur eine Handvoll Mitglieder unserer Organisation einen Flaschenzug in kurzer
Zeit einrichten können.

Kalt wurde es inzwischen und so strebten wir gegen 18:00 Uhr dem Abendessen entgegen. Auch wenn wir an diesem Wochenende keine Höhlenluft geschnuppert haben, zeigte es sich doch, dass nur intensive häufige Praxis für die Anforderungen einer Rettung wappnet. Eine Praxis, die bisher nur Mitglieder vorweisen können, die auch sonst viel in Schächten unterwegs sind. Ob das ausreicht ?

Übrigens stellt Gustav seinen Seil-Parcours auch gerne an anderen Wochenenden zur Verfügung ("s'koscht nix!"), d.h., man kann dort auch üben, ohne dass ein formeller Termin von Ingo organisiert wird. Nutzt diese Gelegenheit in Albstadt !

Michael Wasmund



Rettungsübung in der Lamprechtshöhle am
10 - 11. 01 03

Fotos von der Übung, Archiv Höhlenrettung B.W., Aufnahmen von A. Maier und Dr. A. Mahler:
Zum Vergrößern auf dem Foto klicke

 
Lamprecht Gang Lamprecht Gang Ankerpunkt setzen
viel Technik Horizontaler Transport Horizontaler Transport
Feldtelefon Hinaus Transport Übergabe am Ausgang

Zur Übung in der Lamprechtshöhle ist folgender Artikel in der Salzburger Nachrichten erschienen.

13.01.2003 Salzburger Nachrichten

"Ofenloch" wird die Lamprechtshöhle in St. Martin bei Lofer genannt. Über 80 Helfer arbeiteten dort im Zuge einer großen Übung zusammen.

ST. MARTIN/LOFER (SN-walter). Die tiefste Durchgangshöhle der Welt war am Wochenende Schauplatz einer sehr aufwändigen Übung. Organisiert wurde sie vom "Österreichischen Höhlenrettungsdienst".

"Absturz einer weiblichen Person. Verdacht auf Becken- und Unterschenkelbruch sowie Gehirnerschütterung. Zwei Kilometer vom Eingangsbereich entfernt", lautete die Unfallannahme. 80 Mitarbeiter der verschiedenen Rettungsdienste übten für den Ernstfall. Die Lamprechtshöhle in St. Martin ist mit 1623 Metern die tiefste Durchgangshöhle der Welt.

Am Freitagnachmittag, 11. Jänner, erfolgte die Alarmierung. Einen Tag später, am Samstag um 11 Uhr Vormittag, konnte die "verletzte" Person aus der Höhle geborgen werden. Die Bergung gelang um einige Stunden rascher, als zuvor angenommen. Neben dem "Österreichischen Höhlenrettungsdienst" übten noch zehn anderen Organisationen aus Österreich und Deutschland. Unter anderem die Bergrettung, das Rote Kreuz mit drei Notärzten, Höhlentaucher, die lokalen Feuerwehren und das Bundesheer. Geprobt wurde das Zusammenspiel
über und unter Tag.

Die Bergung in diesem Teil der Höhle, der weit außerhalb der leicht zugänglichen Schauhöhle liegt, erforderte alle Kräfte. Es mussten, begleitet von speziell ausgebildeten Tauchern, unterirdische Seen auf Schwimmkörpern überwunden werden. Die "Verletzte" wurde zum Teil über bis zu 100 Meter lange Seilbahnen über Abgründe geborgen. Mit der Tragbahre ging es über steiniges, rutschiges und schwieriges Gelände.

"Das Zusammenwirken der Einsatzkräfte klappte auch im Detail ganz hervorragend", freute sich der zufriedene Einsatzleiter Helmut Obermair vom "Österreichischen Höhlenrettungsdienst".



Rettungsübung im Bergwerk im Schwarzwald am 19.10.2002

Die folgende Webseite enthält einen Bericht mit Fotos über die letzten Rettugsübung:

http://www.untertage.com/reueb/print.htm

Hier der Zeitungsartikel:

Badische Zeitung vom Mittwoch, 30. Oktober 2002

Im Stollen verirrt: Besucherbergwerk Ort einer internationalen Rettungsübung

WIEDEN (nn). Das Besucherbergwerk "Finstergrund" ist der ganze Stolz der Gemeinden Wieden und
Utzenfeld sowie des Bergmannsvereins "Finstergrund". Seit 21. August 1982 ist der Wiedener
Schaustollen des ehemaligen Bergwerks "Finstergrund" Anziehungspunkt für Einheimische und Touristen. Glücklicherweise ist in all den Jahren dank der umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen kein
nennenswerter Unfall geschehen.
Doch muss der Bergmannsverein stets damit rechnen, dass sich im Stollen ein unvorhergesehenes Unglück ereignen könnte. Dieser Tage wurde im Besucherbergwerk "Finstergrund" eine umfassende Rettungsübung in Szene gesetzt, die im Einvernehmen mit dem Bergmannsvereins "Finstergrund" von der Höhlenrettung Baden-Württemberg e.V. mit Sitz in Tübingen in Zusammenarbeit mit der Gruben-Archäologischen Gesellschaft (GAG) in Süddeutschland gestartet wurde.

Die Höhlenrettung hat rund 180 Mitglieder, davon 30 Aktive, die regelmäßig Übungen abhalten. Die Mitglieder der GAG übernehmen nicht nur Eigenverantwortung, sondern sind durch Teilnahme an Rettungsübungen mit befreundeten Höhlenrettungen in der Lage, sich als geübte Helfer im Falle eines Altbergbau-Unfalles zur Verfügung zu stellen. Die Zusammenarbeit mit der Höhlenrettung Baden-Württemberg e.V. soll in Zukunft auch durch Rettungsübungen im Altbergbau weiter intensiviert werden.
Mit dabei waren außerdem sechs Männer und zwei Frauen vom elsässischen Rettungsdienst in Frankreich. Die Einsatzleitung hatte Ingo Bauer von der Höhlenrettung, die sich auf Aktive vom Schwabenland bis zum Südschwarzwald stützen darf.
Bei der Übung im Wiedener Besucherbergwerk "Finstergrund", die mit dem Vorsitzenden des hiesigen Bergmannsvereins, Gerhard Schäuble, in einem Vorgespräch abgeklärt worden war, lag folgende Annahme zugrunde:
Zwei Mineraliensammler aus dem Breisgau haben sich unbemerkt in den verschlossenen Besucherstollen "Finstergrund" eingeschlichen und werden seither vermisst. Polizei und Rettungsdienste werden nach Bekanntwerden dieses Vorfalles unverzüglich alarmiert, und die Suche nach den Vermissten wird aufgenommen.
Die 30 Retter werden in kompletter Ausrüstung mit Grubenlampen und technischen Gerätschaften gruppenweise in den dunklen Stollen geschickt. Die zwei Personen werden schließlich an verschiedenen Orten ausfindig gemacht, da sich einer von den beiden um Hilfe bemüht hatte, sich aber im Stollen verirrte und im so genannten Wernergang vor Erschöpfung zusammenbrach.

Der Übungseinsatz, der sehr bedacht, zügig und gut organisiert in Gruppen vonstatten ging, stellte in einer Stollentiefe von 2000 Meter bei einer konstanten Temperatur von sechs Grad und einer Luftfeuchtigkeit von 95 Prozent während der Dauer von über zwei Stunden an die 28 Männer und zwei Frauen hohe Anforderungen. Die "alten Füchse unter Tage" bewältigten die Aufgaben mit Bravour und bekamen von Einsatzleiter Bauer beste Noten.

                          http://www.badische-zeitung.de/1040336825772



Rettungsübung in der Haugenlochhöhle bei Oberndorf/Neckar am 31.8/1.9.02

Zum Vergrößern Bilder anklicken

Am Samstag, den 31.8. trafen sich 24 Mitglieder der Höhlenrettung Baden-Württemberg e.V. bei Oberndorf/Neckar zu einer großen Einsatzübung in der 400m langen Haugenlochhöhle. Die Höhle ist ein im Muschelkalk gelegenes System von horizontalen Gängen und Hallen, teilweise stark verstürzt, jedoch mit eindrucksvollen Sinterformationen.

Nach Aufbau einer Einsatzleitung starteten gegen 11:00 Uhr 3 Vorstosstrupps in die Höhle um einen als vermisst gemeldeten Höhlenforscher zu suchen und zu retten. Nach kurzer Zeit kam die Meldung, daß das Übungsopfer gefunden sei. Es lag eingeklemmt unter einem Felsblock und war bereits leicht unterkühlt.

Einer der Vorstoßtrupps versorgte den Verunglückten mit Suppe und isolierte ihn gegen weiteren Wärmeverlust. Während mit Hilfe des Ogofons der Höhlenrettung eine Sprechverbindung  aufgebaut wurde, kümmerten sich zwei Höhlenrettungsärzte um den Verletzten.

Nach legen eines venösen Zugangs und Gabe von Schmerzmittel konnte der Felsblock vom inzwischen nachgeforderten Techniktrupp entfernt, das Opfer befreit und die Knöchelverletzung versorgt werden.

Unterdessen hatten weitere Techniktrupps Engstellen erweitert und kritische Stellen mit Seilsicherungen versehen. Nachdem der Verletzte in eine Trage gepackt war, wurde er von mehreren, sich ablösenden Tragetrupps aus der Höhle transportiert. Der Verletzte erreichte nach ca. 2 Stunden Transport das Tageslicht. Nach dem Ende der Übung folgte eine Nachbesprechung, sowie die obligatorische Reinigung des Materials. Eine Diaschau beschloss den Tag.

Nach der Übernachtung im Gymnasium Oberndorf (nochmals recht herzlichen Dank an Wolfgang und Tanja Strittmatter für die hervorragende Betreuung !) stand am Sonntag noch ein 2,5-stündiges Seminar auf dem Programm. 15 Teilnehmer liessen sich von Ausbildungsleiter Alexander Maier in die „Organisation und Logistik der Höhlenrettung Baden-Württemberg e.V.“ einführen. Zum Abschluss des Wochendes erfolgte noch eine Tour in die Bösinger Höhle.

Allen Teilnehmern und Helfern, besonders Ingo, Matthias, Tanja und Wolfgang sei Dank für ihren Beitrag zum Gelingen dieser Tage


Deutsch-Französische Höhlenrettungsübung Falkensteiner Höhle am 27.4.02

Am 27.4.02 fand eine Begegnung der 3 benachbarten Höhlenrettungsgruppen Malteser Höhlenrettung, Speleo Secours Francaise und Höhlenrettung Baden-Württemberg e.V. statt.

Treffpunkt war das Depot der Höhlenrettung Baden-Württemberg e.V. in Schopfloch, wo die Gruppen gegenseitig ihr Material vorstellten. Danach begaben sich die Teilnehmer zur Falkensteiner Höhle wo eine gemeinsame Rettungsübung stattfand. Ziel war die Rettung eines Verletzten aus dem 1.Siphon, was auch trotz erhöhtem Wasserstand gut gelang. Schwerpunktmäßig war die Höhlenrettung Baden-Württemberg e.V. für die Herstellung der Funk- und Ogofonverbindung zum Opfer zuständig. Die Erstversorgung wurde von Helfern der Malteser Höhlenrettung übernommen und beim Tragentransport aus der Höhle waren die SSF-Retter federführend.

Bei dieser Premiere klappte die Zusammenarbeit nahezu reibungslos und wurde mit Essen und Wein anschliessend im Vereinsheim Arge Höhle und Karst Grabenstetten in Böttingen gebührend gefeiert.

Herzlichen Dank an alle Teilnehmer und jene die zum Gelingen dieser Internationalen Übung beigetragen haben. Es wird bestimmt nicht das letze Mal gewesen sein.

Alexander Maier